- kräftiger Antrieb |
- im Leerlauf nicht besonders leise |
- komfortable Federung |
- meldet kurze Stöße nach innen |
- gelungene Optik, auch sieben Sitze zu haben |
- integriertes Navi erst ab 2010 |
- Grundpreis unter 30.000 Euro |
- unflexible Paketpolitik |
Jetzt auch für sieben Leute
Ebenfalls stark aufgeräumt wurde der Innenraum. Obwohl der Radstand um einen Zentimeter auf 2,70 Meter verkürzt wurde, haben alle genug Platz. Im Fond haben wir genügend Raum für Kopf und Knie und genießen die Möglichkeit, die Neigung der Rückenlehne stufenlos zu verstellen. Nur die weit nach vorn gezogenen Radkästen stören ein wenig beim Ein- und Aussteigen. Brandneu ist die Option, zwei Einzelsitze für die dritte Reihe zu bestellen. Die Stühle können kinderleicht in den Kofferraumboden geklappt werden. Um die dritte Reihe zu erreichen, werden in der Mittelreihe die äußeren Sitze zweifach nach vorn geklappt. Ist das Zusatzgestühl nicht an Bord, gibt es unter einer Klappe im Kofferraum ein zusätzliches Fach für Krimskrams. Beim Fünfsitzer beträgt der maximal nutzbare Stauraum von 531 bis zu 1.582 Liter, der Siebensitzer bietet je nach Konfiguration von 111 bis zu 1.546 Liter Raum.
Navi ab Werk erst Mitte 2010
Dem Cockpit haben die Renovierungsarbeiten gut getan. Die bequemen Sitze unseres Testwagens sind mit braunem Leder bezogen und bieten genügend Seitenhalt. Braun sind auch die Holzapplikationen an der Armaturentafel - wer das nicht mag, kann auch ein schwarzes Interieur bestellen. Die Instrumente hinter dem Vierspeichen-Lenkrad stecken in Zylindern und leuchten farbig dreidimensional. Zu den optionalen Features gehört eine Rückfahrkamera, deren Bild im Innenspiegel angezeigt wird. Nur auf eine großes Navi ab Werk müssen Sorento-Kunden noch bis Mitte 2010 warten. Bis dahin kann eine Nachrüstlösung bestellt werden.
Sparsamere Motoren
Downsizing ist auch bei Kia ein großes Thema: So werden für den Sorento ein 2,4-Liter-Benziner mit 174 PS und ein 2,2-Liter-Diesel mit 197 PS angeboten. Ein Sechszylinder-Otto wie beim Vorgänger ist hierzulande nicht mehr zu haben. Die beiden neuen Motoren leiten ihre Kraft entweder auf eine Sechsgang-Handschaltung oder eine Sechsstufen-Wandlerautomatik mit manueller Gasse.
Kräftiger Diesel
Unsere Testwagen hat die Automatik in Kombination mit dem Dieselmotor an Bord. Die Maschine ist im Leerlauf nicht besonders leise, bleibt aber bei normaler Reisegeschwindigkeit akustisch im Hintergrund. Bereits vom Start weg zieht der Selbstzünder druckvoll los, das maximale Drehmoment von 436 Newtonmeter liegt schon bei 1.800 Touren an und wird bis 2.500 Umdrehungen gehalten. Das Getriebe verrichtet seinen Dienst sanft, dürfte aber beim Kickdown gerne schneller reagieren. Insgesamt bietet der Automatik-Sorento 2.2 CRDi mit einem Sprint von 10,0 Sekunden und einer Spitze von 190 km/h ordentliche Fahrleistungen. Den Verbrauch der Euro-5-Maschine beziffert Kia mit 7,4 Liter.
Vierradantrieb mit neuen Features
Wir empfinden das neue Kia-SUV als geeignetes Fortbewegungsmittel für lange Strecken. Das Fahrwerk schluckt Bodenunebenheiten komfortabel weg und meldet nur kurze Stöße, beispielsweise beim Überfahren von Kanaldeckeln, spürbar nach innen. Wir können mit dem Sorento auch recht dynamisch unterwegs sein, allerdings ist die Lenkung ist für eine sportliche Fahrweise zu indirekt abgestimmt. Dennoch macht Kurvenfahren Spaß, denn die Karosserie neigt sich nicht übermäßig zu den Seiten.
Jetzt auch Frontantrieb
Beide Motorisierungen lassen sich erstmals entweder mit einem reinen Frontantrieb (2WD) oder einem permanenten Allradantrieb (4WD) bestellen. Letzterer verteilt die Kraft elektronisch. Bei normaler Fahrt auf Asphalt werden nur die Vorderräder mit Kraft versorgt. Wenn es vorn keine Bodenhaftung mehr gibt, schickt die Elektronik bis zu 50 Prozent nach hinten. Per Knopfdruck kann die Verbindung auch gesperrt werden, um auf glattem Untergrund besser voranzukommen. Ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h geht der Antrieb wieder in den Automatik-Modus über. Zu den neuen Features sowohl vom 4WD als auch vom 2WD gehören eine Berganfahr- und eine Bergabfahrhilfe. Letztere ermöglicht bei starkem Gefälle eine kontrollierte Abfahrt.
Ab 28.505 Euro
Der neue Sorento ist ab 28.505 Euro zu haben. Dafür bekommt man den 2,4-Liter-Benziner mit Frontantrieb und Handschaltung. Der von uns gefahrene Diesel kostet als Fronttriebler 30.770 Euro, als Allradler 32.280 Euro. Neben der Basisausstattung Attract werden die Linien Vision (35.030 Euro) und Spirit (36.750 Euro) angeboten. Die Grundausstattung beinhaltet bereits ein MP3-fähiges CD-Radio und eine Klimaanlage. Wer eine Klimaautomatik will, muss zur "Vision" greifen, hat dann aber auch beispielsweise einen Regen- und einen Lichtsensor dabei. Xenonlicht gibt es nur in der Variante Spirit, dann aber bereits ab Werk. Zusätzlich sind beim Spirit die Pakete Style und Sport enthalten. Dabei sind unter anderem getönte Scheiben im Fond, Alu-Pedale, LED-Rückleuchten, ein Dachspoiler und ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz enthalten. Für die Vision sind die Pakete bestellbar, für die Basisausstattung allerdings nicht.
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