Innen deutlich wertiger
Bevor wir das Dach öffnen, schauen wir uns um: Innen ist der neue Smart im Vergleich zum Vorfahren wesentlich eleganter und wertiger geworden. Hat die Einrichtung von Nummer Eins noch irgendwie provisorisch gewirkt, geht die Raumgestaltung von Nummer Zwei schon mehr in die Richtung Kleinwagen. Es gibt jetzt eine stimmig integrierte Radioeinheit, außerdem ist die Klimaanlagen-Bedienung sehr viel funktionaler geworden. Optional wird ein abschließbares Handschuhfach angeboten. Die helle Interieurfarbe bei unserem Testwagen gefällt uns gut, auch die zweifarbige Gestaltung der Armaturentafel passt dazu.
Cabrio während der Fahrt öffnen
Wir wollen einen Platz an der Sonne. Per Knopfdruck schiebt sich zunächst das Faltdach nach hinten. Ein weiterer Tastentipp lässt auch den hinteren Teil nach unten gleiten. Wer mag, kann jetzt noch mit wenigen Handgriffen die Dachholme herausnehmen und in einer speziellen Ablage im Kofferraumdeckel verstauen. Das Faltdach und der hintere Teil lassen sich problemlos bis zur Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h öffnen und schließen. Offen fahren ist im Smart keine zugige Angelegenheit. Wir sitzen dank der hohen Frontscheibe recht sturmfrei im Fortwo-Cabrio.
Vier Benziner, ein Diesel
Der von uns getestete Dreizylinder-Turbomotor leistet 84 PS. Der Ein-Liter-Motor ist der große Bruder der 61- und 71-PS-Sauger-Varianten, wobei der 61-PS-Otto nicht für das Cabrio angeboten wird. Im Frühjahr 2007 wird noch ein neuer Dieselmotor mit 45 PS und serienmäßigem Partikelfilter die Reihe ergänzen. Eine mindestens 100 PS starke Brabus-Variante soll im Herbst folgen.
Spurtstarkes Anfahren
Der starke Otto startet weniger mit dem bekannten Dreizylinderrasseln, sondern vielmehr mit einem vielversprechend-grummeligen Geräusch aus Richtung Auspuff. Recht forsch und spurtstark setzt sich der Kleine beim Ampelstart in Bewegung. Die Beschleunigung, auch bei Zwischenspurts, erfolgt souverän und gleichmäßig. Die eigentliche Revolution ist zwischen Rädern und Motor passiert: Das Getriebe wurde wesentlich verbessert. Die Anzahl der Gänge schrumpfte von sechs auf fünf. Neuerdings gibt es die Möglichkeit, per Kickdown gleich zwei Gänge runterzuschalten. Wer den alten Smart kennt, wird den Unterschied bemerken: Beim Gasgeben liegt die Kraft viel schneller an, die Gänge wechseln sowohl im Handbetrieb als auch im Automatikmodus wesentlich ruckfreier als bei der Generation zuvor.
10,9 Sekunden auf Tempo 100
Die Fahrwerte sind recht ordentlich: Der Flitzer sprintet in 10,9 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Das Fahrwerk ist verhältnismäßig komfortabel gefedert und macht auch bei hohen Autobahntempi eine gute Figur. Auch auf der Kurvenstecke lässt sich der Kleine recht schwungvoll bewegen. ESP und ABS sind serienmäßig an Bord. Die mechanische Lenkung arbeitet leichtgängig und direkt bei Überlandfahrten. Wer sich den Smart aber überwiegend für die City kauft, sollte sich für die Servounterstützung entscheiden.
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