- Genug Kraft und Spritzigkeit für Gelände und Straße- Dank Diesel-Technologie halbwegs wirtschaftlich |
- Die Luftfederung passt sich immer perfekt an- Dank Dynamic Response kaum Wanken oder Nicken |
- Genug Platz vorne und hinten- passt gut zur sportlichen Attitüde des Wagens |
- großer Serienumfang |
- sehr hoher Einstiegspreis |
Programmvielfalt
Das Terrain-Response-System lässt sich über einen versenkbaren Drehschalter in der Mittelkonsole einstellen. Fünf verschiedene Untergründe stehen zur Auswahl: Normal, Gras/Schnee, Schlamm, Sand und Felsenkriechen. Je nach gewählter Einstellung wird die Bergabfahrhilfe zusätzlich aktiviert. Die für Geländewagen obligatorische Untersetzung ist selbstverständlich mit von der Partie. Über einen Monitor kann zum Beispiel jederzeit mitverfolgt werden, welches Differenzial gerade gesperrt wird. Damit ist der Range Rover Sport für jeden Geländeausflug gut gerüstet. Bei unserer Testtour durch ein feuchtes Kieswerk hoch über den Ufern der Salzach gab sich der Wagen keine Blöße. Über den Schlupf der Räder erkennt das System, was unten gerade los ist und passt Niveauregulierung, Drehmomentabgabe, Bergabfahr- und Traktionskontrolle sowie Getriebekennfelder blitzschnell den Bedingungen an.
Bergab mit Stil
Auf rutschigem Gelände bergab zu fahren, ist eine Kunst für sich. Eine Grundregel: nie die Bremse treten. Wer hier bremst, verliert wirklich. Geht es auf glitschigem Parcours steil bergab, liegt das Gewicht des Wagens auf den Vorderrädern. Die Hinterräder blockieren sofort und das Fahrzeug gerät außer Kontrolle. Ein unschöner Abgang ist vorprogrammiert. Mit dem Bergabfahrassistenten HDC (Hill Descent Control Bergabfahrtskontrolle) ist alles anders. Der freundliche Helfer überwacht die Räder und gibt sie frei, sobald eine Blockade droht. Dies funktioniert vorwärts wie rückwärts bis zu Geschwindigkeiten von 50 km/h. Die Bremsen machen dabei ein durchdringendes Knarzgeräusch, als wenn ein Ozeandampfer sinkt, oder man gerade über einen Baumstumpf schabt.
Asphalt-Koster
Frisch vom Gelände sortiert sich der Range Rover Sport in den fließenden Straßenverkehr ein, als wäre nichts gewesen. Genauso direkt wie die Lenkung es will, geht es um die Kurven. Dabei sind keinerlei Antriebseinflüsse zu spüren. Im Wagen sitzen wir zwar hoch, aber auch bei engen steilen Kurven hält sich die Wankneigung in Grenzen. Auch Nicken will unser Sportler nicht. Verantwortlich dafür: Das Dynamic-Response-System. Dieses System, welches im Range Rover Sport TDV8 serienmäßig ist, steuert über spezielle Hydraulikeinheiten erfolgreich das Wankverhalten der Karosserie. Für rechtzeitigen Abbau des Vortriebs sorgt ein Sportwagen-Bremssystem von Brembo, was sonst nur das Supercharged-Modell bekommt. Damit prädestiniert sich der Brite für den gepflegten Onroad-Einsatz.
Endlich Dieselkraft
Der frische TDV8 wurde von Land Rover speziell für den Einsatz in den Range-Rover-Modellen entwickelt. Wer unbedingt einen Diesel wollte, musste bisher mit einem Sechzylinder vorlieb nehmen, der manchem aber mit seinen 190 PS als zu schlapp erschien. Jetzt kommt der Achtzylinder und er kommt mit Macht. Der Range Rover Sport heißt nicht umsonst Sport. In ihm darf der Selbstzünder noch bissiger, noch agiler wirken, als im moderat abgestimmten Range Rover. Dabei helfen ihm 640 Newtonmeter Drehmoment und angemessene 272 PS. Unter dem Druck von zwei Turboladern mit variabler Turbinengeometrie fällt die prestigeträchtige Tempo-100-Marke in 9,2 Sekunden, beim krummen Wert von 209 km/h wird abgeregelt.
In der Praxis tauglich
Das Absenken des Gaspedals wird mit sonorem Sound und spürbarem Anzug quittiert. Das funktioniert in der steilen Waldkurve besonders gut, es kommt nie das hilflose Gefühl von zu wenig Kraft auf. Bei höheren Geschwindigkeiten auf geraden Strecken kann das Triebwerk allerdings mit dem Druck des V8 Supercharged nicht mithalten. 11,1 Liter Diesel werden im Schnitt zu Abgas verarbeitet, was in diesen Regionen schon fast als wirtschaftlich durchgehen kann. Und das Triebwerk macht seinen Job schön laufruhig, das Radio muss beim Gasgeben nicht lauter gestellt werden. Dies wurde unter anderem dadurch erreicht, dass der Brennvorgang schon während der Einspritzung beginnt. Des Weiteren wurden sämtliche Lager mit einer optimierten Dämpfung versehen, was die Lautheit im Leerlauf absenkt.
Wenn alles automatisch geht
Eingeteilt wird die Motorenkraft durch eine Sechstufenautomatik. Bei Automatikschaltungen gibt es nach wie vor Licht und Schatten, wobei der Schatten zunehmend verdrängt wird. Dazu trägt auch das Getriebe des Range Rover Sport bei. Ohne Löcher und ohne das nervige Jagen nach dem richtigen Gang bleibt der Kraftverteiler in jeder Situation Herr der Lage. Die manuelle CommandShift-Funktion fungiert dabei zuverlässig als komfortable Motorbremse in den Bergen.
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