Masseur auf Stand-by
Das Platzangebot lässt keine Wünsche offen. Vorne wie hinten verfügt man selbst als Hüne über mehr als komfortable Bein- und Kopffreiheit. Und sollten Sonne oder lästige Blicke von draußen stören, schafft das elektrische Sonnenrollo an der Heckscheibe Abhilfe. Luxus pur ist auch die Massagefunktion, die beim Viersitzer auf allen Plätzen aktiviert werden kann. Auf längeren Autobahnfahrten ist diese Option Gold wert.
Wohlfühl-Atmosphäre
Auch für die standesgemäße Luftzufuhr ist gesorgt. Die Klimaautomatik mit Vier-Zonen-Temperaturregelung lässt sich beim Viersitzer an jedem Platz individuell einstellen. Wer möchte, hat auch die Möglichkeit, sein Hinterteil in drei verschiedenen Stufen belüften lassen. Wem das zu kühl wird, der kann die Sitzheizung aktivieren. Apropos Wärme: Kalte Hände am Lenkrad sind passé, denn auch das Lenkrad ist auf Wunsch beheizbar.
Pure Kraft
Für den langen Luxusliner von VW stehen, wie in der kürzeren Version, vier Triebwerke zur Auswahl: drei Benziner und ein Diesel. Unser Testwagen wird vom 335 PS starken 4,2-Liter-V8-Motor angetrieben. Acht Zylinder pure Power mit einem maximalen Drehmoment von 430 Newtonmeter tragen dazu bei, dass der 2,2 Tonnen schwere Gigant ordentlich aus der Reserve gelockt werden kann. Mit dem Sechsgang-Automatikgetriebe und dem permanenten Allradantrieb 4Motion, über den jeder Phaeton verfügt, beschleunigt der Riese in 6,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Bleibt man auf dem Gaspedal, sprintet er mit Leichtigkeit auf Tempo 250 km/h. Dann ist allerdings Schluss, denn auch unser Phaeton regelt bei 250 ab. Die vielen Pferde wollen aber gefüttert werden, und zwar nicht zu knapp. VW gibt einen kombinierten Kraftstoffverbrauch von 13 Liter an, bei unserem straffen Test verschwinden 15,9 Liter pro 100 Kilometer aus dem Tank. Gut ist, dass man dank des Volumens von 90 Liter nicht ständig nachfüttern muss.
Sanfte Automatik
Die Sechsgang-Automatik sorgt für standesgemäßen Fahrkomfort. Im Normalmodus schaltet sie sanft mit kaum merkbaren Übergängen. Ganz anders sieht es aus, wenn man in den Sportmodus wechselt. Die Übergänge sind dann deutlich zu spüren, denn im Sportmodus wird höher gedreht. Das macht sich auch in der Akustik bemerkbar. Während sich der Phaeton im Normalmodus recht kultiviert gibt, sind in der sportlichen Betriebsart die üppigen Pferdchen deutlich zu hören. Auch die Schaltung per Hand ist möglich, hierfür wird der Automatikhebel nach rechts in die Position Manuell geschoben.
Guter Grip
Die Straßenlage des Phaeton ist ausgezeichnet, auch bei höheren Geschwindigkeiten hat er dank permanentem Allradantrieb einen guten Grip und klebt am Asphalt. Nur die Lenkung vermindert das Fahrvergnügen etwas, bei hohem Tempo reagiert sie ungenau und schwammig. Die Bremsen sind gut, allerdings gewöhnungsbedürftig: Man muss schon ein wenig stärker aufs Pedal treten, bis sie greifen. Hat man den Druck aber raus, kommt man exakt zum Stehen.
Frischzellenkur für den Riesen
Unser Testwagen ist mit den neuesten Features ausgestattet. Vor allem der Spurwechselassistent Side Assist, die Umfeldbeobachtung Front Assist und die automatische Distanzregelung ACC haben es uns angetan. Besonders auf langen Strecken stellen sich die Hightech-Helferlein als angenehme und hilfreiche Funktionen heraus. Der Front Assist passt im Zusammenspiel mit der automatischen Distanzregelung das Tempo den Verkehrsgegebenheiten an. Ist im Tempomat die gewünschte Geschwindigkeit eingestellt, braucht man hier nichts weiter zu tun, als das Fahrzeug auf Spur zu halten. Verringert sich der Abstand zum vorausfahrenden Verkehr zu sehr, bremst das System selbsttätig soweit ab, bis sich wieder genügend Platz zwischen dem Phaeton und dem Vordermann befindet, im Notfall auch bis zum Stillstand.
Toter Winkel ade
Auch der Spurwechselassistent leistet gute Dienste. Den toten Winkel braucht man damit nicht mehr zu fürchten. Das System erkennt Autos im schlecht einsehbaren Bereich und weist durch ein Warnlicht im Außenspiegel darauf hin.
Ab 95.303 Euro
Die Basisversion unserer extralangen V8-Limousine ist für 95.303 Euro zu haben, mit der umfangreichen Sonderausstattung kostet sie 125.910 Euro.
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