Zwei kleine Lader
Hier werden zwei gleich große Turbolader kombiniert. Im unteren Drehzahlbereich arbeitet nur einer von ihnen; der zweite schaltet sich erst bei höheren Drehzahlen zu. Dies geschieht je nach Last zwischen 2.600 und 3.200 Touren. Vorteil: Die Lader sind klein und besitzen deshalb eine geringe Massenträgheit. So sprechen sie schon bei geringem Abgasdruck an. Jedenfalls steht in der Konsequenz schon bei 1.500 U/min das maximale Drehmoment von 370 Newtonmetern bereit. Bei so niedrigen Drehzahlen erreichen konventionelle Vierzylinder-Diesel ihre maximale Kraft noch nicht.
Erst ab 2.000 Touren wirklich stark
Vergleichbare Motoren von VW, BMW oder Mercedes erreichen ebenfalls 350 Newtonmeter oder mehr wenn auch erst zwischen 1.750 und 2.000 Touren. In der Praxis fährt sich der Peugeot-Diesel aber kaum anders als ähnlich starke Selbstzünder. Erst ab etwa 2.000 Touren wird der Vortrieb wirklich stark. Wie bei Dieseln dieser Leistungsklasse inzwischen üblich, wird der 2.2 HDi stets mit einer Sechsgang-Handschaltung kombiniert. Außerdem ist ein Partikelfilter wie bei fast allen Peugeot-Dieselmodellen Serie.
Daten: Eher durchschnittlich
Der 2,2-Liter-HDi bringt den Kombi in 9,0 Sekunden auf Tempo 100 der über 30 PS stärkere Sechszylinder-Diesel ist mit 8,8 Sekunden kaum schneller. Den Kraftstoffverbrauch gibt Peugeot mit 6,2 Litern auf 100 Kilometer an. Hier schneidet der Vierzylinder deutlich besser ab als der V6 mit 8,5 Litern. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 221 km/h erreicht. Diese Zahl sowie die Spurt- und Verbrauchsdaten liegen etwa auf demselben Niveau mit der Konkurrenz. So braucht etwa der VW Passat Variant 2.0 TDI mit 170 PS sogar 0,2 Sekunden weniger Zeit für den Spurt und verlangt exakt gleich viel Sprit. Die Spitze wird hier bei 220 km/h erreicht. Ebenfalls sehr ähnlich lesen sich die Zahlen bei vergleichbaren Dieselmodellen von Audi, BMW, Renault, Toyota oder Volvo.
Ab 29.250 Euro
Das neue Dieselmodell gibt es in zwei Ausstattungen: Als Prémium kostet der 407 SW 29.250 Euro, als Platinum 31.850 Euro. Zur Ausstattung gehören beim Prémium neun Airbags, ESP, elektrische Fensterheber rundum, Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, das Panoramaglasdach, ein CD-Radio sowie 17-Zoll-Aluräder. Beim Platinum kommen noch elektrisch einstellbare Ledersitze, ein Tempomat und Xenonscheinwerfer hinzu.
Citroën C5 noch günstiger
Trotz der umfassenden Ausstattung gehört der 407 SW zu den niedrigpreisigen Angeboten in dieser Klasse. Es geht aber auch billiger. Besonders günstig erscheint der gleich motorisierte Kombi der französischen Partnermarke. In der Serienpreisliste steht der Citroën C5 Kombi HDi 170 Biturbo FAP mit 29.190 Euro, doch mit dem sensationellen Standardrabatt von 5.000 Euro kostet der C5 Kombi nur 24.190 Euro, also schlappe 5.000 Euro weniger als der Peugeot.
(sl)
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