Automatisch zuschaltender Allradantrieb
Der Allradantrieb bedient sich bei normalen Straßenverhältnissen der Vorderräder. Bei nachlassender Traktion schaltet sich die Hinterachse automatisch zu. Maximal gelangen 70 Prozent der Kraft nach hinten. Unterstützt wird das System durch eine elektronische Differenzialsperre, die es in der Panda-Allradreihe nur beim Cross gibt. Ist sie eingeschaltet, wird bei einem durchdrehenden Heckrad die Antriebskraft auf das andere Rad umgelenkt.
Schwacher Diesel
Während es die anderen Allradvarianten des Panda auch mit einem 60-PS-Benziner gibt, wird der Cross ausschließlich mit einem 1,3-Liter-Turbodiesel angeboten. Dieser Motor ist mit seinen 70 PS der stärkste Antrieb im Panda. Der gebotene Vortrieb ist jedoch enttäuschend. Zunächst stört das deutliche Turboloch, aber auch sonst zieht der Diesel wenig. In Zahlen ausgedrückt: Für den Sprint auf Tempo 100 braucht der Kleine volle 18 Sekunden. Damit ist das Fahrzeug noch drei Sekunden langsamer als das 55 PS starke Grundmodell des Panda.
Kein Partikelfilter
Auf dem gleichen bescheidenen Niveau wie beim Basismodell liegt die Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Den Spritverbrauch gibt Fiat mit 5,3 Litern an das ist zwar ein Liter mehr als der Fronttriebler braucht, aber immer noch ein akzeptabler Wert. Doch während beim Fronttriebler gegen Aufpreis ein Partikelfilter verfügbar ist, gibt es diesen für den 4x4 1.3 Multijet nicht. Mit dem Motor wird eine Fünfgang-Schaltung kombiniert, die ein wenig hakelig ist.
Unangenehmes Kurvengefühl
Der Cross besitzt eine harte Federung und ein Fahrwerk, das für Wankbewegungen wenig anfällig ist: Wenn man neben dem Auto stehend ein wenig an der Dachreling rüttelt, bewegt sich die Karosserie kaum. Dennoch entsteht in der Kurve der Eindruck, nach außen zu schaukeln. Dies liegt an der hohen Sitzposition, welche die Querneigung deutlicher spürbar macht. Ein ESP ist für den Panda nicht verfügbar. Unangenehm in Kurven fällt auf, dass die Sitze kaum Seitenhalt bieten.
Verschiebbare Rücksitzbank empfehlenswert
Auf den beiden rückwärtigen Sitzplätzen ist der Komfort ebenfalls eher gering: Die Kniefreiheit ist kleiner als in der Economy-Klasse der Lufthansa, und Erwachsene finden nur durch die flexible Bespannung der Vordersitzlehnen Platz für die Knie. Die verschiebbare Rücksitzbank für 250 Euro ist daher empfehlenswert damit kann man je nach Bedarf entweder den Knieraum vergrößern oder den Kofferraum. Der kann die Expansion gebrauchen, denn im Normalzustand passen nur 200 Liter Gepäck hinein. Legt man die Sitzlehnen um, ergeben sich 855 Liter. Der Stauraum ist jedoch nicht gut nutzbar, da der Panda bei weitem keine ebene Ladefläche bietet.
Preis gerechtfertigt aber nicht günstig
Den Panda 4x4 Cross gibt es zum Preis von 16.750 Euro. Für einen Kleinstwagen ist das viel Geld. Bekommt man dafür doch auch schon einen VW Golf mit 75 PS und etwas Zusatzausstattung. Allerdings ist der Allrad-Panda für seine Klasse sehr gut ausgestattet. Zusätzlich zur Ausstattung des Climbing besitzt er neben der elektronischen Differenzialsperre und den erwähnten Optikdetails eine Klimaanlage, 15-Zoll-Alufelgen, ein Lederlenkrad, ein CD-Radio, elektrisch einstellbare Außenspiegel und Nebelscheinwerfer. Damit erscheint der Aufpreis von 2.500 Euro gegenüber dem Climbing gerechtfertigt ein Preisvorteil ergibt sich jedoch nicht.
(sl)
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