- extremer Durchzug, gutes Getriebe |
- unverschämter Verbrauch |
- straff, kein Wanken- ausgesucht gute Bremsen |
- schick und edel- viel Platz |
- immerhin günstiger als ein Porsche Cayenne Turbo |
- nochmal der Verbrauch |
Dynamik gepusht
Der Sport fand nicht umsonst bisher eine Menge Freunde - gerade in Deutschland. Seine dynamischen Fähigkeiten mit der ausgesucht guten Wankstabilität machten den Fahrern hierzulande schon immer Freude. Aber jetzt sitzt dieses 510-PS-Komperssor-Vieh unter der Haube, und Land Rover dachte sich wohl: Da geht noch was. So hat man weiter an den aktiven Stabilisatoren gefeilt und dem Wagen ein adaptives Dämpfersystem verpasst. 500-mal werden die neuen Präzisionsdämpfer pro Sekunde überwacht und stufenlos von komfortabel bis hart justiert. Und "komfortabel" ist hier im sportlichen Sinne zu verstehen: Selbst die weicheste Einstellung ist deutlich härter als beim Discovery.
Neue Terrain-Response-Option
Land Rovers Terrain-Response-System war bisher eher dafür gedacht, einfach bestimmte Offraod-Eigenschaften vorzuwählen. Im Range Rover Sport mit 510-PS-Motor wartet neben Einstellungen für Schnee, Schlamm, Sand und Felsenkriechen ein neuer Punkt: Dynamik. Drehen wir den Schalter auf das Dynamic-Symbol, eine kleine geschwungene Straße, wird das Fahrwerk verhärtet, die Schaltzeiten verkürzen sich und die Motorkennfelder werden auf zackige Fahrweise festgelegt. Beim Wasser-Fontänen-Wedeln gibt sich der Range Rover Sport keine Blöße - gierig hängt der Wagen am Gas, um enge Kurven jagt er wie ein Auto, das wir uns deutlich flacher und leichter vorstellen. Gewankt wird dabei nicht. Und die neuen Brembo-Bremsen mit Sechskolben-Sätteln greifen richtig hart zu, regeln zudem gleichmäßiger als beim Discovery.
Keine Gnade im Gelände
So leichtfüßig und spritzig sich der Range Rover Sport auf dem Asphalt macht, er muss es auch im Gelände bringen. Wir treiben den Wagen durch tiefe Spurrillen im Wald, durch Wasser-Furten und Felsbrocken-Landschaften. Beinahe überkomfortabel und auf jeden Fall unbeschwert nimmt das Fahrzeug jeden Untergrund. Die Steigfähigkeit von 45 Grad kann gefahrlos ausgekostet werden, die neuen Modelle erhalten serienmäßig eine Berganfahrhilfe.
510 Druck-Pferde
Den neuen Range Rover Sport gibt es nach wie vor mit dem 272 PS starken Achtzylinder-Diesel. Hinzu kommen der auch im Discovery verwendete 3,0-Liter-Sechszylinder-Diesel mit 245 PS und ein brachialer V8: 510 PS werden aus 5,0 Liter Hubraum unter Zuhilfenahme eines Vortex-Kompressors generiert. Das Extrem-Aggregat ist bereits aus den R-Modellen von Jaguar bekannt. 625 Newtonmeter Drehmoment liegen zwischen 2.500 und 5.500 U/min an. Was dabei rauskommt? Der über 2,5 Tonnen schwere Wagen ballert in 5,9 Sekunden auf Tempo hundert und kann mit bis zu 225 km/h über Autoahn jagen. Mit den anderen beiden Motorisierungen braucht der Range Rover Sport über neun Sekunden, um die 100-km/h-Grenze zu erreichen. Das enorme Beschleunigungsvermögen des Kompressor-Triebwerks können wir nicht nur auf dem Papier nachlesen: Beim Tritt aufs Gas bricht der Power-Land-Rover los - ein himmelweiter Unterschied zu den Diesel-Versionen. Für so eine Triebwerks-Fahrzeugs-Kombination ist das zwar effizient, aber trotzdem schluckt der Wagen gut was weg: 14,9 Liter Super (Herstellerangabe) gehen im Schnitt auf 100 Kilometer in den Brennräumen auf.
Getriebe macht mit
Die neu entwickelte Sechstufen-Automatik von ZF hat keinerlei Probleme mit dem heftigen Triebwerk. Immer sanft, immer komfortabel teilt sie die Kräfte ein. Schnelle Schaltvorgänge unterstützen den unbändigen Dynamik-Willen des kleinen Range. Wer den Automatik-Wahlhebel zur Seite schiebt, landet im Sport-Modus. Diese Einstellung passt das Schaltverhalten dem individuellen Fahrstil des Lenkers an. Und erstmals können die Gänge beim Range Rover Sport auch über Schaltwippen am Lenkrad eingelegt werden.
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