Toyota Plug-in-Hybrid: Kosten und CO2-Ausstoß minimieren

Toyota Plug-in-Hybrid: Kosten und CO2-Ausstoß minimieren

Mit Strom aus einer haushaltsüblichen Steckdose ist in Frankreich ein Hybridauto von Toyota zu Testzwecken unterwegs. Beim Toyota Plug-in-Hybrid (PHV) sollen eine stärkere Batterie und die Möglichkeit der externen Stromaufladung die rein elektrischen Fahranteile erhöhen. Dadurch sinkt der CO2-Ausstoß des Fahrzeugs auf Werte deutlich unter 100 Gramm pro Kilometer. Basis ist der kompakte Elektro-Benzin-Hybrid Prius. Mit vier Fahrzeugen startete der Automobilhersteller jetzt in Paris gemeinsam mit dem französischen Energiekonzern EDF die europäische Testphase.

Mit einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes um bis zu 34 Prozent bei den Einsatzbedingungen in Frankreich rechnet Masatami Takimoto, Vice President der Toyota Motor Corporation und verantwortlich für die Entwicklung des Plug-In Hybriden.

In Deutschland wären unter den derzeitigen Bedingungen der Energieerzeugung etwa 20 Prozent geringere Emissionen zu erwarten. Ein Wert, der sich durch effizientere Kraftwerke und den vermehrten Einsatz beispielsweise der Kraft-Wärme-Kopplung, noch verbessern ließe. Diesen Angaben liegt eine tägliche Fahrtstrecke von 25 Kilometern zu Grunde, wie sie vor allem im städtischen Umfeld und bei Pendlerfahrzeugen üblich ist. Davon werden bis zu zehn Kilometer rein elektrisch zurückgelegt. Die Betriebskosten für den Nutzer würden in Frankreich um etwa 30 Prozent und in Deutschland um rund ein Fünftel sinken. Die Differenz im Einsparpotenzial entsteht durch den Energiemix, mit dem in den jeweiligen Ländern der Haushaltsstrom erzeugt wird und dem Endpreis für die Elektrizität. Der Energiemix der Stromerzeugung spielt auch bei der CO2-Reduzierung eine große Rolle. In Frankreich produziert EDF zu über 90 Prozent Strom mit Atomenergie oder mit Wasserkraftwerken.

Technisch unterscheidet sich der PHV vor allem durch eine doppelt so starke Batterie und den Anschluss für das Stromkabel vom herkömmlichen Toyota Prius. Die Nickel-Metall-Hydrid-Batterie hat eine Speicherkapazität von 13 Ah und lässt sich mit 220-Volt Haushaltsstrom in maximal 90 Minuten komplett laden. Die elektrische Leistung des Fahrzeugs reicht derzeit aus, um unter den Bedingungen des europäischen Fahrzyklus zehn Kilometer mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h ohne Einsatz des Verbrennungsmotors zu fahren. Schon das genügt, um einen großen Teil des durchschnittlichen täglichen Arbeitsweges lokal emissionsfrei zurückzulegen. Ergänzt wird der elektrische Antrieb, wie beim Prius, von einem 1,5-Liter Benzinmotor mit 56 kW/76 PS. Die Gesamt-Systemleitung des Toyota Plug-in HV beträgt 100 kW/136 PS. Günter Weigel/mid

Donnerstag 6. September 2007

Automarkt

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