- Motor im Leerlauf erstaunlich leise |
- mit i-Shift wenig Durchzug |
- wankt in Kurven- für Sport zu weich, für Komfort zu hart |
- schicke Optik- viel Platz im Innenraum, pfiffiges Ladekonzept |
- üppige Serienausstattung |
- Leichtmetallfelgen und Nebelscheinwerfer nur im Paket |
i-Shift: Bei behutsamer Fahrweise völlig in Ordnung
Bei normaler Fahrweise fallen die Nachteile des i-Shift-Getriebe weitaus weniger ins Gewicht, als bei der Kurvenhatz auf der Landstraße. Innerstädtisch überzeugt der Automat durch weiche Schaltwechsel, die je nach Streckung des Gasfußes von mehr oder minder starken Schaltrucken begleitet werden. Versucht man, außerhalb der City schnell auf Geschwindigkeit zu kommen, wird der im Leerlauf kaum zu vernehmende Motor unüberhörbar laut und dreht lange hoch. Zudem findet der Automat nicht für jedes Fahrmanöver auf Anhieb den passenden Gang. Wer dem entgehen will, schaltet das Getriebe auf Manuell und wechselt die Gänge per Schaltknüppel oder Wippen hinter dem Lenkrad.
Für den Sport zu weich und für den Komfort zu hart
Ähnlich indifferent zeigt sich das Fahrwerk des Honda Jazz. Die recht straff abgestimmte Federung erinnert auf den ersten Metern Fahrt an einen Sportwagen. Kleine Bodenunebenheiten und Gullideckel werden nahezu ungefiltert an den Allerwertesten des Fahrers weitergegeben und Lenkbefehle werden direkt umgesetzt. Das sind eigentlich gute Anzeichen für eine vernünftige Kurvenlage. Beim Honda Jazz trifft diese Annahme nur bedingt zu. Trotz der geringen Bauhöhe von 1,52 Meter neigt sich der Kleinwagen in flott gefahrenen Kurven spürbar zu Seite. Ist man deutlich zu schnell unterwegs, schiebt der Honda über alle vier Räder zur Kurvenaußenseite.
Ladewunder
Richtig interessant wird der Honda Jazz im Innenraum, genauer gesagt im Fond. Die Platzierung des Kraftstofftanks unter den Vordersitzen schafft in Reihe zwei Platz für die "Magic Seats". Ein einziger Handgriff genügt, um die Rückbank umzuklappen, ohne vorher Fahrer- und Beifahrersitz nach vorne schieben zu müssen, selbst wenn sich diese in der hintersten Position befinden. So entsteht ein ebener Laderaum mit einer Länge von 1,72 Meter. Doch auch ohne umgelegte Lehne muss sich der Jazz bezüglich des Packvolumens nicht hinter der größeren Konkurrenz verstecken. 428 Liter Gepäck passen in das Ladeabteil des 3,90 Meter langen Jazz, im Golf sind es bei einer Gesamtlänge von 4,20 Meter lediglich 350 Liter. Als besonderer Clou kann die Sitzfläche der Rückbank senkrecht nach oben geklappt werden. Durch den an dieser Stelle fehlenden Tank entsteht ein durchgängiger Laderaum auf dem Niveau des Fahrzeugbodens, in dem sich auch ein Mountainbike mit ausgebautem Vorderrad verstauen lässt. Bei den 1,4-Liter-Modellen mit Reifenreparaturset bietet der horizontal zweigeteilte Kofferraum zusätzlichen Platz für Kleinkram.
Sitze bieten viel Seitenhalt
Das Cockpit wirkt trotz viel Plastik nicht billig, die unkonventionelle Anordnung der Instrumente und Bedienelemente lenken das Auge des Betrachters ab. Die Sitze machen optisch keinen sonderlich wertigen Eindruck, bieten aber erstaunlich viel Seitenhalt und können durchaus als sehr bequem bezeichnet werden. Schmale A-Säulen und große Dreiecksfenster sorgen für eine ausreichende Rundumsicht und ein optionales Panorama-Glas-Dach flutet den Innenraum mit viel Licht.
Umfangreiche Serienausstattung
Die getestete Ausstattungsvariante Comfort beinhaltet serienmäßig ein Fünfgang-Schaltgetriebe. Das von uns getestete i-Shift-Getriebe schlägt mit 1.100 Euro zu Buche. Ansonsten umfasst die Serienausstattung sechs Airbags, ABS, ESP, einen AUX-In-Anschluß, zehn Getränkehalter, eine Klimaautomatik und 15-Zoll-Leichtmetallfelgen. Nur gegen Aufpreis bekommt man das bereits erwähnte automatisierte Schaltgetriebe, eine Einparkhilfe für hinten, eine Metallic-/Pearl-Lackierung (in unserem Fall nannte sich die Farbe "Cool Rose") und ein Sport-Paket. Es inkludiert für 1.100 Euro einen Bodykit, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer, ab der B-Säule abgedunkelte Scheiben und eine Auspuff-Blende.
Ab 12.550 Euro
In der Basisversion mit 1,2-Liter-Motor wird der Jazz ab 12.550 Euro bei den Händlern stehen. Der von uns getestete Jazz 1.4 Comfort schlägt mit 15.950 Euro zu Buche. Der Marktstart in Deutschland erfolgt für alle Modelle voraussichtlich Mitte November 2008.
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