- super-starker Motor im SLK 350- kerniger Sound |
- normales Fahrwerk schön straff abgestimmt |
- Sportfahrwerk für den Alltag nicht komfortabel genug |
- schnittige, sportliche Optik |
- bei offenem Dach nur wenig Kofferraum |
- gut gefüllte Serienausstattungsliste |
- recht hoher Preis |
Neue Telematik-Generation
Auch beim Interieur haben die Designer nur behutsam Hand angelegt, und zwar in erster Linie dort, wo das auch der Fahrer tut: am Lenkrad. Dort gibt es beispielsweise umgestaltete Bedientasten. Die Zifferblätter der Instrumente sind neu beringt worden. Und: Alle SLK haben nun NTG 2.5 an Bord. Die verwirrende Abkürzung steht für Neue Telematik Generation und bedeutet, dass die Geräte umfassend überarbeitet wurden. So hat die Spitzenausführung Comand APS in unserem Testwagen nicht nur eine super-schnelle Festplattennavigation, sondern kann auf der 20 Gigabyte großen Platte vier Gigabyte Musik speichern das sind etwa 1.000 Titel. Die Sprachsteuerung Linguatronic jetzt ist ebenfalls beim Comand APS dabei. Gegen Aufpreis gibt es im Handschuhfach einen Anschluss für mobile Audiogeräte und ein Harman-Kardon-Logic7-Soundsystem.
Nach 22 Sekunden ist der SLK offen
Doch wir wollen den Klang hören, den die neuen Auspuffenden und der überarbeitete Motor erzeugen. Also drücken wir den Verdeck-Knopf in der Mittelkonsole und haben 22 Sekunden später den Blick auf den Himmel frei. Das Dach faltet sich im Heck zusammen und schrumpft dort leider nicht nur das Kofferraumvolumen von 300 auf 208 Liter, sondern nimmt auch die Möglichkeit, das darunter liegende Sperrgepäck auszuladen.
Kein Startknopf
Dieses Problem interessiert uns momentan herzlich wenig, wir wollen den Tag an der Côte dAzur genießen. Wir müssen den Zündschlüssel drehen, um den Motor zu starten und diese Bewegung fällt angenehm auf: Es gibt keinen Startknopf. Schön. Unser SLK wird vom 3,5-Liter-V6 fortbewegt, einer von derzeit vier Möglichkeiten, den Mercedes-Roadster anzutreiben.
Vierzylinder überarbeitet
Den Einstieg stellt der 200 Kompressor dar. Dessen überarbeitetes Vierzylinder-Aggregat bekommt ein Plus von 21 PS. Durch Modifikationen leistet der 1,8-Liter-Motor nun 184 PS und soll, dank geänderter Motorsteuerung und eines geänderten Laders, nun einen ganzen Liter Sprit weniger verbrauchen. Gefeilt wurde auch am V6 des SLK 280: Zwar liefert der Dreiliter nach wie vor 231 PS, der Verbrauch soll aber um 0,4 Liter gesunken sein. Nichts verändert wurde an der Maschine des Spitzenmodells, dem SLK 55 AMG: Dessen V8 holt unverändert 360 PS aus 5,5 Liter Hubraum.
33 PS mehr beim SLK 350
Kommen wir wieder zu unserem SLK 350, dem Mercedes den Zusatz Sportmotor verpasst. Der Hochdrehzahl-Otto erreicht 305 PS bei 6.500 Touren. Das sind immerhin 33 PS mehr als beim Vorgänger. Den Beschleunigungswert von 5,4 Sekunden auf Tempo 100 müssen wir uns wirklich auf der Zunge zergehen lassen so eine Zahl erreichten vor wenigen Jahren nur reinrassige Sportwagen. Der Klappdach-Benz stürmt mit diesem Aggregat gewaltig los und entwickelt einen immensen Vortrieb. Die Sitzlehne im Rücken zu spüren, den Fahrtwind sanft, aber präsent im Haar zu haben und die warme Luft aus dem Airscarf machen die SLK zum Spaßmobil für warme Tage.
Kehliges Blubbern
Doch noch bemerkenswerter ist der Sound, den der SLK beim rasanten Beschleunigen liefert. Das Repertoire reicht vom kehligen Blubbern über ein sonores Brummen bis zum heiseren Brüllen bei Vollgas. Ein leises Hicksen beim raschen Lastwechsel gibt der SLK-Musik einen zusätzlichen Kick. Wenn man sich, wie wir, diese Geräuschkulisse in einem der zahlreichen Straßentunnel rund um Nizza reinzieht, wird das Kind im Manne geweckt und dem Spieltrieb beim Hin- und Herschalten freien Lauf gelassen.
Automatik mit Paddles
Erfreulicherweise lässt sich der Wunsch nach spontaner Veränderung der Drehzahl auch schnell erfüllen. Der SLK 350 lässt sich optional mit einer 7G-Tronic bestücken und diese wiederum mit Lenkrad-Schaltpaddles aufrüsten. Die Automatik dürfte zwar gern noch schneller hoch- und runter schalten, arbeitet aber während dieser Vorgänge so sanft, dass wir die Gangwechsel fast nur an der Stellung der Drehzahlmessernadel bemerken. Zudem gibt das Getriebe beim Runterschalten Zwischengas.
Sportfahrwerk zu straff
Der Zusatz Sport ist beim Fahrwerk allerdings nur Leuten zu empfehlen, die ein Sportfahrwerk unbedingt brauchen. Bereits die Normalausführung des Unterbaus ist so straff abgestimmt, dass die Kurvenlage für Freizeit-Sportfahrer ausreichend dynamisch ist. Die extra-straffe Variante lässt, besonders bei schlechter Wegstrecke, viel an Federungs-Komfort vermissen.
Neue Direktlenkung
Ein interessantes Novum ist die neue Direktlenkung, die gegen Aufpreis in den SLK eingebaut wird. Sie unterstützt uns so: Während wir schnell geradeaus fahren, ist sie etwas indirekt und vermittelt das Gefühl, den SLK stabil im Griff zu haben. Schon ab fünf Grad Lenkeinschlag wird die Lenkung spürbar direkter, bleibt aber leichtgängig. Zudem müssen wir weniger kurbeln eine viertel Drehung weniger von Anschlag zu Anschlag soll es sein. Dass das neue Feature vor allem beim Parken hilfreich ist, haben wir beim Rangieren für unsere Fotoshooting im Hafen von Monaco deutlich bemerkt.
Ab 36.503 Euro
Der Einstiegspreis für den SLK 200 Kompressor beträgt 36.503 Euro, unser SLK 350 Sportmotor hat einen Grundpreis von 46.975 Euro, für die 7G-Tronic wären noch einmal 2.534 Euro fällig. Der Preis lässt sich also mit V6 und ein paar Features obendrauf locker auf über 50.000 Euro bringen. Da ist der AMG schon ab Werk deutlich drüber: Er ist für mindestens 69.049 Euro zu haben.
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| Durchschnittspreis | 1.33 | 1.411 | 1.408 | 1.482 |
| Günstigster Preis | 1.296 | 1.366 | 1.366 | 1.426 |