- weniger Verbrauch bei gleich gebliebenen Leistungsdaten- präzise Handschaltung |
- sicherer Kurvenspaß |
- manchmal etwas hart |
- außen erfolgreich aufgefrischt |
- innen eng und Billig-Plastik |
- akzeptabler Einstiegspreis |
- Paket-Aufpreise, kein Navi verfügbar |
Rocker vs. Prinzessin
Vom Fahrwerk eines MX-5 erwarten wir viel. Schließlich konnten uns die bisherigen Modell-Generationen dahingehend durchweg überzeugen. Und auch unser handbeschalteter Softtop-Wagen lässt es wieder krachen: Straff und direkt nimmt er sich jeder Kurve an. Dieses von Mazda immer wieder kolportierte Gefühl der Einheit zwischen Fahrer und Roadster ist kein hohles Gerede. Der gerade mal 1.165 Kilogramm leichte Wagen überzeugt uns wieder. Das Hardtop-Coupé will sich anscheinend eine andere Käuferschicht erschließen: Deutlich weicher nimmt es den Untergrund, bügelt sogar ausgewachsene Schlaglöcher sanft weg. Auch Lenkung und Bremsen kommen uns im Klappdach-Modell etwas softer vor.
Innere Werte
Unsere beiden MX-5 fahren mit dem gleichen Motor: dem 2,0-Liter-Benziner mit 160 PS. Leistungs- und Drehmoment-Werte bleiben gleich, aber der Verbrauch konnte ein wenig runtergeschraubt werden. Arbeiten tief im Inneren der Metall-Maschinerie führen dazu. Kurbelwelle, Kolbenbolzen und Ventilfedern sind neu. Die Verwendung von dauerhaftigeren Materialien bedingt, dass der Drehzahlbereich angehoben werden konnte - die maximal 160 PS liegen jetzt bei 7.000 statt bei 6.700 U/min an. Dies heißt aber auch, dass wir das Aggregat immer gut auf Umdrehungen halten müssen, der richtige Punch ist frühestens ab 4.000 U/min zu spüren. Tempo 100 ist mit Sechsgang-Handschaltung nach 7,6 Sekunden erreicht, hoch geht es bei kernig-rauem Sound bis zu 213 km/h. 7,6 Liter Sprit werden auf 100 Kilometer im Schnitt verpulvert - bisher waren es 7,7 Liter.
Automatisches Softster-Feeling
Während es die Handschaltung mit sechs Gängen richtig knacken lässt, muss die erstmals in Europa angebotene MX-5-Automatik noch beweisen, ob sie es drauf hat. Ohne großartige Ruckler macht sie ihren Job und kann sogar mit Lenkrad-Schaltwippen zur gewünschten Gang-Position gezwungen werden. Aber auch sie trägt zu einer weichen Gangart bei, passt gut zum komfortableren Roadster mit das Sicherheits-Gefühl verstärkendem Metalldach. Die Automatik fehlte noch, um aus dem Roadster einen Softster zu machen. Die Fahrwerte bestätigen bei einem Verbrauch von 7,9 Litern diesen Eindruck: Beschleunigung in den dreistelligen Bereich in 8,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 194 km/h.
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