Dienstag April 15
Mit seinem Anfang Juni in Deutschland zu den Händlern kommenden ersten Kompakt-SUV Kuga will Ford neue Kunden für die Marke gewinnen. "Wir rechnen mit einer Eroberungsrate von mindestens 60 Prozent", sagt Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Ford Deutschland im Gespräch mit dem "Motor-Informations-Dienst", optimistisch. Rund 20 Prozent des gesamten Produktionsvolumens für den Kuga seien für den deutschen Markt reserviert, was in diesem Jahr etwa 6 500 Einheiten entspräche. Im ersten vollen Verkaufsjahr 2009 sollen es dann zwischen 12 000 und 15 000 Einheiten werden.Auch mit der Resonanz auf den überarbeiteten Focus zeigt sich Mattes zufrieden. "Wir haben schon 20 000 Auftragseingänge registriert und rechnen mit einem deutlichen Verkaufsschub." Zwar habe Ford im ersten Quartal dieses Jahres nochmals stärker als der Markt verloren und der Marktanteil sei auf 5,8 Prozent gesunken, dennoch läge man im Plan. "Der überarbeitete Focus, der brandneue Kuga und der ab Oktober zur Verfügung stehende ebenfalls neue Fiesta werden unsere Zulassungen nach oben schnellen lassen", erklärt Mattes. Entscheidend sei für ihn jedoch, stetig und gesund zu wachsen. "Wir werden keine Marktanteile kaufen."
Bezüglich der anhaltenden CO2-Diskussion verweist Mattes auf die bei Ford heute schon erhältlichen Flexifuel-, Erdgas- oder Flüssiggas-Varianten, mit denen man ohne hohe Investitionskosten verbrauchsreduzierend und umweltschonend fahren könne. Zudem gebe es die Econetic-Lösung. Hinter diesem Begriff versteckt sich eine Vielzahl von Einzellösungen zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs wie zum Beispiel Leichtlaufreifen, ein tiefer gelegtes Fahrwerk, Maßnahmen zur Optimierung der Aerodynamik oder auch ein spezielles Getriebeöl. Damit wird laut Mattes der Verbrauch eines Ford Focus mit 1,6-Liter-Dieselmotor mit einer Leistung von 80 kW/109 PS von 4,5 auf 4,3 Liter je 100 Kilometer gesenkt.
Eine Vollhybrid-Lösung sei dagegen für Europa nicht vorgesehen, da dies nicht in das hiesige Verkehrsgeschehen passe. Andere Spritsparmaßnahmen wie Start-Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnung würden jedoch auf jeden Fall kommen.
Ford werde sich in Zukunft dynamischer und individueller darzustellen wissen. "Wir sind selbstbewusst und glaubwürdig, das wird uns auch in Umfragen immer wieder bescheinigt", sagt Mattes. Jetzt gelte es, über die neuen Produkte das Markenprofil weiter zu stärken und so ein gesundes Wachstum einzuleiten. Peter Eck/mid
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