- kultivierter Benziner, sparsamer Diesel |
- Diesel ist laut, kein Partikelfilter |
- ausreichend agil und handlich, gut im Gelände |
- kein Auto für ambitionierte Dynamiker |
- gutes Platzangebot, variabler Fond |
- Design außen und innen nur mäßig gefällig |
- günstiger Einstiegspreis, viel Ausstattung |
- keine günstige 2WD-Version im Angebot |
Gutes Platzangebot, variabler Fond
Der Hartplastik-Innenraum wirkt ebenfalls nur mäßig attraktiv. Bei Übersichtlichkeit und Funktionalität gibt es hingegen nichts zu mäkeln. Der Fünftürer hat ordentlich Platz für fünf Passagiere und einen durchschnittlich variablen Gepäckraum: Die Rückbank-Lehne lässt sich im Verhältnis 60 zu 40 in der Neigung verstellen oder umklappen. Dachhoch variiert das Stauraumvolumen zwischen 436 und 1.277 Liter. Ein abwaschbarer und herausnehmbarer Kofferraumboden betont Freizeitmobil-Ambitionen. Dazu sollen dem Compass außerdem eine herausnehmbare Taschenlampe und aus der Hecktür ausklappbare Lautsprecher verhelfen.
Gute Serienausstattung
Über diese Details hinaus bietet der Compass bereits serienmäßig viel Schnickschnack, der das Autofahren angenehmer macht. Außerdem finden sich in der Zubehörliste noch Leckereien wie ein Navisystem mit Farbmonitor, ein Premium-Soundsystem oder eine Teil-Lederausstattung.
Ein Diesel und ein Benziner
Im November startet der Compass zunächst nur mit dem 170 PS starken 2,4-Liter-Benzinmotor. Erst im April 2007 wird es den 2.0 CRD mit 140 PS starkem Zweiliter-Pumpe-Düse-Diesel von VW geben. Bei den Testfahrten standen uns beide Motoren zur Verfügung. Vor allem der ruhige Lauf macht den Benziner zum eindeutig attraktiveren Antrieb. Der Otto gibt sich kultiviert und abgesehen von einer kleinen Anfahrschwäche auch spritzig. Die Benzinvariante benötigt 10,7 Sekunden für den 100-km/h-Sprint. Der Vortrieb endet bei 183 km/h. Nicht ganz so antrittsstark ist der mit einem leichtgängigen Sechsgang-Schaltgetriebe kombinierte Diesel mit 11,0 Sekunden. Dafür ist seine Endgeschwindigkeit mit 189 km/h höher. Obwohl er ein rauer Geselle ist, dürften sich die meisten deutschen Compass-Käufer angesichts seines Verbrauchs von 6,8 Litern für den Diesel entscheiden. Obzwar der Benziner mit 8,7 Litern kein Schluckspecht ist.
Ordentliche Asphalt-Performance
Insgesamt schlägt sich der Compass im Fahrbetrieb respektabel. Trotz Allradtechnik wirkt er dank Einzelradaufhängung ausreichend wendig und agil. Wirklich sportlich ist das jedoch nicht, denn ohne Seitenneigung in schnellen Kurven geht es eben doch nicht. Außerdem könnte er noch schneller ausfedern, eine direktere Lenkung und zupackendere Bremsen bieten. Bei normaler Asphaltfahrt geht die Kraft übrigens auf die Vorderachse, erst bei Schlupf wird über eine elektronisch gesteuerte Kupplung auch Leistung an die Hinterräder geleitet. Vernetzt ist der variable Allradantrieb mit ABS, Antriebsschlupfregelung und ESP.
Behände im Gelände
Trotz seiner Asphalt-Tauglichkeit marschiert der Compass auch wacker durchs Gelände. Ein beinharter Extrem-Kletterer ist er jedoch nicht. Dafür fehlt ihm unter anderem die nötige Bodenfreiheit. Aber der Allradantrieb mit sperrbarem Zentraldifferential und die elektronischen Helferlein lassen ihn durchaus geschickt durch Schlamm und über Unebenheiten kraxeln.
Viel Auto fürs Geld
Ausstattungsbereinigt ist der Compass-Preis eine Kampfansage. So bekommt man den 170 PS starken Benziner in der Ausstattung Sport für 23.990 Euro mit Klimaanlage, 17-Zoll-Alus, ESP und Allradantrieb. Für 2.000 Euro mehr gibt es die Ausstattung Limited zusätzlich mit Teil-Lederausstattung, Sitzheizung, Lederlenkrad, getönten Heckscheiben, 18-Zoll-Alus und einem Tempomat. Außerdem bietet Jeep attraktive Ausstattungspakete zu ebenfalls recht günstigen Konditionen.
(mh)
Teilen Sie Ihr wissen
ADAC - Staumeldungen: