Donnerstag April 10
Die wohl sportlichste Harley-Davidson aller Zeiten steht ab sofort in Form der XR 1200 bei den Händlern. Der Preis für das schnörkellose Bike startet bei knapp 11 000 Euro. Ihr Vorbild findet die klar und übersichtlich gezeichnete Harley in der XR 750, die als Königin des Dirt Tracks bezeichnet wird, dem in den USA so beliebten Motorsport, der auf Lehm- und Sand-Ovalen ausgetragen wird. Eine Chopper ist die XR 1200 also nicht, eine Harley dennoch.Die Sportster bleibt dem europäischen Markt vorbehalten. In ihr kommt ein neu entwickelter V2 mit 1 202 ccm Hubraum und Einspritzanlage zum Einsatz, der 67 kW/91 PS bei 7 000 Touren sowie 100 Newtonmeter bei 3 700 U/min leistet. Für einen luftgekühlten Zweizylinder sind das durchaus respektable Werte, zumal der Motor zwischen 2 500 und 4 000 U/min erfreulich druckvoll agiert und für herrlich deftigen Durchzug sorgt.
Mangelnden Sportgeist kann man der XR 1200 nicht unterstellen. Bereits nach wenigen Metern genießt man die fahraktive Sitzposition, die sie den leicht nach hinten gerückten Rasten und dem angenehm breiten Lenker verdankt. Die sportliche DNA des Dirt Track Racers XR 750 ist nicht von der Hand zu weisen - das gilt auch für den Motor. Donnernd hängt der V2 in erfrischender Weise am Gas und dreht ab 2 200 U/min im letzten der fünf Gänge ruckfrei bis in den bei 7 000 Touren beginnenden roten Bereich. Der neue Motor ist das wohl sportlichste Triebwerk, das es je in einer Serien-Harley zu kaufen gab.
Entsprechend fiel die Wahl der Fahrwerkskomponenten aus, die aus dem Hause Showa stammen. Vorne kommt eine Upside-down-Gabel mit 43 Millimetern Standrohrdurchmesser zum Einsatz. Hinten führen zwei Federbeine die torsionssteife Leichtmetallschwinge. Aus Leichtmetall sind auch die Felgen im XR-Design gearbeitet, auf denen eigens entwickelte Dunlop-Pneus in der Dimension 120/70 ZR 18 und 180/55 ZR 17 rotieren. Abgerundet wird das sportliche Gesamtpaket von einer Bremsanlage aus dem Hause Nissin, die der äußerst dynamischen XR gut zu Gesicht steht. Immerhin gab es noch nie eine Harley, die einen so sehr zur ambitionierten Suche nach der perfekten Schräglage animiert. Indes sollte man den Reifen unbedingt eine gewisse Warmlaufzeit gönnen, denn in kaltem Zustand ist der Grip äußerst tückisch. Und wer es generell langsamer angehen will, kann eine auf 25 kW/34 PS gedrosselte Variante ordern.
Der günstige Anschaffungspreis bestätigt übrigens all jene, die sich ihre XR schon lange im Voraus sicherten: Bereits vor der Preisbekanntgabe im Juli 2007 gab es mehr als 600 Bestellungen. Auch das ist eben dem Mythos Harley-Davidson geschuldet, der mit der gefälligen XR 1200 nun eine sportliche Facette erhält. Wie das Vorbild aus dem Oval erfreut die XR 1200 mit ihrer Kurvengier, was auf einer Rennstrecke ebenso wichtig ist wie in einem deutschen Mittelgebirge. Die Harley verkörpert den "European Way of Drive". Heiko P. Wacker/mid
Teststeno Harley-Davidson XR 1200:
Sportster-Motorrad mit luftgekühltem Zweizylinder-V-Motor, zwei Ventile pro Zylinder, 1 202 ccm Hubraum, Leistung 67 kW/91 PS bei 7 000 U/min, max. Drehmoment 100 Nm bei 3 700 U/min, Höchstgeschwindigkeit 200 km/h, elektronische Einspritzung, fünf Gänge, Sitzhöhe 77 cm, Tankinhalt 13,3 Liter, Reifen vorn 120/70 ZR 18, hinten 180/55 ZR 17, Leergewicht 250 kg, Zuladung 179 kg; Preis: 10 990 Euro.
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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| Durchschnittspreis | 1.109 | 1.336 | 1.336 | 1.415 |
| Günstigster Preis | 1.054 | 1.279 | 1.279 | 1.339 |