Mittwoch Februar 14
Der DaimlerChrysler-Konzern streicht bei der US-Tochter Chrysler 13 000 Stellen. Ein Werk des Autobauers in Newark bei New York soll geschlossen werden. Die Gesamtkapazität soll um 400 000 Fahrzeuge reduziert werden. Eine Abspaltung von Chrysler aus dem Konzern, über die zuvor spekuliert worden war, ist offenbar vorerst nicht geplant.Chrysler hat im Jahr 2006 einen Verlust von umgerechnet 1,118 Milliarden Euro eingefahren. Ein Jahr zuvor hatte der Gewinn noch 1,5 Milliarden Euro betragen. Als Grund für den Einbruch gilt insbesondere die verfehlte Modellpolitik des US-Herstellers, der zu wenige kleinere, verbrauchsarme Fahrzeuge im Programm hat und die steigende Nachfrage der US-Kunden nach diesen Fahrzeuge nicht erfüllen kann.
Künftig will Chrysler mehr kleinere und sparsame Autos anbieten. 2,3 Milliarden Euro werden in die Entwicklung von neuen Motoren, Getrieben und Achsen investiert. 2008 soll der Hersteller wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Konzernchef Dieter Zetsche schloss bei der Vorstellung der Jahresbilanz aber ausdrücklich keine Optionen aus, die das Sanierungsprogramm beschleunigen und unterstützen könnten.
Trotz der Chrysler-Misere hat der DaimlerChrysler-Konzern 2006 einen operativen Gewinn von 5,5 Milliarden Euro eingefahren. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 5,18 Milliarden Euro. Zur positiven Entwicklung trug vor allem die Mercedes Car Group mit einem Gewinn von 2,415 Milliarden Euro bei; im Jahr zuvor hatte die Gruppe noch einen Verlust von 505 Millionen Euro verzeichnet. Der Absatz der Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach stieg um drei Prozent auf 1,25 Millionen Fahrzeuge.
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