Von Amis für Amis
Dienstag Dezember 18
Auf der SEMA hat H&R Amerika einen veredelten Lincoln MKZ als neues Projektfahrzeug vorgestellt. Allerdings beschränken sich die Änderungen nicht nur auf das Fahrwerk.
H&R: Ein Traditionsunternehmen aus dem Sauerland, das längst in (fast) alle Teile der Welt expandiert hat - unter anderem auch in die USA. Genau dort entstehen in schöner Regelmäßigkeit Projektfahrzeuge, die leider nicht den Weg nach Europa finden. Neueste Kreation der amerikanischen H&R-Dependance: Ein nach allen Regeln der Kunst veredelter Lincoln MKZ.
Wie Cadillac bei General Motors spielt die nach dem ehemaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln benannte Marke im Ford-Konzern die Rolle des Luxusherstellers. Der MKZ ist das Einstiegsmodell der im Autostaat Michigan ansässigen Firma - und im Serienzustand alles andere als aufregend gestylt. Umso wirkungsvoller ist das, was sich unter der Regie von H&R im und am Viertürer getan hat. Hinter den 20-Zoll-"Boticelli"-Felgen von OZ (vorne mit 245/35er, hinten mit 255/30er Pirelli-Reifen) verbirgt sich natürlich das Beste, was die H&R-Regale derzeit zu bieten haben: Ein Gewindefahrwerk senkt die Karosserie um rund 60 Millimeter ab und soll in Zusammenarbeit mit Spurverbreiterungen und Sturzjustierungen für ein agileres Fahrverhalten sorgen. Eine Brembo-Anlage mit Vierkolben-Bremssätteln beißt im Notfall kräftig zu, und eine Domstrebe sorgt für ein Plus an Verwindungssteifigkeit.
Spezialisten beauftragt
Die optischen Änderungen hat "H&R Special Springs" bei Spezialisten in Auftrag gegeben. Von 3d Carbon stammen Front- und Hecklippe sowie die Dachleisten. Tri-Star Enterprise ist für die Karosseriearbeiten, die Gestaltung des Kühlergrills und die Lackierung im klassischen Schwarz verantwortlich. Hinzu kommen eine LED-Unterbodenbeleuchtung und auffällige MKZ-Schriftzüge, die auch unwissenden Betrachtern deutlich machen, mit welchem Gefährt sie es hier zu tun haben.
Den 267 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner belassen H&R und Co. im Originalzustand; im Motorraum kommt lediglich ein durchsatzfreudigerer Luftfilter von K&N zum Einsatz. Doch das Triebwerk soll nicht nur befreiter ein-, sondern auch ausatmen. Deshalb spendiert der kalifornische Spezialist Borla eine Auspuffanlage aus seinem "Cat Back"-Programm.
Unterhaltsame Chauffeurslimousine
Im Innenraum des Lincoln MKZ bleibt kaum etwas unangetastet. Die Ebenholz-schwarze Veloursleder-Ausstattung korrespondiert gut mit der silbernen Innenlackierung. Das Multimedia-Navigationssystem sowie die Zwei-Wege-Soundanlage mit Subwoofer und Verstärker stammen von Pioneer. Doch nicht nur für Unterhaltung, auch für Komfort ist gesorgt: In der Rücksitzbank befindet sich ein kleiner Kühlschrank, in dem bei Bedarf ein kühles Budweiser Platz findet. Damit taugt der unter H&R-Regie veredelte Lincoln MKZ auch als Chauffeurslimousine.
Bevor es jedoch dazu kommt, geht er noch auf Amerika-Tour. Auf der SEMA in Las Vegas erstmals dem Publikum präsentiert, ist der edle Exot nun auf Treffen und Shows zwischen Florida und Washington zu sehen.
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