- ordentliche High Speed bei guten Emissionswerten |
- sehr haklige Schaltung |
- geringe Wankneigung |
- insgesamt recht hart gefedert |
- schnittig und wirklich schick |
- im Fond sehr eng |
- etwas preiswerter als die deutsche Konkurrenz |
- einige Details nur in Ausstattungspaketen |
Wer schön sein will ...
Der Preis für die gute Form wird beim Einsteigen in den Fond aufgerufen. Auch kleinere Zeitgenossen sind gezwungen, ihren Kopf einzuziehen, die heruntergezogene Dachkonstruktion will es so. Ist man erst mal drin, bleibt es kuschelig eng. Das Haupt geht mit dem Dachhimmel auf Tuchfühlung, während die Knie das Rückenpolster der Vordersitze stützen.
Kein Blick zurück
Die immense Keilform geht auch am Innenraum nicht spurlos vorbei. Den Blick nach hinten kann man sich beim Rückwärts-Einparken beinahe schenken. Das Heck ist einfach zu hoch. Den Job übernimmt am besten die Rückfahrkamera. Aber diese ersetzt nicht den Blick nach links und rechts vom Heck. Die B-Säule breitet sich einen gefühlten Meter aus und ist Gesamtform-bedingt sehr kurz, Ruck-Zuck drückt sich auch schräg hinten das hohe Heck ins Auge des Betrachters. Beim Einparken versuchen die großen Außenspiegel zu helfen. Zwecks Schonung der Alu-Schuhe kippen sie beim Einlegen des Rückwärtsgangs nach unten. Richtig viel bringt das aber nicht. Wie überall hilft hier nur eins: Üben, Üben, Üben.
Hart im Geben
Der IS ist ganz sicher kein softer Schönling. Der Japaner mag es schön hart. So wird ein Stück der Federung den schon beschriebenen komfortablen Sitzen überlassen. Vorteil dieser Abstimmung: Der Lexus neigt kaum zum Wanken. Die Härte des Fahrwerks wird übrigens vom Fahrer durchweg stärker empfunden als von seinen Mitfahrern. Besonders weibliche Gäste haben an der Federwirkung einfach nichts auszusetzen. Schönheit wird tatsächlich so einiges verziehen.
Bewegtes Schauspiel
Beim Beschleunigen kann der IS richtig laut rumpöbeln. Der rüpelhafte Auftritt jagt dem Ganghebel so viel Angst ein, dass er im Leerlauf zittern muss. Davon lässt sich auch Mister Hasenfuß, der Rückspiegel, anstecken. Es ist eine ganz besondere Erfahrung, den nachfolgenden Verkehr über den Asphalt vibrieren zu sehen. Im allgemeinen wird dieses Verhalten als ungünstig betrachtet.
Mutters Stolz
Beim Motor merkt man den Trend, die Marke Lexus immer stärker an die Konzernmutter Toyota heranzurücken. Der 2,2-Liter Diesel mit seinen 177 PS verrichtet auch im RAV4 2.2-D-CAT sein Werk. Im IS bringt er eine High Speed von 220 km/h auf die Straße. Der 100 km/h Grenze fällt in 8,9 Sekunden. In unserem Test becherte sich das Aggregat mit durchschnittlich 9,5 Litern Diesel der 100-Kilometer-Marke entgegen. Bei längeren 220-km/h-Anteilen steigt der Verbrauch auf glatte 10 Liter.
Stör-Hebel
Der sportlich ambitionierte Fahrer schaltet nach wie vor von Hand. Und das sollte er im IS auch reichlich machen. In den unteren Gängen wartet man ansonsten vergebens auf einen Adrenalinstoß. In höheren Schaltstufen scheinen dagegen eher die oberen Drehzahlen in der Nähe des Rotlichtviertels zu ziehen. Dabei ist eine präzise Hand gefragt. Die Grenzen zwischen den Gängen brechen zusammen, die Schaltung wirkt wie ein chaotisches Sündenbabel. Aber der Ganghebel hat ein spaciges Chrom-Gesicht und eine straff sitzende Ledermütze ohne Kulissen-Einprägung. Man fasst ihn gerne an, weil er so gut aussieht.
(gh)
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| Durchschnittspreis | 1.362 | 1.46 | 1.46 | 1.544 |
| Günstigster Preis | 1.329 | 1.419 | 1.419 | 1.482 |