- sparsamer als der Vorgänger- gute Automatik mit Schaltwippen |
- Wanken und Nicken ausgeschlossen |
- recht hart ausgelegt |
- schick, guter Kofferraum |
- Fond ist nichts für Große |
- günstig bei guter Qualität |
- Paket-Aufpreispolitik |
Sportliche Bodenbearbeitung
Wir haben der Accord Limousine nichts erspart: Autobahn-Rillen, kurvige Landstraßen, das Kopfsteinpflaster vor dem Kaiserdom zu Speyer und die sich an dieses Pflaster anschließenden, notdürftig ausgebesserten Schlaglochpisten. Unser Wagen nimmt alles wie ein echter Sportsmann - er ist hart. Der daraus resultierende Vorteil: vorzügliche Kurvenlage ohne Wanken. Die Limousine macht sich noch agiler auf den Weg als der Kombi, bedingt sicher auch durch das um bis zu knapp 190 Kilogramm geringere Gewicht. Die Kehrseite der Medaille sind recht harte Stöße, die garstige Schlaglöcher dann bis zu den Insassen durchschieben. Die eingangs erwähnten beiden Endrohre sind also ein augenzwinkernder Hinweis darauf, dass es im Accord nicht nur optisch sportlich zu Sache geht.
Mit den Mini-Wippen
Um die Kurven lenken wir den japanischen Wagen mit deutscher Präzision. Nur in der Mittellage hat die Lenkung ein minimales Spiel, was aber nicht weiter auffällt, wenn man nicht speziell danach sucht. Und wer eine manuelle Schaltgasse für die Fünfgang-Automatik sucht, wird nichts finden. Statt dessen lugen hinter der quer liegenden Lenkradspeiche die oberen Enden der winzigen Plastik-Schaltpaddles hervor. Aber man darf sich von der Optik nicht täuschen lassen: Die Wippen fassen sich prima an und wir können damit ergonomisch die Stufen rauf und runter wandern.
156 Benzin-PS
Über den 2,0-Liter-Benziner des Accord sind die Honda-Ingenieure nochmal rübergegangen. Er leistet mit 156 PS zwar gerade mal ein PS mehr als sein Vorgänger und auch das maximale Drehmoment steigt um nicht erwähnenswerte zwei Newtonmeter auf jetzt 192 Newtonmeter - aber die Leistungsdaten waren auch vorher schon in Ordnung. Die Spezialisten haben dem Aggregat jetzt ein wenig Durst genommen: Statt wie bisher 7,7 Liter wandern nur noch 7,2 Liter Super pro hundert Kilometer durch die Brennräume - gute Nachrichten in Zeiten, in denen die Energiepreise uns die Haare vom Kopf fressen. Das Triebwerk geht zudem ruhig an seine Arbeit, nur beim Kick-down klingt es kurz nach Hochdrehzahl-Motor. In 10,8 Sekunden ist Tempo 100 erreicht, mehr als akzeptable 212 Kilometer sind pro Stunde nicht drin.
Exakte Automatik
Während die Automatik für den Dieselmotor noch bis Frühjahr 2009 auf sich warten lässt, ist sie in Kombination mit einem Benzinaggregat im Accord längst zu haben. Die Fünfgang-Schaltung arbeitet sauber, Verschalten oder eine nervöse Suche nach dem richtigen Gang findet nicht statt - Allerdings bauen die sich immer schneller ausbreitenden Doppelkupplungs-Getriebe einen noch zielstrebigeren Vorwärtsdrang auf. Zusätzlich zum Drivemodus "D" kann der Accord-Fahrer den sportlicheren Modus "S" wählen. Der Wechsel in den nächsten Gang erfolgt in beiden Einstellungen erst bei zirka 7.000 U/min. In der S-Einstellung wird früher runtergeschaltet und die Übersetzung ändert sich minimal - nur sehr feinfühlige Fahrer werden das in der Praxis spüren. Die manuelle Sortierung der Gänge per Schaltwippen funktioniert tadellos.
Teilen Sie Ihr wissen
ADAC - Staumeldungen: