Freitag November 16
Vor dem Generationswechsel in etwa zwei Jahren hat die Fiat-Marke Lancia ihren Mini-Van Musa einer letzten Überarbeitung unterzogen. Mit dem neuen Auftritt gewinnt der Italiener optisch an Dynamik, doch seine Technik blieb im wesentlichen unverändert. Die Preisliste startet bei rund 15 000 Euro; der teuerste Musa kostet 21 750 Euro.Der elegante Fünftürer hat einen neuen Kühlergrill erhalten und zeigt nun ein markantes neues Heck, das vor allem von langen, schräg gestellten Rückleuchten in LED-Leuchtdiodentechnik geprägt wird. Bei der Seitenansicht haben die Gestalter des Centro Stile Lancia wie auch bei anderen aktuell überarbeiteten Konzernmodellen zum Stilmittel Chrom gegriffen, das unter anderem eine der beiden seitlich verlaufenden Gürtellinien akzentuiert. Die Individualität des modellgepflegten Musa unterstreichen zudem neben 14 Uni-Farben vier Bi-Color-Lackierungen.
Der Kofferraum des "veredelten Fiat Stilo" ist um 70 Liter auf 390 Liter Basisvolumen erweitert worden und bietet damit einen Spitzenwert in dieser Klasse. Er lässt sich durch Verschieben der Rücksitzbank auf bis zu 1 488 Liter erweitern. Allerdings können dann im Fond keine Passagiere mehr Platz nehmen. Die um vier Zentimeter abgesenkte Ladekante erleichtert das Be- und Entladen.
Mit drei Diesel- und zwei Benzinmotoren bleibt die Triebwerkauswahl unverändert. Zwei 1,3-Liter-Multijet-Dieselmotoren stehen in den Leistungsklassen 51 kW/70 PS und 66 kW/90 PS zur Verfügung. Der 1,9-Liter-Multijet-Diesel leistet 74 kW/100 PS. Die Common-Rail-Selbstzünder sorgen jedoch für eine ungewohnt laute Geräuschkulisse. Alternativ hält Lancia für den Musa einen 1,4-Liter-Benziner mit 57 kW/77 PS und einen 1,4-Liter-Ottomotor mit 70 kW/95 PS bereit. Alle Motoren erfüllen die Schadstoffnorm Euro 4. Leistungsstärkere Varianten sind, so ein Lancia-Sprecher, nicht zu erwarten. Neue Dieselaggregate werden jedoch für den Musa-Nachfolger nicht ausgeschlossen. Da für den Fiat Stilo ein Nachfolger nicht geplant ist, wird der Lancia Musa voraussichtlich als alleiniger Vertreter eines kleinen Vans im Konzern überleben.
Für den Ottomotor mit 77 PS und die beiden 1,3-Liter-Mulitjet-Diesel bietet Lancia optional ein automatisiertes Fünfganggetriebe an, das neben dem automatisierten Schaltmodus auch manuell bedient werden kann und bei der Fiat-Marke Alfa bereits in einigen Modellen eingesetzt wird. Die Kupplung wird elektronisch gesteuert. Gegenüber herkömmlichen Automatikgetrieben arbeitet die Lancia-Technik im automatischen Betrieb beim Gangstufenwechsel aber nicht völlig ruckfrei , der zudem sehr früh erfolgt. Neben dem Normal-Modus kann auch ein Economy-Programm eingestellt werden, das laut Lancia im kombinierten Zyklus bis zu 0,2 Liter/100 km Kraftstoffersparnis bringt.
Der überarbeitete Musa wird in den Ausstattungslinien Argento, Oro und Platino angeboten. Als limitiertes Editionsmodell gibt es zur Einführung eine weitere Linie Belezzo mit zusätzlichen Merkmalen wie Leichtmetallrädern, Leder-Interieur für Sitze, Lenkrad und Schalthebel sowie Parksensoren. Achim Feist/mid
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