Seinen ersten eigenen Hybridantrieb hat der japanische Hersteller Nissan entwickelt. Erstmals wird die kraftstoffsparende Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor dabei mit Hinterradantrieb und Lithium-Ionen-Akkus gekoppelt. Eingesetzt werden soll die Technik ab 2010 zunächst in einem Fahrzeug der Luxus-Tochtermarke Infiniti. Ein Prototyp ist nun in Tokio präsentiert worden.
Bislang hat Nissan für sein in den USA angebotenes Hybridmodell Altima auf die Technik des Wettbewerbers Toyota zurückgegriffen. Bei der von Nissan entwickelten Version können beide Motoren einzeln oder gemeinsam mit der Antriebswelle verbunden werden. So sind sowohl die rein elektrische Fahrt im Stadtverkehr und die alleinige Fahrt mit dem Verbrennungsmotor als auch gemeinsames Beschleunigen mit beiden Triebwerken möglich. Toyota hingegen setzt auf den sogenannten leistungsverzweigten Hybridantrieb. Der ist zwar technisch komplizierter und teurer, doch kann der Verbrennungsmotor die meiste Zeit im verbrauchsgünstigsten Drehzahlbereich arbeiten, da der elektrische Antriebszweig leistungsfähiger ausgelegt ist.
Kern des Nissan-Hybridsystems ist eine Lithium-Ionen-Batterie, die während der Fahrt vom Verbrennungsmotor geladen wird und auch rückgewonnene Bremskraft speichern kann. Der besonders leistungsfähige Akku soll ab 2010 auch in einem neuen Elektrofahrzeug eingesetzt werden, dessen Prototyp zeitgleich in Tokio Premiere feierte.
Mittwoch August 6