Dienstag April 8
Viele Verkehrsteilnehmer regen sich über zu schnell fahrende Motorradfahrer auf. Häufig ist dass berechtigt, denn viele Biker fahren aus Gründen der Fahrphysik intuitiv schneller als gewollt. Langsames Fahren sollte deshalb trainiert werden.Häufig lässt sich ein Motorrad bei höherer Geschwindigkeit besser handhaben als bei geringem Tempo. Bis zu rund 25 km/h befindet sich ein Bike in einem labilen Zustand, in dem es umkippen kann. Zudem reicht die Geschwindigkeit noch nicht aus, um die Maschine aufzurichten. Erst bei höherem Tempo setzt je nach Modell die Kreiselstabilisationskraft ein, der Gyroskopische Effekt. Diese Kraft nimmt abhängig von Radius, Gewicht und Gewichtsverteilung sowie Geschwindigkeit zu, so dass ein Ausbalancieren durch den Fahrer kaum noch nötig ist.
Doch ein guter Motorradfahrer ist daran zu erkennen, dass er langsam fahren kann. Denn hierbei zeigt sich, wie gut er die Maschine handhaben und mit seiner Aktion die Gewichtsverteilung ausgleichen kann. Dies kommt besonders im Stop-and-go-Verkehr, bei der Parkplatzsuche, in engen Straßen und auf schmalen Bergpässen zum Tragen. Daher sollte jeder Motorradfahrer das langsame Fahren üben, um sein Bike in allen Situationen möglichst gut im Griff zu haben.
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