- cruisinggeeigneter bivalenter Motor |
- bei höheren Drehzahlen sehr laut |
- gut auf allen Untergründen |
- kein ESP verfügbar |
- viel Platz vorne und im Gepäckraum |
- im Fond ein wenig eng |
- noch bessere Serienausstattung als beim Serienmodell |
- sehr teures DVD-Navi (3.200 Euro) |
Schön glatt
Ebenfalls beim Forester Celebration Serie: die Lederausstattung. Und der Bezug ist so glatt, dass man mit Leichtigkeit hin und herrutschen kann, was auf der Rückbank ganz praktisch ist. Dort wird es nur eng, wenn vorne sehr große Leute ihre Sitze nach hinten schieben. Ein kleines Gepäcknetz wurde übrigens nur an die Rückseite des Beifahrersitzes genäht, der Fahrersitzrücken bleibt glatt. Die Sitzmöbel bieten Komfort für ellenlange Fahrten und vorne sogar richtig sportlichen Seitenhalt plus Sitzheizung. Der Kombi-Kofferraum lässt sich durch Umklappen der Rücklehne auf maximal 1.592 Liter vergrößern, was selbst für große, klobige Gegenstände ausreichen sollte.
Vorbildlicher Untergrundkämpfer
Beim Fahrwerk lässt sich der Forester nicht lumpen. Kiesige Feldwege werden ebenso souverän abgefertigt wie Schlagloch-Landstraßen oder glatte Autobahnabschnitte. Beim Einbremsen nervt kein Nicken, und übermäßiges Wanken in Kurven ist auch nicht zu spüren. Die Lenkung ist präzise, könnte aber einen Tick direkter sein. Muss die Geschwindigkeit abgesenkt werden, leisten die Bremsen ihren erwarteten Beitrag bei gutem Druckpunkt obwohl wir hinten mit einer Trommelbremse leben müssen. Und auf jedem Untergrund quasi immer ein Vorteil: der für alle Subarumodelle typische serienmäßige Allradantrieb. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: ESP gibt es nicht mal gegen Aufpreis, das Gleiche gilt für Seiten- und Kopfairbags im Fond.
Boxer schnüffelt Gas
Die Forester-Celebration-Modelle bekommen den Zweiliter-Boxermotor mit 158 PS. In Kombination mit der Automatikschaltung schaffen sie die 100er-Grenze in 11,9 Sekunden, mehr als 190 Kilometer können in einer Stunde nicht zurückgelegt werden. Zum Cruisen auf Landstraßen oder zum Fahren in der Stadt ist das Aggregat ausgezeichnet geeignet. Die schwingungsarme Boxerbauweise mit ihrem tiefen Schwerpunkt ist aufwendig und gut. Nur beim Beschleunigen hapert es, wie der 11,9-Sekunden-Wert schon vermuten lässt, ein wenig. 9,3 Liter Super verarbeitet das Aggregat auf 100 Kilometern. Dafür kann man den Motor aber auch mit Gas betreiben.
Sparpotenzial
Für 2.900 Euro wird der Forester Celebration zu einem Benzin-Gas-Hybridfahrzeug umgerüstet. Bei normalen Modellen ohne Preisvorteil findet die Umrüstung auf Wunsch noch bis Ende März 2007 kostenlos statt. Dies ist besonders für wirtschaftlich denkende Fahrer interessant, da der spektakuläre Subaru-Boxer-Diesel, der erste Boxer-Diesel der Welt, erst Anfang 2008 in Serienmodellen verfügbar sein wird. Bei Gasantrieben stehen zwei Sorten Gas zur Verfügung: Erdgas (CNG Compressed Natural Gas) und Autogas (LPG Liquified Petroleum Gas). Subaru hat sich auf die Autogas-Seite geschlagen. Egal ob CNG oder LPG: Wer mit Gas fährt, spart Kosten, da der Kraftstoff noch bis zum Jahre 2018 steuerlich bevorzugt wird. Subaru hat bei einem Forester mit einer Laufleistung von zirka 20.000 Kilometern pro Jahr eine jährliche Ersparnis von 920 Euro errechnet.
Kaum ein Unterschied
Der Gastank befindet sich anstelle des Reserverades im Kofferraum. Der Kofferraumboden musste um fünf Zentimeter nach oben rücken, um dem reifenförmigen LPG-Tank Platz zu machen. Trotzdem ergibt sich bei umgelegter Rückbank eine geradezu ebene Ladefläche. Mit dem Gas aus dem 65-Liter-Tank kommt man 500 Kilometer weit, mit dem Benzinvorrat gesellt sich der gleiche Wert noch mal dazu. Zwischen den Betriebsarten wechseln kann man mit einem kleinen Knopf auf dem Armaturenbrett links neben dem Lenkrad. Drückt man ihn, quittiert er das mit einem vorwurfsvollen Piepton. Nur ganz selten ist in bestimmten Fahrsituationen ein kleines Ruckeln zu spüren. Ansonsten bleibt alles gleich, selbst der Klang.
Einfaches Räderwerk
Den Forester Celebration gibt es mit manueller und automatischer Schaltung. Das Automatik-Modell kostet 1.330 Euro mehr, hat dafür aber nur vier Schaltstufen, was locker in den Bereich antik fällt. Fürs gemächliche Fahren reicht der Wandler, beim kräftigen Beschleunigen tauscht das Getriebe seine Persönlichkeit: Laut und mit leichtem Widerwillen kämpft es sich nach oben. Der Nachwuchs im Fond könnte den entstehenden Sound sogar cool finden. Wer lieber manuell schaltet, kann hier seiner Vorliebe treu bleiben und bekommt auch noch eine Geländeuntersetzung.
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