Mittwoch Mai 14
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich das Mountainbike zu einem der tragenden Segmente im Fahrradmarkt entwickelt. Gleichzeitig haben die modischen Geländeräder auch die Technik der Straßenräder entscheidend beeinflusst. Dreifachkettenblätter, die inzwischen bis zu 30 Übersetzungen ermöglichen, und besonders kräftig zupackende Bremsen stammen ebenso aus dem Bereich der Mountainbikes wie ausgefeilte Federungssysteme, die heute an kaum einem Alltagsrad (ausgenommen Rennräder) fehlen.Dabei haben die aktuellen Mountainbike-Modelle allerdings nichts mehr mit den spartanischen Rädern gemeinsam, mit denen sich die kalifornischen Erfinder dieser Gattung einst die Berge rund um San Francisco herunterstürzten. Moderne Exemplare haben die schlechten Eigenschaften wie hohes Gewicht, mangelnde Sicherheit und wenig Komfort der ersten "Clunker" längst abgelegt. Die mittlerweile erhältliche Vielzahl von unterschiedlichen Varianten macht dem Kunden die Wahl des passenden Typs allerdings nicht leicht.
Vor dem Kauf eines Rades für das Gelände muss man sich darüber im Klaren sein, wo man fahren will. Hobby-Biker sind meist mit einem "Hardtail"-Modell am besten bedient. Diese ab rund 1 000 Euro erhältlichen Räder besitzen lediglich eine vordere Federgabel. Der Komfort und der Grip auf losem Untergrund lassen sich allerdings durch großvolumige Reifen wie zum Beispiel "Racing Ralph" von Schwalbe, deutlich verbessern. So ausgerüstet, lassen sich Touren im Mittelgebirge problemlos absolvieren. Luxuriöser als mit den einfach gefederten Rädern ist man auf "Fullys" unterwegs. Das sind Räder mit einer vollständigen Federung, die allerdings auch ihren Preis haben. Bei Angeboten unter 1 500 Euro kann man kaum ein Rad mit sauber arbeitender Technik erwarten. Zu achten ist in beiden Fällen auch auf die richtigen Bremsen; während in der Stadt Felgenbremsen durchaus reichen, empfiehlt der TÜV Rheinland für Geländefahrten die leistungsfähigeren Scheibenbremsen.
Für sportlicher orientierte Fahrer sind "Race"- beziehungsweise "Marathon-Hardtails" gedacht, die einen Federweg von maximal 120 Millimeter und ein geringes Gewicht aufweisen, was unter anderem durch einen Karbonrahmen erreicht wird. Wer vor allem längere Radwanderungen machen will, fährt mit "Touren-Fullys" gut: Sie haben einen hochgezogenen Lenker, eine aufrechte Sitzposition und einen Federweg von rund 140 Millimetern.
Als moderne Version der ursprünglichen Mountainbike-Idee verstehen sich die "All Mountain"-Modelle, die dank eines Gewichts von rund 14 Kilogramm sowie ihrer Geometrie für eine komfortable Sitzposition Bergauffahrten ebenso ermöglichen wie zügige Bergabfahrten. Diese Modelle stehen für rund 2 500 Euro im Fachhandel. Die Enduro-Variante bietet einen noch größeren Federweg (bis 150 Millimeter), einen stabileren Rahmen, breitere Reifen und kostet um 1 800 Euro.
Ein Schritt zurück in die Urzeiten des Mountainbikes ist das "Singlespeed-Bike" (ab 1 200 Euro), bei dem auf vermeintlich "überflüssige" Technik wie Schaltung und Federung verzichtet wird, um, so die Hersteller, "eine ungefilterte Fahrerfahrung" zu ermöglichen. Bei den Rahmen feiert bei einigen dieser Rädern der Werkstoff Titan ein Comeback, was die so aufgebauten Modelle allerdings zu einem kostspieligen Vergnügen macht. Für einen Titanrahmen können durchaus mehr als 3 000 Euro den Besitzer wechseln. Alexander Robinson/mid
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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