- beschleunigt gut und klingt nicht nach Diesel |
- Hochschalten erst bei hohen Drehzahlen sinnvoll |
- neutral auf allen Untergründen |
- Wankneigung |
- Aussehen macht nicht viel her- wenig Beinfreiheit |
- nicht teurer als das Vorgängermodell |
- Zusatzausstattung nur im Paket erhältlich |
Farbabhängig
Innen kann der Carens zwei Gesichter haben. In der hellgrauen Variante wirkt der die Insassen umgebende Kunststoff ungemein billig. Kleinste Kratzer bilden für den Rest des Autolebens gut sichtbare Narben. In der dunkelgrau-schwarzen Auskleidung macht alles einen viel hochwertigeren Eindruck, obwohl ganz offensichtlich genau das gleiche Plastik-Material zum Einsatz kommt. Auf etwas ist Kia ganz besonders stolz: Das vordere Seitenfenster ist ein winziges Dreieck, welches sich bequem mit einer Scheckkarte verdecken lässt. Andere Hersteller stecken dort ein Stück schwarzes Plastik hin. Kia sieht es als Zeichen der Wertschätzung seiner Kunden, dort ein bisschen Lichtdurchlässigkeit zu spendieren.
Breiter, höher, nicht länger
Laut Kia ist der Carens ein Auto für alles, was mit Platzbedarf zu tun hat. Er soll eine Symbiose aus SUV (Sports Utility Vehicle) und MPV (Multi Purpose Vehicle Minivan) sein. Die Kunden wünschten sich angeblich einen breiteren und höheren Carens, der aber seine ursprüngliche Länge beibehält. So ist der neue gerade mal 1,2 Prozent länger als sein Vorgänger, der neue Radstand überragt den alten aber um 5 Prozent. Dies soll Fahrverhalten und Wendigkeit zu Gute kommen. Und der Wendekreis ist mit 10,8 Metern wirklich stadttauglich. Zudem ist der CW-Wert etwas besser als der des Vorgängermodells.
Reihen-Trend
Im neuen Carens stecken serienmäßig aktive Kopfstützen auf den Vordersitzen. Optional wird eine dritte Sitzreihe mit zwei Plätzen angeboten. Diese mit voraussichtlich zirka 600 Euro Zusatzkosten verbundene Reihe ist für drei Dinge verantwortlich: Zum einen rücken erste und zweite Reihe dichter zusammen, so dass es für große Menschen eng wird, zweitens verschwindet bei aufgestellten Sitzen fasst der gesamte Gepäckraum und drittens wurde zum Ausgleich dafür eine Reling serienmäßig aufs Dach geschraubt. Auf den hinteren Plätzen werden sich wegen der geringen Beinfreiheit gerade mal Kinder lümmeln können. Die Deutschen sind beim Erwerb dieses Zusatzmerkmals ohnehin vorsichtiger als ihre europäischen Kollegen. Ordern diese in 50 Prozent der Fälle die dritte Reihe, sind es bei uns zu Lande gerade mal 15 Prozent. Ein lustiges Feature gibt es noch auf der Beifahrerseite zu entdecken: Ein kleiner Haken lässt sich zum Einkaufsbeutel-Dranhängen aus der Mittelkonsole klappen.
Anständig
Ob Feldweg, löchrige Landstraße oder Autobahn, das Fahrwerk macht einen guten Job. Zur bereits erwähnten Wendigkeit kommt das gutmütige Wegdämpfen jeglicher Untergrund-Schläge. Das ist wie beim großen Bruder Carnival, von dem er aber auch seine Neigung zum gepflegten Wanken geerbt hat. ESP wird serienmäßig verabreicht. Einen Allrad-Antrieb wird es in dieser Carnival-Generation nicht geben.
Schlanke Palette
Gerade mal drei verschiedene Motorblöcke stehen bereit, den Carens über die Piste zu treiben. Zum Zeitpunkt verfügbar sind ein 2,0-Liter-Diesel mit 140 PS und ein 2,0-Liter-Benziner mit 144 PS. Das Einstiegsaggregat, ein 2,0-Liter-Selbstzünder mit 115 PS kommt zu einem späteren Zeitpunkt. Sowohl Diesel als auch Benziner hinterlassen einen guten Eindruck. Der Diesel zieht gut ab und klingt dabei nicht übermäßig nach Zimmermanns-Arbeit. Der Benziner wirkt naturgemäß noch spritziger, wobei beide für den Spurt zur 100 km/h-Marke 11,0 Sekunden brauchen. Vom Diesel werden 7,1 Liter, vom Benzin 8,4 Liter auf 100 Kilometer verbrannt. Der Dieselanteil liegt beim Carens bisher bei 30 Prozent, wobei Kia einen Ausbau auf 40 Prozent anstrebt. Immerhin ist hier, im Gegensatz zum Carnival, der Rußpartikelfilter Serie.
Schöner Schalten
Den Diesel kann der Fahrer mit einer etwas hakligen aber zeitgemäßen Sechsgang-Schaltung führen. Beim Benziner muss ein Gang weniger reichen. Beiden gemein ist, dass fleißig geschaltet werden muss, wobei es erst in der Nähe des roten Bereichs zur Sache geht. Die historische Viergang-Automatik steht allen Motorisierungen zur Verfügung. Auch sie hat begriffen, dass sich ein Hochschalten erst im lauten Hochdrehzahl-Bereich lohnt.
Die Gegner
Die genauen Preise muss Kia erst noch bekannt geben. Ausstattungsbereinigt soll der Einstiegs-Carens nicht teurer sein als sein Vorgänger. Die Premium-Version EX-Top wird dagegen die alten Preise übersteigen. Insgesamt ist von einem Preisgefüge von 18.000 bis 25.000 Euro für die ab Mitte Oktober 2006 erhältlichen Carens-Modelle auszugehen. Als direkte Konkurrenten stehen dem Carens der Opel Zafira, der Toyota Corolla Verso und der VW Touran zur Verfügung. Alle sind teurer als der Carens, wobei dieser höher und länger ist als seine Wettbewerber. Nur der Zafira ist einen Zentimeter breiter. Wie die MPVs geschmacklich einzuordnen sind, muss jeder für sich selbst entscheiden.
(gh)
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.278 | 1.343 | 1.344 | 1.419 |
| Günstigster Preis | 1.234 | 1.309 | 1.309 | 1.369 |