- durchzugsstarker Motor- hohe Laufruhe |
- agiles Lenkverhalten |
- mäßiger Abrollkomfort |
- attraktives Design |
- ungünstige Sitzposition für große Personen |
- gutes Preis-Leistungsverhältnis- reichhaltige Serienausstattung |
Sommer, Sonne, Spider
Strahlender Sonnenschein lacht uns an, als wir uns einen Spider 1.8 TBi schnappen und das serienmäßige elektrische Verdeck öffnen. Von außen machen vier Auspuffendrohre und die optionalen dunkelgrauen Alufelgen mächtig was her. Auffallend ist die Breite des Spider, die 1,83 Meter beträgt. Formal ist der Roadster bullig geraten, die Feingliedrigkeit der Urversionen fehlt ihm. Gibt es als Ausgleich wenigstens viel Platz im Innenraum? Nur bedingt: Bein- und Ellbogenfreiheit überzeugen, doch über 1,85 Meter große Fahrer rücken unangenehm nah an den Rahmen der flachen Frontscheibe. Hinzu kommt, dass sich aufgrund mangelnder Einstellmöglichkeiten der Innenspiegel massiv ins Sichtfeld schiebt. Mehr Freude bereitet da schon das appetitlich drapierte Armaturenbrett, dass wie früher bei BMW fahrerorientiert ist. Leder und Aluminium sorgen für den nötigen Pep, die drei kleinen Uhren für Tank, Kühlwasser und Ladedruck bringen Rennatmosphäre ins Cabrio.
Dezent unterwegs
Alfa erwartet beim Spider, dass sich rund 60 Prozent der Käufer für den neuen Benziner entscheiden werden, der den bisherigen 2.2 JTS mit 185 PS ablöst. Wir drücken mit diesem Gedanken im Hinterkopf den Startknopf und los geht's. Nichts Geringeres als die "Rückkehr des Fahrspaßes" versprechen die Italiener. Zunächst fällt auf, dass nichts auffällt beziehungsweise kein Alfa-typischer Klang an das Ohr des Fahrers dringt. Auch während des Fahrens hält sich das Triebwerk akustisch zurück. Die einzige Auffälligkeit ist ein leichtes Brummen beim Gasgeben. Allerdings scheint sich der Hersteller bereits bewusst zu sein, dass es die Alfisti nach schönen Geräuschen gelüstet und verspricht Abhilfe.
Gut in Form
Ansonsten leistet sich der 1.8 TBi keine nennenswerten Patzer. Ohne fühlbare Anfahrschwäche nimmt unser Spider Fahrt auf und zieht kräftig vom Fleck weg. Man merkt schnell, dass die 320 Newtonmeter bei 1.400 Touren kein Papiertiger sind. Positiv ist der gleichmäßige Druckaufbau, hier kommt die frühe Drehmomentspitze zum Tragen. Auch auf der Autobahn macht der elastische Motor seine Sache sehr gut. Laut Alfa beträgt die Beschleunigung von 70 auf 120 km/h im sechsten Gang elf Sekunden, womit der neue Motor noch den 11,8 Sekunden eines Lamborghini Gallardo mit 519 PS liegen soll. Apropos Gänge: Sie lassen sich dank kurzer Schaltwege und eines kurzen Knüppels gewissermaßen aus dem Handgelenk schütteln. Automatikfreunde müssen sich indes noch etwas gedulden: Ein Doppelkupplungsgetriebe ist noch in der Entwicklung. Ein Kritikpunkt gibt es dann doch, der aber dem Spider an sich zuzuschreiben ist: Die sehr straffe Federung schmälert den Abrollkomfort beträchtlich.
Attraktive Preise
Nicht nur die Optik des Spider, auch seine Preise begeistern. Zeitgleich zur Einführung des neuen Benziners wurden die Preise gesenkt. Statt der bisherigen 33.750 Euro für den 2.2 JTS müssen zukünftig nur noch 31.950 Euro zum Händler mitgebracht werden. Dabei kann sich schon die Basisausstattung sehen lassen: Sie umfasst unter anderem Knieairbags, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, 17-Zoll-Alus, ein elektrisches Verdeck und ein CD-Radio. Ein vergleichbarer Audi TT 2.0 TFSI Roadster mit ebenfalls 200 Turbo-PS kommt auf mindestens 34.450 Euro. Für besonders Schnellentschlossene bietet Alfa den Spider 1.8 TBi bis Ende Juni 2009 für 29.990 Euro an. Noch günstiger wird es für Alfisti mit Anhang, da der Motor auch in anderen Modellen der Marke zum Einsatz kommt: Die 159 1.8 TBi Limousine gibt es bis 30.6.2009 bereits für 24.990 Euro.
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