- deutlich sparsamer als alter Zweiliter-Benziner |
- für 211 PS zu wenig sportliche Anmutung |
- komfortabel- dennoch nicht weich |
- verschiebbare Rückbank- offroadfähig durch hohe Bodenfreiheit |
- reichhaltige 4x4-Ausstattung |
- nicht günstiger als gleich starker VW Tiguan |
Kein Kompressor
Der neue Motor trägt die Bezeichnung T FSI. Wer sich auskennt, der weiß, dass FSI für Direkteinspritzung steht. T steht hier für Turbo. Anders als in einigen Varianten des 1.4 TSI, die Kompressor und Turbo besitzen, wird der Zweiliter-Benziner also nur einfach aufgeladen. Das Leistungsplus von elf PS gegenüber dem Vorgänger verdankt der Motor den Veränderungen an der Motorsteuerung, am Ladedruck sowie dem Einbau einer neuen Ölpumpe. Mit dem Aggregat wirkt der 1,6-Tonner flott, aber lang nicht so sportlich, wie man angesichts der Motorleistung vermuten könnte. Dafür liegt das Maximaldrehmoment von 280 Newtonmeter über einen sehr breiten Drehzahlbereich an. Während es bei Turbodieseln jenseits von 3.000 Touren meist mit dem Schwung vorbei ist, hat der T FSI Power von 1.700 bis hinauf auf 5.200 U/min. Wer einen sportlichen Sound haben will, muss auch hoch drehen. Im unteren Tourenbereich klingt der Freetrack recht zivil, entwickelt erst im oberen Drehzahlbereich akustisches Temperament.
Nach wie vor nur als Schaltversion
Den 2.0 T FSI gibt es nach wie vor ausschließlich mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Die von uns gefahrene DSG-Variante mit ebenso vielen Gangstufen wird zwar in Spanien, aber nicht hierzulande angeboten. Um mit dem DSG auf hohe Touren zu kommen und damit ab und an sportlichen Klang genießen zu können, wählt man zweckmäßiger Weise den Sportmodus des Doppelkupplungsgetriebes. Über die Schaltwippen hinterm Lenkrad kann man manuell in die Gangwahl eingreifen. Wer sich dabei vertut, wird mit der serienmäßigen Gangempfehlung zu einer ökonomischen Fahrweise ermahnt. Obwohl wir uns fast immer an die Weisungen des Systems hielten und hauptsächlich auf der Landstraße unterwegs waren, zeigte unser Bordcomputer einen stattlichen Verbrauch von 10,3 Liter an. Die Angabe von Seat liegt mit 8,4 Liter auf 100 Kilometer deutlich niedriger.
Weicheres Fahrwerk
Beim Fahrwerk erhält der Altea die gleichen Modifikationen wie der León. Da der Altea für Familien bestimmt ist, wurde das Ziel verbesserten Komforts hier besonders ernst genommen. Vor allem wurden die Federn weicher, die Stabilisatoren sind weniger steif als bisher. Schwammig fühlt sich das Fahrwerk deswegen aber beileibe nicht an, sondern bekommt den Balanceakt zwischen Komfort und Straffheit gut hin. Das neue elektronische Sperrdifferenzial XDS wird anders als beim León nicht eingesetzt.
Etwas über 30.000 Euro
Der Freetrack wird generell in einer namenlosen Basisversion sowie in der Ausstattungsversion 4x4 angeboten. Den 2.0 T FSI mit Allradantrieb gibt es ausschließlich als 4x4, wobei der Preis aber noch nicht feststeht. Die Version mit Schaltgetriebe kostete bisher 30.390 Euro - im gleichen Bereich dürfte sich auch die neue Version bewegen. Ein Billigheimer ist der Freetrack damit nicht, auch wenn Premium-Konkurrenten à la Audi Q5, BMW X3 oder Mercedes GLK weit mehr kosten. So ist das Auto etwa gleich teuer wie der VW Tiguan mit dem alten 200-PS-Turbobenziner, den es ab 30.500 Euro gibt. Einen Ford Kuga mit 200-PS-Turbobenziner erhält man bereits ab 28.500 Euro. Die Ausstattung des Freetrack 4x4 ist allerdings umfangreich. Für Komfort sorgen eine Klimaautomatik, ein CD-Radio, Sportsitze, ein Tempomat, 17-Zoll-Alufelgen, Nebelscheinwerfer, Scheibenwischer- und Fahrlichtautomatik, eine elektronische Einparkhilfe, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber rundum und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Das Sicherheitspaket umfasst sechs Airbags sowie ESP. Seitenairbags für den Fond kann man gegen Aufpreis bestellen.
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