- sehr sparsamer Motor mit Aufladung |
- nur fünf Gänge |
- straff, passend zu sportlichen Ambitionen |
- indirekte Lenkung im DNA-Normalmodus |
- mehr Kofferraum als beim Mini |
- hohe Ladeschwelle, wenig Platz im Fond |
- auch als Turismo noch günstiger als ein Mini Cooper |
- teurer als Ford Fiesta mit 120 PS |
Einer der sparsamsten Kleinwagen über 120 PS
Vergleichen wir den Verbrauch mit der Konkurrenz. Das sparsamste Auto mit reinem Ottoantrieb - Hybridfahrzeuge also ausgeschlossen - ist der Kleinstwagen Toyota iQ 1.0 mit 4,3 Liter auf 100 Kilometer. Bei den Kleinwagen steht der 75 PS starke Mitsubishi Colt 1.1 ClearTec mit 4,9 Liter an der Spitze. Sieht man sich dieselbe Klasse an, betrachtet aber nur Motoren ab 120 PS, so liegt der Mini Cooper mit 120 Pferdestärken und einem Verbrauch von 5,4 Liter am besten. Danach kommt aber schon unser MultiAir-MiTo mit seinen 5,6 Liter Verbrauch und 15 PS mehr. So gehört der MiTo zu den sparsamsten Kleinwagen seiner Leistungsklasse.
Bessere Fahrleistungen als beim Cooper
Bei den Fahrleistungen liegt der MiTo vor dem Cooper: Er beschleunigt in 8,4 Sekunden auf 100, während der Mini 9,1 Sekunden braucht. Beide Autos werden über 200 km/h schnell, wobei der Alfa ein paar km/h mehr vorweisen kann. Für die Praxis relevanter ist das Drehmoment. Es beträgt bei der neuen MiTo-Version maximal 180 Newtonmeter und steht dank Turboaufladung schon ab 1.750 Touren zur Verfügung. Der Saugmotor des Mini produziert nur 160 Newtonmeter, die auch erst bei 4.000 U/min parat sind. Der Abstand wird noch größer, wenn man beim MiTo über den DNA-Schalter in der Mittelkonsole den Sportmodus aktiviert. Dann stehen 206 Newtonmeter zu Gebote.
Fünf Gänge
Beim Fahren - wir bewegten das Auto auf einem abgesperrten, rennstreckenartigen Testgelände - macht der MiTo durchaus Spaß. Doch von der Durchzugskraft des Aggregats waren wir nicht ganz überzeugt. So fällt es schwer, das noch dahinrollende Auto im zweiten Gang wieder auf Touren zu bringen. Der Klang des Motors ist zwar deutlich vernehmbar. Das Aggregat dröhnt jedoch, statt kernig-rau zu klingen. Auch sollte eine Automarke, die gern ihre Sportlichkeit betont, auf Sitze mit Seitenhalt achten -auf der sportlich angegangenen, kurvenreichen Teststrecke hielten wir uns als Beifahrer nur mit Mühe auf dem Gestühl. Das serienmäßige Fünfgang-Getriebe - der Mini Cooper hat eine Stufe mehr - lässt sich ohne Probleme schalten.
Ab 17.300 Euro
Der MiTo 1.4 TB 16V MultiAir mit 135 PS kostet in der namenlosen Basisausstattung 17.300 Euro. Damit ist er 700 Euro teurer als die alte 120-PS-Version. Dafür erhält man 15 PS mehr, das Start-Stopp-System sowie die Schaltpunktanzeige. Der Basispreis der 135-PS-Variante liegt höher als bei vergleichbar motorisierten Kleinwagen wie etwa dem Ford Fiesta 1.6 Ti-VCT Sport, der nur 16.500 Euro kostet. Andererseits ist der MultiAir-MiTo deutlich günstiger als beim Mini Cooper, der mit 19.200 Euro bezahlt werden will. Selbst in der hochwertigeren Turismo-Version für 18.800 Euro ist der Alfa noch etwas preiswerter als der Cooper.
1.500 Euro Aufpreis für Turismo-Version
Wie der Mini ist auch der MiTo ausschließlich als Dreitürer zu haben. Zur Ausstattung des Basis-Alfa gehören sieben Airbags sowie ESP. Dazu kommen noch ein CD-Radio, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Ebenfalls stets an Bord sind der DNA-Schalter, das Start-Stopp-System und die Schaltpunktanzeige. Die fehlende Klimaanlage kann man für 850 Euro dazubestellen. Oder man wählt für 1.500 Euro Aufpreis die Turismo-Ausstattung und bekommt dann neben der Klimaanlage noch 16-Zoll-Aluräder.
Teilen Sie Ihr wissen
ADAC - Staumeldungen: