Dienstag Februar 19
Viel Komfort bei einem äußerst fairen Preis ist das Kennzeichen des Kia Magentis. Das aufgefrischte Mittelklasse-Modell, das Anfang 2006 auf den Markt gekommen ist, hat dem Käufer einiges zu bieten: Trotz einer umfangreichen Ausstattung und guten Fahreigenschaften, bleiben die Kosten für die Stufenhecklimousine überschaubar. Getestet wurde der Fronttriebler mit dem 138 kW/188 PS starken 2,7-Liter-Ottomotor. Die Preisliste startet bei 27 690 Euro.Der Viertürer verfügt über eine klassische Optik mit voluminöser Front, aerodynamischer Linienführung und einem markanten Heck. 17-Zoll-Leichtmetallräder und eine Auspuffanlage mit Doppelendrohr setzen sportliche Akzente. Im Innenraum des Fünfsitzers wurde auf Komfort geachtet. Ein elektrisches Glasschiebedach sorgt für viel Licht. Lenkrad, Schaltknauf und andere Ausstattungsteile sind in Leder gehalten. Allerdings trüben wenig hochwertig wirkende Plastikverkleidungen im Cockpit den guten Eindruck. Die Instrumente am Armaturenbrett sind übersichtlich gestaltet und alle Schalter und Knöpfe leicht zu bedienen. Ablagefächer für Brillen, Karten oder die Geldbörse sind ausreichend vorhanden.
Das Platzangebot auf den Vordersitzen ist großzügig, im Fond ist ebenfalls genügend Beinfreiheit verfügbar. Durch die nach hinten abfallende Dachlinie können sich größere Menschen beim Einsteigen allerdings den Kopf stoßen. Beim Hinsetzen fallen die bequemen Sitze auf. Kleineren Personen geben sie jedoch wenig Seitenhalt. Die Sicht ist nach allen Seiten gut, so dass einfaches Einparken möglich ist. Der Kofferraum fasst 496 Liter und bietet ausreichend Platz für Einkaufstüten, Reisegepäck oder Kinderwagen. Und wenn das nicht ausreicht, kann das Fassungsvermögen des Gepäckabteils durch das Umlegen der Rücksitzbank auf 816 Liter erweitert werden. Da die Ladekante relativ hoch liegt, ist es jedoch keine angenehme Aufgabe, Getränkekästen oder schwere Gepäckstücke zu verstauen.
Mit einer Leistung von 138 kW/188 PS beschleunigt der Fronttriebler in 9,1 Sekunden von null auf 100 km/h. In der Spitze erreicht er 220 km/h, wobei das maximale Drehmoment von 247 Nm bei 4 000 U/min anliegt. Der 2,7-Liter-Ottomotor ist bei der Fahrt angenehm leise, von der Geräuschentwicklung des Sechszylinder-Benziners ist im Innenraum kaum etwas zu hören. Im unteren und mittleren Drehzahlbereich ist genug Kraft vorhanden, um das Fahrzeug schwungvoll zu beschleunigen. Erst bei höheren Geschwindigkeiten sinkt die Durchzugskraft deutlich ab. Negativ schlägt der Testverbrauch von elf Litern Super zu Buche. Für sparsameres Fahren steht dem Käufer bei der Motorisierung allerdings auch ein 2,0-Liter-Dieseltriebwerk mit 103 kW/140 PS zur Wahl. Außerdem ist noch ein 2,0-Liter-Benziner mit 106 kW/144 PS verfügbar.
Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt, so dass sich der Magentis vor allem als Reisefahrzeug für längere Strecken gut eignet. Angenehm abgestimmt sind die relativ direkte Lenkung und die Fünfstufenautomatik, die mit kaum spürbaren Schaltvorgängen punktet.
Die Ausstattung des Viertürers kann sich ebenfalls sehen lassen. Mit an Bord sind neben elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und Klimaanlage auch elektrisch verstellbare Vordersitze mit Sitzheizung, ein Tempomat, Regensensor, Parksensoren am Heck sowie ein Bordcomputer. Das Sicherheitspakt ist ebenfalls umfassend. Unter anderem sind Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags sowie ESP vorhanden. Dazu kommen ein Bremsassistent und aktive Kopfstützen an den Vordersitzen. Wer eine Panne hat, kann sich zudem über ein vollwertiges Ersatzrad freuen. Für Preise ab 27 690 Euro ist der Kia Magentis 2.7 zu haben. Auch die Steuern bleiben mit 182 Euro im Rahmen. An Beiträgen für eine Haftpflichtversicherung werden beispielsweise bei der AXA-Versicherung jährlich 593 Euro fällig.
Insgesamt lässt sich der Magentis als komfortabler Reisebegleiter beschreiben. Er ist besonders für Fahrer geeignet, die auf ausreichend Platz, eine umfangreiche Ausstattung und einen kräftigen Benziner Wert legen. Alexandra Daubner/mid
Teststeno Kia Magentis 2.7:
Viertürige Stufenhecklimousine der Mittelklasse mit fünf Sitzen,
Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,74 m/1,81 m/1,48 m/2,72 m; Kofferraumvolumen 496 bis 816 Liter, zul. Gesamtgewicht 2 020 kg; Motor mit Getriebe: 2,7-Liter-Ottomotor mit Fünfstufenautomatik, 138 kW/188 PS, max. Drehmoment 247 Nm bei 4 000 U/min, 0-100 km/h in 9,1 Sek., Höchstgeschwindigkeit 220 km/h, Verbrauch laut Hersteller 9,2 l/100 km Super, CO2-Emission 220 g/km, Testverbrauch rund 11 l/100 km Super; Sicherheit: Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags und ESP, Steuern pro Jahr 182 Euro, Beiträge bei der AXA-Versicherung: KH 593 Euro, (Typklasse 16, SF 1, Zulassung Düsseldorf, 100 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief), VK 800 Euro (Typklasse 22, SF 1 300/150 Euro SB), TK 102 Euro (Typklasse 21, 150 Euro SB); Preis ab 27 690 Euro.
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| Durchschnittspreis | 1.109 | 1.336 | 1.336 | 1.415 |
| Günstigster Preis | 1.054 | 1.279 | 1.279 | 1.339 |