KITT fährt und fliegt wieder
Mittwoch Dezember 19
Knight Rider kehrt wieder auf den Bildschirm zurück. Aus dem Pontiac Trans Am von einst ist in der Neuauflage allerdings ein Shelby GT500KR in Agentenausführung geworden.
Kalifornien, irgendwann in den 80ern: Der schwarze Truck der "Foundation für Recht und Verfassung" rollt scheinbar ziellos über staubige Straßen. Plötzlich öffnet sich die Ladebordwand, ein schwarzer Sportwagen rollt rückwärts aus dem Anhänger, vollführt einen halben Donut uns macht sich auf, die übelsten Schurken Amerikas zu jagen. Am Steuer: Michael Knight, Ex-Polizist und das Ein-Mann-Einsatzkommando der Foundation. Doch Knight alias David Hasselhoff wäre nichts ohne sein Gefährt, schließlich heißt es im Intro zu jeder Folge "Ein Auto. Ein Computer. Ein Mann" - und zwar in dieser Reihenfolge. Dieses Auto, ein 82er Pontiac Trans Am, kann nicht nur sprechen, sondern auch Gewebeproben analysieren, eigenständig fahren (wenn nötig bis zu 300 Meilen pro Stunde schnell) und sogar springen. Keine Frage: Nicht Hasselhoff, die meist recht flachen Geschichten oder die schönen Frauen waren die Stars der Serie, sondern das Auto namens "KITT". Jetzt kehren Knight Rider und KITT zurück, allerdings in modernerer Form.
Die Helden sind diesmal andere
Was 1986 nach vier Staffeln sein Ende gefunden hat, lebt nun wieder auf. Allerdings vorerst nur als Pilotfilm und nur im amerikanischen TV-Sender NBC. Auch Hasselhoff ist per Kurzauftritt wieder mit von der Partie, der Held ist diesmal aber ein anderer: Justin Bruening verkörpert Michael Knights lange vermissten Sohn Mike Tracer, der am Steuer des "Knight Industries Three Thousand" auf Verbrecherjagd geht.
Doch wie damals bei Michael Knight wird für Tracer nur eine bessere Nebenrolle übrig bleiben. Zu spektakulär ist das, was ihm als Dienstwagen dient: Der neue Shelby GT500KR, wobei das "KR" nicht etwa für "Knight Rider", sondern für die traditionelle Bezeichnung "King of the Road" steht. Und der Shelby hat das Rüstzeug, und die Fußstapfen des legendären Urahnen zu treten. 548 PS leistet der Ami-Sportler, doch die Fans werden sich vielmehr über die Agentenausstattung freuen, die sich an Bord des potenten Mustang-Ablegers befindet. Der Supercomputer ist in der Lage, sich in jedes System zu hacken, und seine künstliche Intelligenz macht KITT zum idealen Gefährt(en) für Mike Tracer: Wie sein Vorfahre denkt das Superauto logisch und präzise, verfügt über ein unendliches Fachwissen in allen Bereichen und lässt sich - anders als sein menschlicher Partner - nicht von Emotionen leiten.
Wandlungsfähiger als der Vorfahre
Der moderne KITT zeigt sich übrigens noch wandlungsfähiger als der alte. Im "Hero"-Modus gibt sich das Superauto vergleichsweise unscheinbar, tritt als Standard-GT500KR auf und dient Mike Tracer in erster Linie als Fortbewegungsmittel. Sobald es gilt, den Schurken dingfest zu machen, wechselt der Shelby in den "Attack"-Modus: An allen Ecken und Ende fahren Zusatzflügel aus, und das obligatorische rote Lauflicht bewegt sich um einiges schneller. Dann verwandelt sich auch das ursprünglich eher nüchterne Cockpit in eine hochmoderne Kommandozentrale, die es Mike Tracer ermöglicht, auf eigene Faust für Recht und Ordnung zu sorgen. Und spezielle Nano-Technologie erlaubt KITT, je nach Gefahrensituation Farbe und Form zu ändern.
Was die Nachfolger von Michael Knight und KITT können, beweisen sie am 17. Februar ein einem zweistündigen Pilotfilm, der im US-TV-Sender NBC ausgestrahlt wird. Ob eine Serie folgt, steht noch nicht fest und hängt vom Erfolg des Films ab.
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