- gute Beschleunigungswerte |
- Beschleunigungsgefühl eher durchschnittlich |
- guter Federungskomfort |
- störendes Wanken in scharfen Kurven |
- flexibel nutzbarer Innenraum |
- versenkbare Sitze wären praktischer |
- günstiger als Renault Scénic |
- Citroën Xsara Picasso durch Rabatt noch günstiger |
Viel Platz im Fond
Noch mehr Lob gebührt dem Platz im Fond. Fast möchte man den Roomster als Chauffeurslimousine apostrophieren, so viel Raum haben hier die Knie und so hoch ist das Dach. Erfreulich sind auch die hohe Sitzposition man sitzt höher als vorne und die erwähnten großen Fenster. Ist das Panoramadach eingebaut, können Kinder auf der Fahrt in den Süden die Berge anstaunen. Die drei Einzelsitze im Fond lassen sich längs um 15 Zentimeter verstellen. Je nach Sitzposition liegt das Kofferraumvolumen bei 450 bis 530 Litern und damit im Bereich von Kombis der Golfklasse.
Variables Sitzsystem
Auch sonst ist der Roomster innen variabel. Die so genannten Tumble-Sitze lassen sich zusammenklappen und anschließend in die Senkrechte bewegen sogar ohne die Kopfstützen einzufahren. In senkrechter Position müssen sie mit Expandern an den Vordersitzen befestigt werden. Außerdem kann man die Sitze wie bei vielen Kompaktvans ausbauen. So ergeben sich maximal 1.780 Liter Stauraum. Da die Möbel auf einer Querschiene befestigt sind, kann man außerdem den mittleren Sitz entfernen und die äußeren Sitze nach innen schieben, sodass die Kids hinten mehr Platz haben. Insgesamt bietet der Roomster ein variables Sitzsystem, wie man es von vielen Vans kennt. Allerdings gefallen uns Systeme, bei denen die Sitze im Boden verschwinden wie etwa beim Opel Meriva noch besser. Denn hier entfällt das lästige Herauswuchten der Sitze, und man braucht für das Gestühl keinen Platz in der Garage zu reservieren.
Drei Benziner und drei Diesel
Den Roomster gibt es mit drei Benzinern und drei Dieseln. Die stärkste Variante mit Ottomotor besitzt einen 105 PS starken 1,6-Liter-Motor. Serienmäßig wird damit eine Fünfgang-Schaltung kombiniert. Ab Oktober 2006 ist gegen 1.000 Euro Aufpreis auch eine Sechsgang-Tiptronic mit manueller Schaltmöglichkeit am Wahlhebel verfügbar. Die Handschaltversion des Top-Benziners spurtet in 10,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Spitze von 184 km/h. In der Praxis sind kaum Schwachpunkte an dem Motor zu monieren. Was die Lautstärke angeht, kann man dem Aggregat nichts vorwerfen. Das Beschleunigungsgefühl hält sich allerdings im Rahmen, was vielleicht daran liegt, dass das Maximaldrehmoment erst kurz unter 4.000 Touren zur Verfügung steht.
Flinke Roomster-Version
Die von uns gefahrene 105-PS-Version ist mit den Basisvarianten der genannten Kompaktvans vergleichbar. Der 100-PS-Scénic verbraucht 7,2 Liter Super auf 100 Kilometer, also nur wenig mehr als der Roomster mit seinem Verbrauch von 7,0 Litern. Der Renault lässt sich aber mit 14,3 Sekunden über drei Sekunden länger Zeit für den Spurt auf Tempo 100. Der Xsara Picasso benötigt mit 7,3 Litern Sprit nochmals ein wenig mehr und erreicht mit 12,6 Sekunden ebenso wenig die Sprintzeit des Roomster. Dabei sind Xsara Picasso und Scénic mit etwa 1,3 bis 1,4 Tonnen nicht schwerer als der Roomster. Hier kommt der Skoda also gut weg er sprintet deutlich schneller bei etwa gleichem Verbrauch.
Und der Preis?
Wir haben den Roomster immer wieder mit Scénic und Xsara Picasso verglichen. Aber wie steht es mit dem Preis? Sind die Kompaktvans nicht deutlich teurer? Die Einstiegsversion des Roomster ist mit 12.990 Euro in der Tat recht günstig das kommt von der sparsamen Motorisierung mit 64 PS. Beim Scénic gehts mit 100 PS los, beim Xsara Picasso gar erst bei 109 PS. Die von uns gefahrene Version 1.6 16V lässt sich mit diesen Varianten aber gut vergleichen.
Citroën Xsara Picasso deutlich günstiger
Bei Skoda bezahlt man 16.490 Euro für die Version Style. Sie ist schon recht umfangreich ausgestattet. So sind hier sechs Airbags, ein ESP, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne, eine Klimaanlage und ein CD-Radio an Bord. Für den Scénic zahlt man mit 17.500 Euro einen Tausender mehr, und der Xsara Picasso steht sogar mit 18.450 Euro in der Serienpreisliste. Doch mit dem bei Citroën üblichen Riesenrabatt wird es erheblich günstiger: Schlappe 5.500 Euro billiger wird der Kompaktvan damit und kostet dann nur noch 12.950 Euro, also etwa 3.500 Euro weniger als der getestete Roomster. Da kann Skoda nicht mithalten und kaum ein anderer Kompaktvan.
(sl)
Teilen Sie Ihr wissen
ADAC - Staumeldungen: