- durchzugsstarker Motor |
- in niedrigen Drehzahlen knurrig |
- ausgeprägte Stuckerneigung- zu straffe Federung |
- großer Kofferraum |
- eingeschränkte Kopffreiheit hinten |
- Praxisverbrauch weicht stark von Herstellerangabe ab- hoher Grundpreis |
Hart im Nehmen
Das serienmäßige Schaltgetriebe arbeitet etwas hakelig, eine Anzeige mahnt zum Hoch- und Runterschalten. Allerdings gibt es im Gegensatz zum A4 2.0 TDI e keine Start-Stopp-Automatik. Die gut übersetzte Sechsgang-Schaltung sorgt für einen spritzigen Antritt und ausreichende Elastizität, wobei die Beschleunigung in niedrigen Geschwindigkeitsbereichen mit deutlichem Knurren quittiert wird. Die beiden oberen Gänge sind länger übersetzt, was sich in einem niedrigen Drehzahlniveau bemerkbar macht. So liegen bei Tempo 120 im sechsten Gang 2.000 Touren an. Dadurch prädestiniert sich der A6 zum Langstrecken-Gleiter. Ein eklatanter Schwachpunkt ist allerdings die viel zu straffe Federung, die besonders auf Querfugen zum Stuckern neigt.
Warnung vor dem Winkel
Für ein zusätzliches Plus an Sicherheit sorgt der aufpreispflichtige Totwinkel-Warner: Wenn sich beim Spurwechsel ein anderes Fahrzeug von hinten nähert, leuchtet im Gehäuse des betreffenden Außenspiegels eine Warnlampe auf. So wird der Fahrer gemahnt, allerdings verleitet das Gimmick auch dazu, weniger in den Spiegel zu sehen oder einen Schulterblick zu riskieren.
Deutliche Abweichung
Kernfrage ist natürlich, wie viel Sprit sich der auf Sparsamkeit getrimmte A6 zu Gemüte führt. Audi gibt den offiziellen Verbrauch des A6 2.0 TDI e mit 5,3 Liter auf 100 Kilometer an. In unserem Test flossen hingegen durchschnittlich 6,9 Liter Diesel durch die Einspritzdüsen. Für sich betrachtet ist auch dieser Wert für ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse respektabel. Doch insgesamt betrachtet entfernt sich die Limousine damit um stolze 30 Prozent von der Werksangabe.
Der Preis des Sparens
Ein anderer Faktor, der den Sparwillen in weite Ferne rücken lässt, ist der Grundpreis des Fahrzeugs. Er beträgt 35.600 Euro, unser Testwagen kostete mit diversen Extras wie etwa dem Totwinkelwarner (600 Euro) und erweitertem Navigationssystem mit TV-Empfang (4.705 Euro) rund 50.000 Euro. Der Abstand des A6 2.0 TDI e zum hubraumgleichen 170-PS-Diesel beträgt 1.200 Euro. Zum Vergleich: BMW möchte für den 520d mit 177 PS mindestens 38.700 Euro haben. Eine interessante Alternative ist der Skoda Superb 2.0 TDI: Mit dem gleichen Motor wie im A6, aber in der Topausstattung Elegance kostet er nur 32.290 Euro.
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