Donnerstag Mai 8
Mit sportlichem Design und neuer Technik will die vierte Generation des Seat Ibiza frischen Wind in die Kleinwagenliga bringen. Der Spanier greift als erstes Konzernmodell auf die neue Polo-Plattform zurück, noch bevor die Wolfsburger Verwandtschaft diese nutzen kann. Vier Motoren, drei Benziner und ein Diesel, mit einem Leistungsspektrum von 51 kW/70 PS bis 77 kW/105 PS und drei Ausstattungsvarianten stehen bei Markteinführung zur Auswahl. Die Preise beginnen bei 12 500 Euro für die fünftürige Version, der sportlicher ausgerichtete Dreitürer folgt im Herbst und kostet 1 000 Euro weniger. Lobenswert: In beiden Fällen ist ESP bereits ab Werk dabei.Schon die in Genf gezeigte Studie Bocanegra ließ erahnen, dass bei Seat der Mut zu einer aussagekräftigen Formensprache herrscht. Die Serienversion hat Designchef Luc Donckerwolke zu einem Bonsai-Macho gestaltet: Das Außenblech der wichtigsten Baureihe der Spanier beeindruckt durch ein gekonntes Wechselspiel von Kanten, Sicken und Muskelsträngen. Die Leuchten und der Kühlergrill sitzen nun tiefer, die Kontur der Motorhaube verjüngt sich zur Front hin.
Trotz aller sportlichen Design-Attitüde ist die Motorenauswahl am Kleinwagenmarkt orientiert. Die Aggregate sind alte Bekannte aus der dritten Ibiza-Generation, wurden aber überarbeitet und sollen nun sparsamer ihren Dienst verrichten. Allerdings gibt es mittlerweile modernere und effizientere Triebwerke im Konzern, die aber in absehbarerer Zeit hier nicht verbaut werden. Rund zwei Drittel aller Bestellungen werden nach Einschätzung des Herstellers wie schon beim Vorgänger wohl auf den 1,2-Liter-Benziner mit 51 kW/70 PS fallen.
Der Dreizylinder ist für Fahrten in der Stadt ausreichend. Zwar ist er kein Sprinter, belohnt den Fahrer aber an der Zapfsäule mit mäßigem Verbrauch. 5,9 Liter gibt der Hersteller an. Darüber angesiedelt sind der 1,4-Liter-Ottomotor mit 63 kW/85 PS und der 1,6-Liter-Benziner mit 77 kW/105 PS. Genauso stark ist der alternativ angebotene 1,9-Liter Pumpe-Düse-Selbstzünder. Zwei weitere Diesel mit 59 kW/80 PS und 66 kW/90 PS folgen im Laufe des Jahres. Eine sparsame "ecomotive"-Ausgabe, die CO2-Werte von unter 100 g/km erreichen soll, ist ebenso in Planung wie ein optionales Siebengang-DSG-Getriebe. Bis dahin erfolgt bei allen Aggregaten die Kraftübertragung über eine Fünfgang-Schaltung. Das Fahrwerk ist kommod abgestimmt.
Der Innenraum ist konventionell gestaltet, macht aber bei Materialauswahl und Verarbeitung einen guten Eindruck. Mit einer Länge von 4,05 Metern gehört der Ibiza zu den "Großen" im Segment. Die neue technische Basis ermöglicht einen längeren Radstand von 2,47 Metern, so dass das Platzangebot für die Passagiere im Fond ordentlich ausfällt. Das Kofferraumvolumen bewegt sich mit Werten zwischen 292 Litern und 847 Litern auf üblichem Niveau. Es stört aber die hohe Ladekante. Pfiffig ist die Idee, für mobile Navigationsgeräte einen kabellosen Systemstecker anzubieten, der eine Saugnapfhalterung überflüssig macht. Die Geräte werden in eine Halterung eingesetzt, am Ende der Fahrt nimmt man die Orientierungshilfe einfach wieder heraus. Neben dem serienmäßigen Schleuderschutz ESP punktet der Ibiza mit einer guten Komfortausstattung, die ab Werk außer einer Klimaanlage (Aufpreis: 900 Euro oder Serie ab zweitem Ausstattungsniveau) die wesentlichen Bedürfnisse erfüllt. In den zwei höheren Versionen bleibt dann kaum ein (Kleinwagen)-Wunsch offen - inklusive Nebelscheinwerfer mit Abbiegelichtfunktion. Wer möchte, kann sogar Bi-Xenon-Scheinwerfer samt Kurven- und Tagfahrlicht ordern.
Der Seat Ibiza soll und könnte helfen, die Absatzzahlen von Seat wieder nach oben zu treiben. Der Dreitürer und eine angekündigte Kombi-Variante werden sicherlich das Ihrige zu dieser Entwicklung beitragen. Und spätestens, wenn die leistungsstarke Cupra-Version kommt, kann der Ibiza den Macho richtig heraushängen lassen. Elfriede Munsch/mid
Technische Daten Seat Ibiza:
Fünftüriger Kleinwagen mit Steilheck, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,05 Meter/1,70 Meter/1,45 Meter, Kofferraumvolumen 292 bis 847 Liter;
1,2-Liter Dreizylinder-Ottomotor mit 51 kW/70 PS, Höchstgeschwindigkeit 163 km/h, Spurt von 0 auf 100 km/h 15 s, Verbrauch 5,9 Liter, CO2-Ausstoß 139 g/km; ab 12 490 Euro;
1,4-Liter Vierzylinder-Ottomotor, 63 kW/85 PS, 175 km/h, 12,2 s, 6,2 Liter, 149 g/km; ab 15 660 Euro;
1,6-Liter Vierzylinder-Ottomotor, 77 kW/105 PS, 187 km/h, 10,5 s, 6,6 Liter, 157 g/km; ab 15 760 Euro;
1,9-Liter-Dieselmotor mit Partikelfilter, 77 kW/105 PS, 186 km/h, 10.6 s, 4,5 Liter, 119 g/km; ab 17 690 Euro.
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.535 | 1.575 | 1.575 | 1.671 |
| Günstigster Preis | 1.498 | 1.519 | 1.519 | 1.579 |