Kein ganz ebener Ladeboden
Das Gepäckfach ist über eine große Heckklappe zugänglich, die sich auf Wunsch elektrisch öffnet und schließt. Ein Schienensystem mit Aluminiumleisten und Spannelementen sorgt dafür, dass Gegenstände nicht herumrutschen können. Leider müssen vor dem Umlegen der Rücklehnen erst noch die Sitzflächen nach vorne geklappt werden. Auch eine kleine Stufe in der Ladefläche ist hinzunehmen. Skoda bietet jedoch einen Zwischenboden an, der diese Stufe ausgleicht. Zudem lässt sich diese Platte bis über den Stoßfänger herausschieben, wodurch das Beladen erleichtert wird. Allerdings wird diese Lösung wohl nicht zum Serienumfang gehören. Cleveres Detail am Rande: eine in die Seitenwand integrierte LED-Taschenlampe, die den Kofferraum ausleuchtet und die auch herausnehmbar ist.
Synthese aus Eleganz und Dynamik
Von außen betrachtet bietet der Superb Combi eine gelungene Synthese aus Eleganz und Dynamik. Die Front entspricht der Limousine. Serienmäßig gibt es bei der Kombiversion eine Dachreling. Das völlig neu gestaltete Heck endet mit einem wohl geformten, runden Buckel. Die Rückleuchten in C-Optik erinnern an den kleinen Bruder Octavia. Das ebenfalls der Limousine entnommene Cockpit ist nicht nur schick und bestens verarbeitet, sondern auch übersichtlich. Die Zugehörigkeit zum VW-Konzern wird beim Blick auf den Bordcomputer oder das Radio- und Navigationssystemen zwar offensichtlich, dennoch bewahrt sich der Skoda eine positive Eigenständigkeit. Bequeme Sitze, eine angenehme Lenkung und ein souverän arbeitendes Sechsgang-Schaltgetriebe bieten keinen Anlass zur Kritik.
Etwas zu straff
Bei der Entwicklung des Fahrwerks setzten sich die Ingenieure das Ziel, eine Mischung aus Agilität und Komfort zu finden. Das gelang ihnen weitestgehend, aber nicht komplett. Kleine Unebenheiten auf gut ausgebauten Straßen sind bestens zu bewältigen. Gleichzeitig bietet der Superb Combi ein sehr gutes Kurvenhandling. Auf holprigem Untergrund mit vielen Schlaglöchern hingegen ist der Wagen zu straff abgestimmt - Unebenheiten werden sehr direkt auf die Insassen übertragen.
Ein Pumpe-Düse- und ein Common-Rail-Diesel
Das Motorenangebot umfasst zwei Diesel und drei Benziner. Unverständlich ist, dass als Einstiegsdiesel mit 140 PS noch ein altes Pumpe-Düse-Aggregat Verwendung findet. Ein gleich starkes Triebwerk mit Common-Rail-Direkteinspritzung, das leiser und sparsamer ist, kommt nicht nur bei VW und Audi, sondern beispielsweise auch im Seat Exeo zum Einsatz. Ebenfalls über zwei Liter Hubraum verfügt der zweite TDI-Motor - mit 170 PS und Common-Rail-Technik. 350 Newtonmeter Drehmoment, die zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen anliegen, sorgen für einen kraftvollen Vortrieb. Die Beschleunigung auf Tempo 100 dauert 8,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 220 km/h. Der vom Hersteller angegebene Durchschnittsverbrauch von 5,9 Liter kann sich durchaus sehen lassen.
Angenehm leise Ottomotoren
Deutlich leiser und damit angenehmer arbeiten die aufgeladenen TSI-Ottomotoren. Die beiden Vierzylinder sind mit 1,4 Liter Hubraum und 125 PS sowie mit 1,8 Liter und 160 PS im Programm. Der größere davon besticht neben seiner Laufruhe vor allem durch Spritzigkeit und Ausgewogenheit. Das maximale Drehmoment von 250 Newtonmeter steht hier von 1.500 bis 4.500 Umdrehungen zur Verfügung. Der 1.8 TSI macht den Superb Combi 218 km/h schnell und beschleunigt den Lademeister in 8,7 Sekunden auf Tempo 100. Als Normverbrauch sind im Datenblatt 7,3 Liter Benzin angegeben. Die Topvariante des Superb Combi wird von einem 260 PS starken 3,6-Liter-V6 angetrieben. Dieser wird ausschließlich mit Allradantrieb und einem Sechsgang-DSG kombiniert. 4x4-Versionen gibt es auch vom 1.8 TSI und vom 2.0 TDI mit 170 PS. Mehrere Motorisierungen sind zudem mit einem Doppelkupplungsgetriebe mit sechs beziehungsweise sieben Gängen lieferbar.
Deutlich günstiger als der Passat
Bis der Superb Combi zu den Händlern kommt, müssen sich Interessenten noch etwas gedulden - erst im Januar 2010 ist es soweit. Die genauen Preise und Ausstattungen für Deutschland stehen momentan noch nicht fest. Sicher ist, dass die günstigste Variante als 1.4 TSI für 23.950 Euro auf den Markt kommt. Ein gleich motorisierter VW Passat Variant kostet 2.325 Euro mehr. Die Preise für die weiteren Modelle des Superb Combi lassen sich nur analog zur Limousine abschätzen: Demnach müsste der günstigste Diesel 26.850 Euro kosten, für den 170-PS-TDI wären 28.250 Euro fällig. Der 1.8 TSI könnte demzufolge 26.150 Euro kosten.
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