- kleiner, aber kräftiger und sparsamer Dieselmotor- leichtgängige, gut zur Hand liegende Schaltung |
- kleiner Wendekreis, direkte Lenkunug |
- unbeladen doch recht hoppelig |
- trotz geringer Außenabmessungen sehr viel Platz- gute Sitze vorn und hinten - langstreckentauglich! |
- günstiger Anschaffungspreis, geringer Verbrauch- viel praktisches Zubehör für kleines Geld lieferbar |
Ansprechend gemachte Optik
Knappe 3,86 Meter misst der Fiorino. Der Radstand ist mit 2,51 Meter recht lang und lässt großen Leuten auf den vorderen und hinteren Plätzen viel Platz. Die Aussicht ist dank der großen Fenster sehr gut. Das Cockpit ist einfach, aber ansprechend gestaltet. Zeitgemäß lässt sich zum griffgünstig platzierten Radio eine Bluetooth-Anbindung für Handies ordern oder eine Klimaanlage. Lenkrad und Fahrersitz sind höhenverstellbar, wodurch sich eine angenehme Sitzposition finden lässt. Die Sitze sind schön straff, der Schalthebel ragt griffgünstig aus der Mittelkonsole - da kann es ja losgehen.
Klein, aber stark: 1,3-Liter-Diesel
Wir nehmen zuerst den 73 PS starken 1,4-Liter-Benziner: In der Stadt fährt er sich spritzig und ist recht leise. Die Fünfgang-Schaltung geht gut, die Lenkung ist direkt und dank des kleinen Wendekreises von 9,95 Meter macht es richtig Spaß, das Auto durch enge Gassen zu zirkeln. Auf der Autobahn geht dem Benziner allerdings bei 140 km/h die Puste aus, und um die Höchstgeschwindigkeit von 157 km/h zu erreichen, kann ein Gefälle oder etwas Rückenwind nützlich sein. 6,9 Liter Sprit werden nach Angaben von Fiat im Schnitt auf 100 Kilometer konsumiert. Da geht der 75 PS starke 1,3-Liter-Diesel schon anders zur Sache: Er powert von unten raus und bringt die Höchstgeschwindigkeit von ebenfalls 157 km/h auf der Autobahn problemlos. Das geht natürlich nicht so leise ab wie in einem Kleinwagen-PKW und unbeladen muss man auch ein beständiges Hoppeln in Kauf nehmen. Doch das sieht man dem knuffigen Burschen nach wie Knut und Flocke ihre Tapsigkeit. Kurzum: der nutzwertige Minicargo bringt eine Menge Fahrspaß und wer kann, sollte sich die 1.300 Euro Aufpreis für den Diesel leisten, dessen Durchschnittsverbrauch mit 4,5 Liter pro 100 Kilometer angegeben wird.
Kombi bietet fünf Leuten viel Platz
Wir schauen uns den Kombi an, zur Erinnerung: Das ist die Variante mit Rücksitzbank und Fenstern in der Seite. Auf der Bank thront man höher als in der ersten Reihe und wir staunen wie gut man sitzt: straff, dennoch bequem. Hier ließe sich auch eine längere Fahrt überstehen. Der Personentransporter startet als Benziner bei 12.912 Euro. Hierfür gibt es ein ABS, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, die klappbare und herausnehmbare Dreier-Rücksitzbank, eine Radiovorbereitung und eine Schiebetür rechts. Beim Benziner-Kombi in der SX-Version sind für 13.626 Euro die Zentralverriegelung, die Außenspiegel und die Fensterheber elektrifiziert. Außerdem gibt es eine beheizbare Heckscheibe und einen Heckscheibenwischer. Das hatte der 2 CV aus unserer Studentenzeit alles nicht und es ging auch! Ein ESP ist gegen Aufpreis allerdings nicht erhältlich. Zwar emittiert der Diesel nur 119 Gramm CO2 pro Kilometer, ein Rußpartikelfilter muss aber extra geordert werden. Die billigste Art Fiorino zu fahren, ist übrigens der zweisitzige Basis-Kasten. Ihn gibt es ab 11.603 Euro.
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