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Freitag Februar 15

Neue Rennwagen von Porsche: Der GT3 RSR und der GT3 Cup S sollen den Gegnern in der neuen Saison dir Rücklichter zeigen.

Langsam aber sicher erwacht die Motorsportszene aus dem Winterschlaf. Mit dem 24-Stunden-Rennen von Daytona ist das erste wichtige Rennen sogar schon Geschichte und hat mit Juan Pablo Montoya bereits einen prominenten Sieger gefunden. Seit Jahren bei diesem wie bei allen anderen Langstreckenklassikern am Start: die Rennboliden von Porsche. Jetzt stellen die Schwaben die neuen Renner für die startende Saison in den GT2- und GT3-Rennserien vor.

Highlight des Kundenprogramms ist der neue 911 GT3 RSR - ein Bolide für die GT2-Klasse und der stärkste ab Werk angebotene Rennwagen auf Elfer-Basis. Die Motoreningenieure der Weissacher Motorsportabteilung haben ganze Arbeit geleistet und erstaunliche 465 PS aus dem - wohlgemerkt nicht aufgeladenen - Boxer gekitzelt. Im Vergleich dazu wirkt das maximale Drehmoment von 430 Newtonmetern bei 7.250 Newtonmetern eher mäßig. Doch wie es sich für einen guten Rennmotor gehört, kommt der 3,8-Liter-Sechszylinder über die Drehzahl - erst bei 9.400 Touren greift der Begrenzer ein.

Technologietransfer vom RS Spyder

Thema Getriebe: Für das sequenzielle Sechsganggetriebe des neuen RSR liefert der erfolgreiche Rennprototyp RS Spyder einen Großteil der Technik. Es ist wesentlich leichter als die im Vorgänger verbaute Schaltbox und weist eine deutlich reduzierte innere Reibung auf. Der flachere Winkel zu den Achswellen erlaubt den Teams zudem einen größeren Spielraum bei der Fahrwerkseinstellung.

Deutlichstes Erkennungszeichen des neuen GT3 RSR ist die aerodynamisch stark verbesserte Frontpartie. Neben Zusatzspoilern an der Frontschürze, den so genannten Flicks, sorgt eine optimierte Luftführung mit neu gestalteten seitlichen Luftauslässen für mehr Abtrieb bei reduziertem Luftwiderstand. Der Heckbereich samt Heckflügel stammt vom Vorgängermodell. Umfangreiche Änderungen dagegen unter der gewichtsoptimierten Karosserie: Eine neue Fahrwerks-Kinematik sorgt für deutlich mehr mechanischen Grip und bietet nun erweiterte Einstellmöglichkeiten.

Motorsport - ein teurer Spaß

Der - vom exklusiven Sportprototypen RS Spyder abgesehen - schnellste und stärkste Langstreckenrenner aus Weissach wird in einer Auflage von rund 35 Fahrzeugen produziert. Ab sofort beginnt die Auslieferung an Kunden-Teams in aller Welt - vorausgesetzt, diese haben den Preis von 349.800 Euro (zuzüglich der länderspezifischen Mehrwertsteuer) schon überwiesen.

Deutlich günstiger als der RSR ist der zweite neue Rundstreckenrenner auf 911-Basis: Der GT3 Cup S kostet "nur" 250.000 Euro netto. Der nach GT3-Reglement aufgebaute Bolide verfügt über einen 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxer mit 440 PS - 20 mehr als das Modell des Vorjahres. Auch das Drehmoment hat man in Weissach steigern können: Mit nun 430 Newtonmetern - zehn mehr als die 2007er Variante - erreicht er exakt das Niveau des großen Bruders RSR. Allerdings liegt die Maximaldrehzahl auf einem niedrigeren Level - 8.400 statt 9.400 Touren. Der Kraftzuwachs resultiert aus einer optimierten Motorsteuerung und einer geänderten Abgasanlage. Eine Reihe von Fahrwerkskomponenten des GT3 Cup S stammen aus dem RSR, die Bremsanlage zeigt sich nun an die gestiegene Motorleistung angepasst.

Mit "Plattfüßen" zum Sieg

Im Gegensatz zum GT3 Cup basiert die Karosserie des Cup S nicht auf dem Straßenmodell GT3, sondern auf dem GT3 RS. Unter den breiteren Kotflügeln lassen sich so deutlich größere Räder unterbringen. Vorne kommen nun 10,5 Zoll breite Felgen zum Einsatz, die Hinterreifen sind gar auf 12 Zoll breite Felgen aufgezogen. Auch das Bugteil und die Kotflügel unterscheiden sich deutlich: Ein einstellbarer Frontsplitter sorgt für mehr Abtrieb an der Vorderachse. Der Heckflügel ist breiter und höher positioniert als bei der Cup-Variante und sorgt somit auch an der Hinterachse für gesteigerten Anpressdruck.

Den GT3 Cup S liefert Porsche voraussichtlich ab April an die Kundenteams aus. Zusätzlich zum Komplettfahrzeug wird es ein Umrüstkit geben, mit dem die Cup-Elfer des letzten Jahres auf den aktuellen Stand gebracht werden können.

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