Freitag März 14
Fahrradfahren ist der Lieblingssport vieler Deutschen. Er hält gesund und munter. Vermeidet der Radfahrer auch noch Haltungsfehler, beugt er zudem Deutschlands Volkskrankheit Nummer eins vor: den Rückenschmerzen. Mit dem Tritt in die Pedale regt er auch seinen Stoffwechsel an und schont die Gelenke.Eine möglichst aufrechte Sitzposition ist Voraussetzung für problemloses Fahren. Meist findet man diese Idealposition nur über mehrere Fahrten hinweg. Etwa 20 Zentimeter höher als die Satteloberkante ist deshalb der Lenkergriff anzubringen. Die optimale Rahmenhöhe errechnet sich mittels der Formel "Innenbeinlänge minus 25 Zentimeter". Die Entfernung von der Sattelspitze bis zur Lenkermitte überragt ungefähr drei Fingerbreit die Unterarmlänge. Sogenannte Unisex-Rahmen verhindern schmerzhafte Bewegungen beim Auf- und Absteigen. Bei diesen Rädern ist ein niedriger Durchstieg vorhanden, der idealerweise 45 Zentimeter nicht überschreitet.
Das Gewicht des Oberkörpers muss auf dem Gesäß ruhen, um Rücken- und Nackenschmerzen sowie ein Taubheitsgefühl in den Händen zu vermeiden. Daher sollte der Lenker mit leicht angewinkelten Armen gegriffen werden können und die Distanz zwischen den Griffen die Schulterbreite nicht um mehr als zwei Handbreit überschreiten.
Die Belastung für Füße und Knie ist bei der Kraftübertragung über die Pedale am geringsten, wenn der Fußballen genau über der Pedalachse steht und der Fuß senkrecht auf das Pedal drückt. Außerdem ist die Sattelhöhe so einzustellen, dass die Beine nie ganz gestreckt sind, rät die Aktion Gesunder Rücke (AGR). Mittels einer Gangschaltung können die Druckkräfte weiter vermindert werden. Für die Anfahrt oder Steigungen ist ein kleiner Gang zu wählen. Je flüssiger in die Pedale getreten wird, umso gleichmäßiger und schonender wird der Körper belastet. Eine Vollfederung des Rades reduziert die Vibrationen am Rad und damit den Druck auf den Körper um bis zu 35 Prozent.
Der Sattel ist das individuellste aller Fahrradbauteile und kann beliebig gewählt, geneigt und eingestellt werden. Allerdings fördert ein ungeeignetes Sitzkissen bei Männern Prostatabeschwerden, da es den Druck auf die hintere Harnröhre und die Prostata erhöht. Weiche, breite und luftgefederte Sättel empfehlen sich daher, weil sie sich den Tret-Bewegungen anpassen und den Druck reduzieren. Radlerhosen vermindern durch Einlagen Gesäßschmerzen, sie sind bereits ab 20 Euro im Fachhandel zu haben.
Das Tragen eines Helmes erhöht die Sicherheit beim Rad fahren. Bei einem Unfall oder Sturz schützt er vor Kopfverletzungen und einer Schädigung des Gehirns. Besonders für Kinder, die noch nicht so harte Schädelknochen besitzen wie Erwachsene, kann ein Helm überlebenswichtig sein. Den optimalen Schutz bietet allerdings nur eine richtig auf dem Kopf sitzende und passende Hartschale. Eine Beratung in einem Fachgeschäft ist daher empfehlenswert.
Auch kleine Kinder, die noch nicht selbst in die Pedale treten, sollten einen Helm tragen. Zudem ist der Nachwuchs am besten in einem klassischen Kindersitz mitzunehmen. Beim Transport im Fahrradanhänger wirken verstärkt physikalische Kräfte, die die Kleinen zwar meist nicht direkt wahrnehmen, aber die Wirbelsäule beeinträchtigen können. Denn je nach Geschwindigkeit und Bodenbeschaffenheit wird die vertikale Beschleunigung und damit die Kraft, die auf die kleinen Passagiere einwirkt, sehr hoch. Bei Fahrten mit einer Geschwindigkeit von zehn km/h über eine Betonstraße beträgt die Belastung das 2,9-fache des eigenen Körpergewichtes des Kindes. Bei Fahrten über Kopfsteinpflaster können die Kräfte sogar auf das 10,6-fache des eigenen Körpergewichtes ansteigen.
Neben den gesundheitlichen Vorteilen macht sich die Fahrt mit dem Fahrrad auch im Portemonnaie bemerkbar. Der Drahtesel benötigt in Zeiten steigender Benzinkosten keinen einzigen Liter Sprit. Benjamin Palm/mid
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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