Dienstag April 15
Offenbach, 15. April 2008 - Airbags, ABS und ESP. Diese und andere Sicherheitsausstattungen haben dazu beigetragen, seit den 70er-Jahren die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten drastisch zu reduzieren. Dennoch verlieren europaweit in jedem Jahr immer noch etwa 40.000 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Diese Zahlen möchte nun die Firma Honda mit neuen Fahrerassistenzsystemen senken, die nach den Modellen Legend und CR-V nun auch im neuen Accord optional zum Einsatz kommen.CMBS - Das präventive Fahrerassistenzsystem
Vorausschauendes Fahren erhöht die Sicherheit. Diesem Grundsatz folgt das "Collision Mitigation Brake System", auf deutsch etwa "kollisionsminderndes Bremssystem". Die CMBS abgekürzte Technik arbeitet mit einem im Kühlergrill angebrachten Millimeterwellen-Radar. Wenn die Annäherung an das vorausfahrende Fahrzeug so stark ist, dass eine Kollision wahrscheinlich scheint, warnt das System den Fahrer visuell und akustisch, damit er entsprechende Maßnahmen ergreift. Falls das System nach der Reaktion des Fahrers erkennt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kollision beträchtlich abnimmt, schaltet das CMBS-System ab.
Verzögerung bis hin zur Notbremsung
Sofern die Reaktion des Fahrers jedoch das Kollisionsrisiko nicht ausreichend reduziert, gibt das System eine zweite Warnung in Form von akustischen, visuellen oder spürbaren Impulsen und bremst das Fahrzeug leicht ab. Der Fahrer soll dadurch zum Handeln aufgefordert werden. Ist die Annäherung so stark, dass eine Kollision unvermeidbar wird, kann CMBS eine starke Bremsung einleiten, um die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu reduzieren. Zum Schutz der Insassen werden dann gleichzeitig die Gurte von Fahrer und Beifahrer durch die elektronischen Gurtstraffer gespannt. CMBS wird nur bei einer Geschwindigkeit von mehr als 15 km/h aktiviert. Zudem muss die Geschwindigkeitsdifferenz zu dem vorausfahrenden Fahrzeug mindestens 15 km/h betragen. Das CMBS ist grundsätzlich aktiv, kann aber auf Wunsch mit einem Schalter seitlich an der Instrumententafel abgeschaltet werden.
ACC - Die adaptive Geschwindigkeitsregelung
Die adaptive Geschwindigkeitsregelung ACC nutzt das Millimeterwellen-Radar des CMBS, um einen konstanten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten und begünstigt damit entspanntes Fortkommen insbesondere auf längeren Fahrten. Das Radar im Kühlergrill erkennt das vorausfahrende Fahrzeug und seine Geschwindigkeit. Der Frequenzunterschied zwischen gesendeter und reflektierter Welle ermöglicht die Ermittlung des genauen Abstands und der Relativgeschwindigkeit zwischen den Fahrzeugen. Der Abstand kann vom Fahrer in drei vordefinierten Werten eingestellt werden. Wenn die Distanz unter den eingestellten Wert sinkt, nimmt das System Gas weg und bremst bei Bedarf das Fahrzeug ab. In Fällen, in denen eine schnellere Verzögerung erforderlich ist, beispielsweise wenn das vorausfahrende Fahrzeug plötzlich bremst, alarmiert das System den Fahrer mit einem Warnsignal im Multiinformationsdisplay und einem akustischen Signal, um ihn zum aktiven Handeln, das heißt zum bremsen, aufzufordern.
Arbeitsbereich zwischen 30 und 180 km/h
Falls das vorausfahrende Fahrzeug die Spur wechselt oder der Abstand wieder größer wird, erhöht das System die Fahrzeuggeschwindigkeit auf den vorbestimmten Wert. Die ACC arbeitet zwischen 30 und 180 km/h. Der Fahrer kann die Geschwindigkeit des Accord über die Tasten am Lenkrad in Schritten von fünf km/h erhöhen oder reduzieren. Auf einem speziellen Display in der Mitte des Tachometers werden die eingestellte Sollgeschwindigkeit, der gewählte Abstand und ein erkanntes vorausfahrendes Fahrzeug angezeigt. Außerdem sieht man dort, wenn das System ausgeschaltet oder außer Betrieb ist.
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