Der Wankelmotor ist Mazdas technisches Aushängeschild. Als mittlerweile einziger Automobilhersteller weltweit produzieren die Japaner den nach seinem Erfinder Felix Wankel benannten Kreiskolbenmotor in Serie. Eine neue Bedeutung hat die Motorbauweise durch die Klimadebatte und die damit verbundene Suche nach umweltfreundlichen Alternativ-Kraftstoffen erhalten. Denn aufgrund seiner Konstruktion eignet sich der Wankelmotor besonders gut für den Betrieb mit Wasserstoff.
Da beim Wankelmotor Einlass-, Verdichtungs- und Verbrennungsvorgang in räumlich voneinander getrennten Kammern vonstatten gehen, kann es nicht wie beim Hubkolbenmotor durch heiße Zylinderinnenwände oder Ventile zu ungewollten Fehlzündungen des hochentzündlichen Wasserstoffs kommen. Zudem ist beim Kreiskolbenmotor im Gegensatz zum Ottomotor im Motorgehäuse genügend Platz für eine zweite Einspritzdüse, mit der neben der nach wie vor vorhandenen Benzineinspritzung für den konventionellen Treibstoff der Wasserstoff dem Motor zugeführt wird. Bei der Umrüstung auf Wasserstoff-Betrieb muss beim Mazda Wankel zusätzlich ein Tank eingebaut werden.
Nachdem Mazda 2003 auf der Tokyo Motor Show den RX-8 Hydrogen RE mit Wasserstoff-Kreiskolbenmotor präsentierte, der neben Wasserstoff auch mit herkömmlichen Benzin fährt, folgte 2006 der Mazda5 Hydrogen RE Hybrid, dessen Wasserstoff-Kreiskolbenmotor zusätzlich durch einen Elektromotor unterstützt wird. Auch dieses Fahrzeug tankt neben Wasserstoff normales Benzin, was bei einem noch lückenhaften Wasserstoff-Tankstellennetz Voraussetzung für uneingeschränkte Mobilität ist. Und die Entwicklung geht weiter: Anfang dieses Jahres in Detroit haben die Japaner mit der Rennwagenstudie Furai nun auch einen ethanolbetriebenen Wankelmotor vorgestellt. Unter der Haube des Furai arbeitet ein Kreiskolbenmotor mit einer maximalen Leistung von 331 kW/450 PS. Das Triebwerk kann wahlweise mit Benzin oder mit hundertprozentigem Ethanol betankt werden. Sabine Schwarz/mid
Dienstag Februar 12
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