2,5 Liter fr die ganze Familie: Mazda 6 im Test

  1. Test
  2. Bildergalerie
  3. Datenblatt
  4. Preisliste
  5. Fazit
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Mazda 6 MZR 2.5
November 2007
28.500 Euro
Antrieb 90%
- spritzigste Motorisierung frs Modell
- nur mit manueller Schaltung zu haben
Fahrwerk 90%
- gibt sich immer familientauglich
- leichter Sport-Touch
Karosserie 95%
- schicker bei gleichen Proportionen
- gut zugnglicher Kofferraum
Kosten 75%
- gut ausgestattet frs Geld, geringer Wertverlust
- erst ab der drittteuersten Ausstattungslinie zu haben
St. Tropez, 16. November 2007 Der knurrt ein bisschen, der spurtet gut und seinen Diesel wird es wieder nicht mit einer Automatik geben. Wir nehmen uns zum zweiten Mal die neue Generation des Mazda 6 vor. Endlich zum Testen zur Verfgung: Der 170 PS starke 2,5-Liter-Benziner. Schauen wir mal, wie Mazdas Familien-Limo damit unterwegs ist.

sthetik auf Asphalt
Der neue Mazda 6 kommt als feine Weiterentwicklung seines Vorgngers daher. Welchen Motor er unter der Haube trgt, verrt er mit keinem ueren Detail. Der Vorderwagen geht wie auch schon beim SUV Mazda CX-7 dezent in Richtung RX-8. Die geschwungenen Radhuser, die an die Form des Grills angepasste Grafik der Frontleuchten sowie die mit den Frontlichtern korrespondierenden Hecklampen alles wirkt sehr harmonisch. Der Wagen ist gegenber seinem Vorgnger kaum gewachsen: Sechs Zentimeter lnger, ein Zentimeter breiter und genauso hoch wie der aktuelle Mazda 6 fhrt er durch die Gegend. Neulinge werden den Knopf zum ffnen der Heckklappe ein wenig suchen: Er ist sehr klein und befindet sich rechts in der dritten Bremsleuchte.

Innere Qualitten
Wer die Hartplastik-Kabinen mancher amerikanischer Wagen kennt, wei einen Innenraum wie im neuen Mazda 6 erst richtig zu schtzen. Die Soft-Touch-Oberflchen des Armaturenbretts sind kratzfest und hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. Die Sitze sind bequem, langstreckentauglich und bieten mit einer niedlichen Wulst rechts und links nur migen Seitenhalt. Hinten ist auch fr groe Leute ausreichend Platz um lngere Strecken zu berstehen. Immerhin zwei Zentimeter mehr Knieraum steht den Gsten im Fond zur Verfgung. Und recht leise ist es auch: Bei 60 km/h steigt der Geruschpegel im Inneren auf gerade mal 67,5 Dezibel auf den Vordersitzen muss also niemand laut werden, um den Gsten im Fond etwas mitzuteilen. Allerdings erzeugen die Auenspiegel ungewhnlich frh Windgerusche wie bei einer Fahrt ber eine flache Insel: Ab 70 km/h pfeift es ein wenig an den Spiegel-Enden. Und jetzt hat Mazda auch bekannt gegeben, was sich unter dem Kofferraumdeckel verbirgt: 519 Liter Stauraum warten aufs Familien-Gepck.

Etwas leichter
Der Neue hat es geschafft, ein ganz klein wenig abzuspecken. 35 Kilogramm weniger bringt er jetzt auf die Waage. Auf das Fahrverhalten wirkt sich das natrlich kaum aus, ganz im Gegensatz zur neu abgestimmten Vorderradaufhngung. Der Wagen ist stramm abgestimmt, schafft aber den Drahtseilakt zwischen Sport-Gefhl und Fahrkomfort fr die ganze Familie. Schlaglcher, Rillen oder Eisbrocken auf der Strae bringen den Mazda nicht aus der Ruhe. Die Bremsscheiben haben jetzt einen Durchmesser von beinahe 30 Zentimetern und bringen den Wagen definiert auf kurzem Weg zum Stehen. Genau so viel Freude bereitet die Lenkung mit elektrischer Servountersttzung. Immer ausreichend hart abgestimmt, wird ihre Przision schnell zur Selbstverstndlichkeit.

200 Milliliter mehr
Den bisherigen 2,3-Liter-Benziner ersetzt Mazda durch einen Motor, der jetzt 2,5 Liter Hubraum zur Verfgung stellt. Die neue Top-Motorisierung setzt 170 PS und ein maximales Drehmoment von 226 Newtonmetern frei. Damit sind die 200 Milliliter zustzlicher Hubraum also fr einen Zuwachs von vier PS und 19 Newtonmetern gut. Trotzdem kommt das Aggregat mit durchschnittlich 0,6 Liter weniger Sprit pro 100 Kilometer als sein Vorgnger aus. 8,1 Liter Super gehen im kombinierten Modus fr den Vortrieb drauf.

Der schnellste von allen
Als einziger aller derzeit verfgbaren Mazda-6-Motoren schafft der 2,5-Liter den Sprint von null auf 100 in unter zehn Sekunden: 8,0 Sekunden vergehen bis zum erlsenden dreistelligen Bereich. Mit 220 km/h ist der 2,5-Liter-Mazda auch das schnellste aller 6-Modelle. Trotzdem ist das Triebwerk nicht rauer als seine schwcheren Geschwister: Ausgleichswellen, ein Zweimassen-Schwungrad und ein verringerter Abgasgegendruck tragen zur familientauglichen Laufruhe bei. In der Praxis ist der 2,5-Liter eindeutig der Spritzigste im Bunde. Auch an steilen Steigungen zieht er ohne Probleme weg und geht auf jeden Gasbefehl mit der gebotenen Drehfreude ein.

Nur manuell
Die Kraft des Benziners mit 2,5 Liter Hubraum lsst sich ausschlielich mit einer manuellen Sechgangschaltung verwalten. Die Fnfgang-Automatik gibt es nur fr den 2,0-Liter-Otto. Schade fr potenzielle Firmenkunden und Freunde vollkommener Entspannung: Auch fr das noch nicht zur Verfgung stehende Diesel-Aggregat wird es definitiv keine Automatik geben. Mazda windet sich zwar wie ein Aal, wenn es um die Beantwortung dieser Frage geht, aber hier spielt nur das Verkaufsvolumen eine Rolle. Und fr den gegenwrtig nur in Europa interessanten Diesel scheint sich die Konzeption einer Automatik aus Mazdas Sicht nicht zu lohnen auch wenn diese Form der Schaltung auf der Wunschliste von Mazda Europa ganz oben steht. In Sachen 2,5-Liter-Motor macht sich die manuelle Schaltung wie bei den kleineren Motorisierungen: Sehr genau und in der passenden Spreizung lassen sich die Stufen einteilen. Auch gengend Elastizitt fr vom Familienleben ausgelaugte und deshalb eher schaltfaule Mtter und Vter hlt die Schaltung bereit.

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