Platz für die Familie
Beim Raumangebot kann der Golf Variant überzeugen, auf den Sitzen finden vier Personen bequem Platz. Einzig groß gewachsene Fahrer kommen im Fußraum schnell mit der Mittelkonsole in Kontakt. Der Kofferraum bietet genügend Kapazität für diverse Transportaufgaben: Im Normalzustand beträgt das Volumen 505 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank können bis zu 1.495 Liter unters Dach gestapelt werden. Praktisch: Nach dem Umklappen entsteht keine Stufe, zudem warnt ein Signal den Fahrer, wenn eine Lehne nach dem Wiederaufrichten nicht richtig eingerastet ist. Für noch mehr Variabilität bietet VW einen umklappbaren Beifahrersitz und einen doppelten Ladeboden. Letzterer empfiehlt sich, weil damit die innen liegende Ladekante fast beseitigt wird.
Entspanntes Gleiten
Auch hinter der neuen Frontpartie hat sich etwas getan. Dort kommen jetzt zwei Common-Rail-Diesel mit 105 und 140 PS zum Zuge. Wir sind den stärkeren Selbstzünder in Verbindung mit einem Sechsgang-DSG gefahren. Im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten verleugnet auch das Common-Rail-Aggregat sein Arbeitsprinzip nicht, ein leichtes Brummen begleitet den Fahrer. Trotzdem: Vom rauen Nageln des früheren Pumpe-Düse-Diesels ist das neue Aggregat weit entfernt. Den komfortablen Eindruck unterstützt das geschickt agierende DSG-Getriebe, das aus Gründen des hohen Drehmoments von 320 Newtonmeter nur sechs Gänge aufweist. Allerdings sind die Schaltvorgänge durchaus wahrnehmbar, insbesondere beim Kickdown wird erst relativ spät höhergeschaltet. Fahrwerk und Lenkung geben sich keine Blöße, allerdings fühlt sich die Lenkung etwas schwergängig an. VW-typisch ist das straffe Fahrwerk, welches kurz aufeinander folgende Querfugen vernehmbar in den Innenraum übertragt.
Mager war einmal
Eine kleine Überraschung erwartet uns beim Blick in die Preisliste. Zwar wartet auch sie wieder mit einer Fülle von Extras auf, doch bereits die Grundausstattung namens Trendline kann sich sehen lassen. Inklusive sind hier sechs Airbags, vier elektrische Fensterheber, eine Klimaanlage, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel und eine Dachreling. Den Einstieg markiert der 80-PS-Benziner für 18.500 Euro. Den von uns gefahrenen 140-PS-Diesel gibt es erst in der nächsthöheren Comfortline-Ausstattung, die neben diversen Dekoreinlagen zusätzlich Parkpiepser und ein CD-Radio enthält. Zusammen mit dem DSG werden 27.975 Euro aufgerufen. Ein gleichwertiger Passat Variant steht mit 31.200 Euro in der Liste. Die schärfste Konkurrenz für den Kombi-Golf kommt aus dem gleichen Konzern: Für 28.880 Euro ist der Skoda Octavia Combi 2.0 TDI mit DSG zu haben. Er bietet zudem bereits eine Klimaautomatik und eine Sitzheizung vorne serienmäßig.
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