- mehr Leistung durch Benzindirekteinspritzung- Doppelkupplungsgetriebe ersetzt Tiptronic S |
- erlaubt sportliche Fahrweise |
- für den Alltag möglicherweise etwas zu straff |
- er ist und bleibt einfach schick- neue LED-Technik für Tagfahrlicht und Heckleuchten |
- Verbrauch wurde gegenüber dem Vorgänger gesenkt |
- Grundpreis: knappe 2.000 Euro mehr |
In 4,7 Sekunden auf Tempo 100
Doch auch in der Praxis kann das System überzeugen. Beim entspannten Cruisen gehen die Gangwechsel so sanft vonstatten, dass sie kaum wahrnehmbar sind. Bei flotterer Fahrweise ist beim Schaltvorgang ein leichtes Rucken zu vernehmen. Der Kraftfluss liegt aber permanent an und es erfolgt keine Zugkraftunterbrechung. Das kommt auch der Beschleunigungszeit zugute: Mit der Tiptronic S verstrichen bisher im Carrera 5,5 Sekunden, ehe 100 km/h erreicht waren. Dank PDK reduziert sich die Sprintzeit jetzt um acht Zehntelsekunden auf 4,7 Sekunden. Bei unseren Testfahrten fühlten wir uns zu keiner Zeit vom Getriebe bevormundet. Auch bei der Kurvenhatz auf einer engen Bergstrecke schaltet das Getriebe immer zum richtigen Zeitpunkt. Wer das anders sieht, kann selbstverständlich jederzeit selbst per Lenkradpaddles eingreifen. Der siebte Gang ist als sogenannter Override ausgelegt und soll auf langen Autobahnfahrten Sprit sparen, die Höchstgeschwindigkeit von 285 km/h wird aber nur im sechsten Gang erreicht.
Sport-Plus-Modus für die Rennstrecke
Eine weitere Besonderheit bietet das 1.095 Euro teure Sport Chrono Paket Plus: Neben einer analogen und digitalen Stoppuhr auf der Armaturentafel bietet das System zwei Sportmodi für Motor, Fahrwerk (nur in Verbindung mit dem Porsche Active Suspension Management PASM) und Getriebe. Aktiviert werden die Programme durch die Sport- und die Sport-Plus-Taste im Armaturenbrett. Im Sport-Setup werden die Gänge höher gedreht und die Schaltzeiten konnten verkürzt werden. Es eignet sich besonders für die flotte Fahrt auf der Landstraße. Der Sport-Plus-Modus begünstigt eine extrem sportliche Fahrweise und ist laut Porsche aber ausschließlich für die Rennstrecke gedacht, nur dort sollte man es auch verwenden. Die Schaltvorgänge erfolgen erst bei etwa 7.500 Umdrehungen, also knapp vor dem Drehzahlbegrenzer, runtergeschaltet wird bei etwa 4.500 Touren. Gangwechsel im Sport-Plus-Modus erfolgen noch schneller als im Sport-Programm und fühlen sich an, als ob ständig ein Riese hinter unserem Fahrzeug her rennt und ihm beim Gangwechsel einen zusätzlichen Schubs gibt. Das wirkt aber nicht störend. Im Gegenteil: Durch den kleinen Extra-Kick freut man sich über jedes Hochschaltmanöver.
Ab geht die Luzi
Neuer Bestandteil des Sport Chrono Paket Plus ist die Launch Control. Sie soll eine ideale Beschleunigung aus dem Stand garantieren und wird über die Sport-Plus-Taste aktiviert. Der Rest ist ein Kinderspiel: linken Fuß auf das Bremspedal, rechten Fuß mit Schmackes aufs Gas, Drehzahl auf 6.500 Touren bringen, linken Fuß von der Bremse nehmen und ab geht die Luzi. 4,7 Sekunden und man bewegt sich auf der Landstraße jenseits des Gesetzes. Kein Quietschen, kein Durchdrehen - das Getriebe regelt selbstständig den optimalen Radschlupf und das Fahrzeug startet mit der bestmöglichen Beschleunigung. Bei Bedarf bis zum Erreichen der Höchstgeschwindigkeit. Besser würde es auch Rallye-Ikone Walter Röhrl nicht hinbekommen.
Mehr Leistung durch Neuentwicklung
Neben dem PDK geht eine weitere Neuheit beinahe unter: Porsche hat für den gelifteten Elfer einen neuen Sechszylinder-Boxermotor mit 3,6 Liter Hubraum entwickelt. Die Aufgabenliste der Ingenieure umfasste neben der Senkung des Kraftstoffverbrauchs und des Motorgewichts eine Steigerung des Drehmoments und der Leistung. Auch wenn sich das ein wenig nach der eierlegenden Wollmilchsau anhört, im Entwicklungszentrum von Porsche in Weissach konnten alle Aufgaben erfüllt werden. Allein der Grundmotor wurde bei gleichzeitiger Versteifung des gesamten Triebwerks um fünf Kilogramm leichter. Neu ist auch die Benzindirekteinspritzung. Sie ist auf den homogenen Betrieb ausgelegt, bei dem das Gemisch aus Luft und Kraftstoff gleichmäßig im Brennraum verteilt wird und der eine optimale Verbrennung ermöglicht. Je nach Last und Drehzahl gelangt der Kraftstoff mit einem Druck von bis zu 120 bar in den Brennraum. Der Vorteil dabei ist, dass das Benzin nicht wie bei der Saugrohreinspritzung zum Teil vor dem geschlossenen Einlassventil zerstäubt wird, sondern erst bei geöffnetem Ventil direkt in den Zylinder injiziert wird. In Kombination mit dem neuem PDK liegt der Durchschnittsverbrauch damit bei 9,8 Liter auf 100 Kilometer. Ein Wert, den man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte, schließlich reden wir hier von einem Sportwagen mit 345 PS Leistung und einem Drehmoment von 390 Newtonmeter.
Weitere Neuigkeiten
Unter dieser Neuheitenflut werden die weiteren Innovationen wie eine neue Variante des Porsche Communication Management mit 40-Gigabyte-Festplatte - erstmals mit Touchscreen -, Bluetooth, eine Sitzbelüftung, größere Rückspiegel, dynamisches Kurvenlicht, LED-Tagfahrlicht, neue Heckleuchten mit LED-Technik, sowie eine neue Front- und eine neue Heckschürze beinahe zu Belanglosigkeiten degradiert.
Mehr Komfort mit PASM-Fahrwerk
Um den gesteigerten Fahrleistungen gerecht zu werden, wurden Federn, Dämpfer und Stabilisatoren neu abgestimmt. Das dürfte der Meute der "Ich nutze meinen Porsche nur auf dem Weg ins Büro"-Fahrer, die mit dem Facelift liebäugeln, nicht gefallen, denn der Elfer ist jetzt subjektiv straffer als sein Vorgänger. Dies kommt natürlich den Sportlerqualitäten zugute, aber schon erstaunlich kleine Unebenheiten werden für den Fahrer spürbar. Doch wer sich darüber beschwert, hat den Porsche 911 nicht verstanden. Schließlich handelt es sich bei dem Zuffenhausener immer noch um einen Sportwagen. Wer mehr Komfort sucht, bestellt sich für 1.547 Euro das zweistufige Porsche Active Suspension Management, kurz PASM. Der Normalmodus wurde im Vergleich zum Serienfahrwerk mehr auf Komfort ausgelegt, in der Sporteinstellung wird dagegen eine härtere Dämpferkennlinie angesteuert. Zudem ist das Fahrzeugniveau mit PASM um zehn Millimeter tiefer als beim Serienfahrwerk.
2.000 Euro teurer geworden
Das einzig Negative, das uns beim jüngsten Porsche auffällt, ist der um etwa 2.000 Euro gestiegene Preis von 83.032 Euro. Das absolut lohnenswerte PDK schlägt mit zusätzlichen 3.510 Euro zu Buche. Wer Ausritte auf diversen Rennstrecken plant, dem sei noch die Keramikbremsanlage PCCB für 8.032 Euro ans Herz gelegt.
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Porsche 911 Turbo Cabriolet
Wie das Coupé wird auch das Turbo Cabriolet von einem 3,6-Liter-Sechszylinderboxermotor angetrieben, der es auf 480 PS bringt und den Spurt auf Tempo 100 in 4,0 Sekunden schafft. Photo: Porsche |
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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· Porsche · BMW · Volkswagen |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.278 | 1.343 | 1.344 | 1.419 |
| Günstigster Preis | 1.234 | 1.309 | 1.309 | 1.369 |