Einer für alles
In Deutschland wird der Terios ausschließlich mit einem 1,5-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor angeboten. Das 105-PS-Aggregat ist sicherlich ausreichend stark, wirkt im Fahrbetrieb jedoch etwas lustlos. Ein Grund hierfür sind die lediglich 140 Newtonmeter Drehmoment. Darüber hinaus schluckt der permanente Allradantrieb mit einer Kraftverteilung von 50 zu 50 auf beide Achsen locker ein paar PS. Hinzu kommt die gute Allradtraktion, die zumindest subjektiv das Erlebnis eines ungestümen Vortriebs dämpft. Erst ab etwa 3.500 Touren hängt der Vierzylinder gut am Gas, wird dann aber auch geräuschvoll. Immerhin packt der 1,2-Tonner laut Hersteller den 100-km/h-Sprint in 12,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Um die zu erreichen, braucht man jedoch viel Anlauf. Dafür ist der Terios trotz Allradantrieb kein Schluckspecht. Daihatsu gibt den Verbrauch mit 7,9 Litern an. In der Praxis können daraus aber auch zehn und mehr Liter werden.
Weitere Motoren sind denkbar
Die Kombination von Motor und Antrieb dürfte zwar viele Anforderungen gerecht werden, jedoch bei weitem nicht allen. Gerade für den deutschen Markt sollte Daihatsu beim Terios weitere Antriebsoptionen anbieten. Was wir ernsthaft vermissen, ist ein zugleich sparsamer wie drehmomentstarker Dieselmotor. Ein stärkerer Benziner wäre ebenfalls wünschenswert. Außerdem sollte es noch eine günstigere 2WD-Version mit Frontantrieb geben. Bei Daihatsu Deutschland will man mittelfristig zumindest noch einen Zweiliter-Benziner anbieten. Beim Diesel ist man derzeit noch bei anderen Herstellern auf der Suche nach einem geeigneten Aggregat. Am permanenten Allradantrieb wird man aber wohl grundsätzlich festhalten.
Guter On- und Offroader
Immerhin bietet der Terios mit zwei angetriebenen Achsen entscheidende Vorteile auf rutschigem Untergrund und bei Fahrten abseits befestigter Straßen. Vom Allradsystem spürt man abgesehen von leichten Schlägen im Antriebsstrang bei Lastwechseln sonst wenig. Die Auslegung des Terios als primärer Onroader ist fraglos gut gelungen. Mit direkter Lenkung und recht straffem Fahrwerk kann man flott, dann jedoch mit deutlich spürbaren Wankbewegungen durch Landstraßenkurven fahren. Wer es mit der schnellen Kurvenfahrt übertreibt, wird vom serienmäßigen Stabilitätsprogramm VSC auf Kurs gehalten. Von einem Dynamiker à la BMW X3 ist der Nippon-Import in jedem Fall weit entfernt. Dafür dürfte er sich im Gelände besser als viele andere seiner Allrad-Kollegen schlagen. Der Terios ist wohl keine rollende Bergziege, aber doch insgesamt gut gerüstet für so manche Schlammschlacht. Neben den kompakten Außenmaßen und dem kleinen Wendekreis verhelfen ihm auch eine Starrachse hinten, ein zuschaltbares Sperrdifferenzial und eine Bergabfahrkontrolle die es nur in Kombination mit der aufpreispflichtigen Vier-Stufen-Automatik gibt zu respektabler Offroad-Kompetenz.
Günstig, jedoch nicht billig
Vor allem beim Preis bietet der Terios gegenüber der Konkurrenz einen entscheidenden Vorteil: Nur wenige Allradler werden für so wenig Geld angeboten. Für nur 17.990 Euro bekommt man im Falle des Terios neben dem Allradantrieb serienmäßig bereits ABS, ESP, vier Airbags, elektrische Fensterheber, ein CD-Radio und einen höhenverstellbaren Fahrersitz. Für mehr Ausstattung muss man bei Daihatsu die attraktiven Pakete Top oder Top S ordern. Die Basisversion lässt sich zusätzlich nur mit Automatik (1.300 Euro) und Klimaanlage (1.100 Euro) aufrüsten.
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Daihatsu Cuore - Video
Daihatsu Cuore - Video |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.33 | 1.411 | 1.408 | 1.482 |
| Günstigster Preis | 1.296 | 1.366 | 1.366 | 1.426 |