Kraftvoller Leisetreter: Der Jaguar XF 3.0 V6 Diesel im Test

  1. Test
  2. Bildergalerie
  3. Datenblatt
  4. Preisliste
  5. Fazit
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Jaguar XF 3.0 V6 Diesel
September 2009
51.200 Euro
Antrieb 95%
- durchzugsstarker Powerdiesel
- äußerst dezente Geräuschkulisse
Fahrwerk 75%
- äußerst komfortabel ausgelegt
- Querrillen zu deutlich spürbar
Karosserie 90%
- elegante, formschöne Linienführung
- Interieur wird durch Kunststoff entwertet
Kosten 80%
- passabler Verbrauch, umfangreiche Ausstattung
- teurer als die Konkurrenz
Haar, 18. September 2009 - Jaguar schickt den XF mit neuen Diesel-Triebwerken ins Modelljahr 2010. Wobei es sich eigentlich nur um einen neuen Motor handelt: Der Dreiliter-Sechszylinder ist nämlich in zwei Leistungsstufen erhältlich, mit 240 oder 275 PS. Das Vorgänger-Aggregat begnügte sich noch mit 2,7 Liter Hubraum und 207 PS.

Gewaltiges Drehmoment
Dank sequenzieller Biturbo-Aufladung und gewaltiger 500 Newtonmeter Drehmoment ist bereits die schwächere Variante des neuen Selbstzünders bärenstark. Bei konstanter Drehzahl, etwa innerorts oder auf dicht befahrener Autobahn, verrichtet ein besonders schnell ansprechender Lader die Arbeit. Steigt die Motordrehzahl auf über 2.800 Umdrehungen an, tritt zusätzlich der zweite Turbolader in Aktion. Im Ergebnis führt dies zu kraftvollem Durchzug und sportlichen Fahrwerten.

Äußerst leise
In 7,1 Sekunden beschleunigt der 1,8 Tonnen schwere Brite von null auf Tempo 100, bei 240 km/h endet der Vortrieb der 4,96 Meter langen Limousine. Auffallend ist die zurückhaltende Geräuschkulisse. Schon beim Anlassen vernehmen wir nur dezente Diesel-Klänge. Auch bei hoher Geschwindigkeit bleibt das Triebwerk angenehm leise.

Ausschließlich mit Automatik
Alle XF-Modelle kommen ausschließlich mit einer sehr komfortorientiert ausgelegten Sechsgang-Automatik. Diese wird über den anfangs gewöhnungsbedürftigen "Drive Selector" gesteuert - einem Aluminium-Drehregler, der an den iDrive-Controller von BMW erinnert. Der XF 3.0 V6 Diesel erfüllt die Euro-5-Abgasnorm, stößt passable 179 Gramm CO2 je Kilometer aus und soll laut Hersteller mit 6,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer auskommen. Wir benötigten im Schnitt knapp zehn Liter. Bei behutsamer Fahrweise sind allerdings Werte von unter acht Liter möglich.

Querrillen deutlich spürbar
Das Fahrwerk ist zwar auf Komfort ausgelegt, überträgt allerdings Querrillen zu deutlich an die Insassen. Das ist eines Autos der oberen Mittelklasse unwürdig. Äußerlich ist der XF auch eineinhalb Jahre nach dem Marktstart immer noch ein Hingucker. Das coupé-artig nach hinten abfallende Dach schränkt jedoch die Kopffreiheit der Fondpassagiere ein. Zum edlen Interieur mit Leder, Holz und Alu gar nicht passen die Kunststoff-Applikationen an der Armaturentafel und den Türverkleidungen. Diese Aspekte trüben das insgesamt positive Bild des XF 3.0 V6 Diesel ein wenig.

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