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Ratgeber: Mit dem Fahrrad in den Flieger

Montag März 17

Der Transport mit dem Flugzeug kann einem Fahrrad ganz schön zusetzen. Am Zielort kommt es dann verbeult an oder ist gar nicht mehr aufzufinden. Und die Fluggesellschaften ersetzen den Schaden nur selten im vollen Umfang.

Jedes Jahr verschwinden bei Flügen rund 230 000 Koffer, wobei der Schadensersatz nach dem sogenannten Abkommen von Montreal geregelt ist. Demnach werden höchstens 1 200 Euro erstattet. Die Fluglinien sind zudem lediglich dazu verpflichtet, pro Kilogramm gerade einmal 20,50 Euro zu ersetzen. Diese Regel trifft vor allem Rennradfahrer hart, die viel Geld investieren, um auf möglichst leichtgewichtigen Rädern zu trainieren. Die Entschädigungssumme erreicht dabei nicht einmal die Kosten eines hochwertigen Sattels.

Auch bei Beschädigungen sind die Fluglinien zu Ersatz verpflichtet, doch gilt es dabei einige wichtige Details zu beachten. Ist das Rad nämlich nicht optimal gegen Beschädigungen geschützt (zum Beispiel durch einen soliden Radkoffer), sind die Ansprüche hinfällig. Beschädigungen muss der Radler zudem so schnell wie möglich anmelden. Die Frist liegt bei maximal sieben Tagen nach der Landung. Die Schäden müssen darüber hinaus schriftlich im "Property Irregularity Report" angezeigt werden.

Für den Fall der Fälle kann daher der Abschluss einer Reisegepäckversicherung hilfreich sein, wobei das Kleingedruckte besonders aufmerksam studiert werden muss. Viele Gesellschaften haben Höchstgrenzen, die bei maximal 2 000 Euro liegen, was nicht immer den Wert des Rades abdeckt. Zudem ist ein Fahrrad nicht bei allen Gesellschaften versichert. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) empfiehlt daher den Anbieter Bike-Assekuranz (www.bike-ass.de), der allerdings lediglich den Zeitwert absichert. Pro Jahr wird ein Abschlag von fünf Prozent fällig. Zudem gilt die Police nicht in allen Ländern. Die Kosten für den Versicherungsschutz richten sich nach dem Wert des versicherten Rades.

Im Rahmen eines Fahrrad-Schutzbriefes ist das Rad rund um die Uhr geschützt, und bei einem Unfall oder Diebstahl übernimmt die Versicherung die Transportkosten bis zur nächsten Werkstatt (bis 130 Euro). Bei einem Totalschaden wird ein Mietrad bis maximal sieben Tage (bis 15 Euro pro Tag) finanziert. Dieser Schutzbrief kostet rund 14 Euro und gilt in ganz Europa einschließlich der Mittelmeerstaaten. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, lässt sein Rad am besten zu Hause und setzt sich an seinem Urlaubsort auf ein Mietrad. Alexander Robinson/mid


 
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