Porsche 911 GT3 RSR für die Saison 2012: Topfit auf die Zielger...


Im Herbst seiner Karriere

Für Motorsport-Verhältnisse ist er ein wahrer Renn-Veteran, der Porsche 911 GT3 RSR auf Basis der Baureihe 997. Seit 2006 ist das Topmodell aus Porsches Kundensport-Riege bereits im Einsatz und wurde dabei immer wieder verbessert und/oder ans Reglement angepasst. Jetzt biegt der RSR mit seiner letzten Evolutionsstufe auf die Zielgeraden ein und macht sich bereit für die letzte Saison, bevor er von der Rennversion des aktuellen Elfers (Baureihe 991) abgelöst wird.


Mehr Speck auf den Rippen

Laut dem Reglement der „LM GTE“-Klasse, ausgearbeitet vom Le Mans-Veranstalter A.C.O., darf der neue RSR nun breiter sein als sein Vorgänger. Diesen Spielraum hat die Entwicklungsabteilung genutzt und die Karosserie um insgesamt 48 Millimeter verbreitert. Daran haben die Ingenieure die Bug- und Heckverkleidung sowie die Schwellerabdeckungen und Radhausverkleidungen angepasst. Außerdem schlägt die Ansaugluft nun neue Wege ein. Statt durch eine Lufthutze auf der Motorabdeckung gelangt sie jetzt durch Öffnungen in den Seitenteilen zum Triebwerk.


Wenig Luft zum Atmen

Hier blieb reglementbedingt wenig Spielraum für Verbesserungen. Der vier Liter große Sechszylinder-Boxer leistet wegen eines recht undurchlässigen Luftmengenbegrenzers „nur“ 460 PS – immerhin fünf PS mehr als der Vorgänger aus der Saison 2011. Über ein sequentielles Sechsgang-Getriebe, vom Piloten über Schaltpaddel zu bedienen, schickt der Saugmotor seine Power Richtung Hinterräder.


Weltweit im Einsatz

Die Einsatzgebiete des neuen Porsche 911 GT3 RSR sind vielfältig. Man wird ihn bei den 24 Stunden von Le Mans ebenso sehen wie ihm Rahmen der Le Mans-Serien in den USA und dem Rest der Welt. Er ist außerdem in der FIA World Endurance Championship sowie den Rennen zur International GT Open unterwegs. Derzeit ist Porsches Testabteilung dabei, dem Renner die letzten Kinderkrankheiten auszutreiben. „Unser Testprogramm auf verschiedenen internationalen Rennstrecken läuft derzeit auf Hochtouren“, sagt Porsche-Sportchef Hartmut Kristen. „Unsere Kundenteams erwartet ein ausgereiftes Hochleistungsrennfahrzeug, mit dem sie bei internationalen Langstreckenrennen voll konkurrenzfähig sein werden.“ Schließlich sollen sich die vorher an Porsche überwiesenen 498.000 Euro plus Mehrwertsteuer durch Rennerfolge refinanzieren. Ab Januar 2012 werden die ersten Exemplare an die Kundenteams aus aller Welt ausgeliefert.



Mittwoch November 16

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