Facelift für den Focus-Van: Ford C-Max wird strammer

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Facelift für den Focus-Van: Ford C-Max wird strammer
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Ford C-Max 2.0 Titanium
Mai 2007
24.050 Euro
Antrieb 85%
- leiser Motor
- von unten raus etwas müde
Fahrwerk 90%
- recht komfortabel gefedert
- nicht ganz so agil wie die technische Grundlage Focus
Karosserie 85%
- variabler, leicht umbaubarer Fond
- hohe Ladekante
Kosten 80%
- guten Serienausstattung bei den höheren Linien
- Automatik nur für den großen Benziner zu haben
München, 16. Mai 2007 – S-Max und Galaxy waren die ersten Ford-Vans mit neuem Familiengesicht, jetzt zieht der kleinere Bruder Focus C-Max nach. „Kinetic Design“ nennt Martin Smith, Chef-Designer von Ford Europa, jene dynamische Linienführung, die den Vans schon im Stehen ein bewegtes Aussehen verleihen und damit auch den Betrachter emotional bewegen soll. Doch nicht nur die Nase ist neu, auch der Name wurde dem Großen angepasst: Das Wort „Focus“ in der Bezeichung wurde gestrichen. Wir haben den gelifteten C-Max mit dem 145 PS starken Zweiliter-Benziner getestet.

Erwachsenerer Auftritt
Die neue Ähnlichkeit zum großen Bruder S-Max verleiht dem Focus-Van einen erwachseneren Auftritt. Besonders der große, trapezförmige Luftschlund hinter dem Nummernschild flößt Respekt ein. Der markanter geschnitzte Stoßfänger mit senkrecht stehenden Nebellampen macht was her. Eine Chromleiste ziert den oberen Kühlergrill und verleiht einen Touch mehr Eleganz. Auch an der Rückpartie gab es einen Feinschliff: Die Leuchten haben eine geänderte Form bekommen. Hinter Klargläsern zeigen jetzt LEDs an, wenn gebremst wird und übernehmen die Funktion vom Fahrlicht.

Look in gebürstetem Chrom
Unser Testwagen trägt die neue Ausstattungslinie Titanium und rollt daher auf 17-Zoll-Alufelgen. Diese für den C-Max neue Variante soll Kunden ansprechen, die es lieber technisch als klassisch mögen – für letztere ist die Version Ghia vorgesehen. Preislich unterscheiden sich die beiden nicht. Beim Titanium gibt es an den Türen, am Armaturenbrett und der Mittelkonsole Applikationen, die wie gebürstetes Chrom aussehen. Das vermittelt eine kühle Sachlichkeit. Die Ausstattung Ghia punktet dafür mit Holz-Optik.

Im Fond genügend Kopffreiheit
Der variable Fond ist einer der Kaufgründe für den C-Max: Es gibt drei Einzelsitze, von denen jeder für sich geklappt, gewickelt oder herausgenommen werden kann. Das passiert mit wenigen Handgriffen und lässt sich rasch erledigen. Zudem können wir den Mittelplatz nach hinten klappen und die beiden Außensitze näher zusammenschieben. Das schafft mehr Platz für die Arme. Während die Kopffreiheit in jedem Fall nahezu üppig ist, könnte es für die Knie von Langbeinigen eng werden. Das Stauabteil weiter hinten ist reisetauglich. Je nach Sitzkonstellation passen hier zwischen 550 und 1.620 Liter rein. Nur die recht hohe Ladekante trübt ein wenig den Eindruck.

Relativ straffe Sitze
Hinter dem Lenkrad sitzen wir bequem und mit genügend Halt. Sowohl der Fahrer- als auch der Beifahrersitz sind höhenverstellbar. Durch das optionale Panorama-Glasdach strahlt die Sonne hell in den Innenraum. Die blaue Schutz-Tönung verhindert an allen Fenstern, dass zu viel Wärme durchkommt. Das Vierspeichen-Lenkrad ist dank eines Lederbezuges griffig. Der optionale Tempomat lässt sich per Tasten am Lenkradkranz bedienen. Hier wären aber die Fernsteuerungselemente fürs Audiosystem besser aufgehoben. Sie befinden sich jedoch an einem Satelliten neben dem Volant und ihre Bedienung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Auch mit Bioethanol-Antrieb zu haben
Nach wie vor wird der Focus-Van in drei Diesel-Motorisierungen von 90 bis 136 PS und drei Benzin-Varianten von 100 bis 145 PS angeboten. Dabei ist der 1,8-Liter-Benziner mit 125 PS auch als Bioethanol-Variante „Flexifuel“ zu haben: Dann ist es möglich, Ethanol E85 in einem beliebigen Verhältnis mit Superbenzin zu mischen. Der Zweiliter-Benziner kann auf Erdgas-Betrieb (CNG) umgerüstet werden.

Auch mit Bioethanol-Antrieb zu haben
Nach wie vor wird der Focus-Van in drei Diesel-Motorisierungen von 90 bis 136 PS und drei Benzin-Varianten von 100 bis 145 PS angeboten. Dabei ist der 1,8-Liter-Benziner mit 125 PS auch als Bioethanol-Variante „Flexifuel“ zu haben: Dann ist es möglich, Ethanol E85 in einem beliebigen Verhältnis mit Superbenzin zu mischen. Der Zweiliter-Benziner kann auf Erdgas-Betrieb (CNG) umgerüstet werden.

Zweiliter-Benziner: 9,8 Sekunden Sprintzeit
Mit dem 145 PS starken Zweiliter-Benziner ist der C-Max mehr als ausreichend gut motorisiert. Die Maschine dürfte zwar von unten heraus gern spritziger agieren, aber bei höheren Drehzahlen hängt das Aggregat gut am Gas. In 9,8 Sekunden beschleunigt der Vierzylinder den knapp 1,4 Tonen schweren C-Max auf Tempo 100 und macht ihn bis zu 203 km/h schnell. Den kombinierten Verbrauch beziffert der Hersteller mit 7,3 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer.

Exaktes Schaltgetriebe
Im Innenraum fällt der Motor dadurch auf, dass er nur wenig auffällt: Er arbeitet im Leerlauf und im unteren Drehzahlbereich recht leise und wird auch bei hohen Touren nicht zu laut. Ein Fünfgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf die Vorderräder. Die Box lässt sich exakt, aber auf relativ langen Wegen bedienen. Optional ist, ausschließlich für den Top-Benziner, eine Vierstufen-Automatik zu haben. Das von uns recht positiv bewertete stufenlose Getriebe Durashift CVT für den 1.8 wurde aus dem Programm genommen.

Spur erweitert
Am Fahrwerk wurde nicht viel geändert, aber die Spur um jeweils fünf Millimeter erweitert. Den kompakten Van zu fahren macht Spaß, wenngleich der C-Max nicht ganz so agil wie seine technische Mutter Focus um die Kurven flitzt. Der höhere Karosserieaufbau ist bei ambitioniert durcheilten Wegbiegungen in einer leichten Seitenneigung spürbar.

Drei Ausstattungslinien
Mit dem Facelift wurden, wie bereits erwähnt, auch die Ausstattungslinien neu geordnet: Trend entfällt, dafür gibt es nun Ambiente, Ghia und Titanium. Der Einstieg in den C-Max beginnt unverändert bei 18.450 Euro für den 100 PS starken 1.6 Ambiente, der von uns getestete 2.0 Titanium kostet 24.050 Euro. Serienmäßig bringt er neben den erwähnten Features die Klimaautomatik, einen Regen- und Lichtsensor und den Bordcomputer mit.

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