- sehr gute Fahrleistungen- leichtgängige, knackige Schaltung |
- komfortabel und trotzdem sportlich hart- in jeder Situation gut kontrollierbar |
- sportliche, aber dezente Optik- Sportwagen mit viel Platz |
- im Vergleich zu einem Porsche ein Schnäppchen |
- hoher Spritverbrauch |
Audi setzt auf Hochdrehzahlkonzept
Audi setzt beim 4,2-Liter-Motor im RS4 erstmals auf die Kombination von Benzindirekteinspritzung und Hochdrehzahlkonzept. So sind bis zu 8.250 Umdrehungen pro Minute möglich. Das maximale Drehmoment von 430 Newtonmeter erreicht der RS4 bei 5.500 Umdrehungen pro Minute. 90 Prozent davon stehen zwischen 2.250 und 7.600 Umdrehungen zur Verfügung. Laut Audi sollen die Vorteile des Hochdrehzahlkonzepts die hohe Leistung im oberen Drehzahlbereich, die gleichmäßige Kraftentfaltung und das spontane Ansprechverhalten über den gesamten Drehzahlbereich sein. In der Praxis besitzt der RS4 in der Tat ausreichend Kraft, um in nahezu jedem Drehzahlbereich und bei jeder Geschwindigkeit noch einmal spürbar zu beschleunigen. Selbst kurzes Berühren des Gaspedals genügt, um die Mitfahrenden in die Sitze zu drücken und die Landschaft vorbeifliegen zu lassen. Vor allem in der Stadt ist es ein Segen, ohne häufige Gangwechsel und dennoch sportlich fahren zu können.
In einem Wimpernschlag von hundert auf null
So viel Vortrieb muss zwangsläufig irgendwann reduziert werden. Entgegen aller Erwartungen muss es aber kein beherzter Tritt aufs Bremspedal sein, um auch im oberen Bereich das Tempo zu verringern. Ein sanfter Tritt aufs mittlere Pedal reicht im Normalfall aus, um das Fahrzeug innerhalb kürzester Zeit zum Stehen zu bringen. Kein Wunder, immerhin kommen vorne 365 und hinten 324 Millimeter große, gelochte und innen belüftete Bremsscheiben zum Einsatz. Bei nasser Witterung werden die Bremsbeläge in regelmäßigen Abständen automatisch angelegt. Das System streift für den Fahrer unmerklich das Wasser von der Bremsscheibe und verbessert damit das Ansprechverhalten der Bremse.
Sportlich bequeme Sitze
Wie bei Audi üblich, sind Verarbeitung und Ausstattung des Innenraums allererste Sahne. Die elektrisch verstellbaren Schalensitze aus beigem Valcona-Leder sind sehr bequem und bieten dem Fahrer plus Anhang auch bei höheren Kurvengeschwindigkeiten genügend Seitenhalt. Für längere Autobahnabschnitte und groß gewachsene Insassen lässt sich die Sitzlänge individuell einstellen, beim sportlichen Fahren mit häufigen Kuppel- und Bremsmanövern sind die längeren Sitzpolster aber eher störend. Das Platzangebot ist für einen Sportwagen sehr großzügig und auch völlig ausreichend. Je nach Größe der Insassen gibt es im Fond etwas wenig Platz für die Knie. Vier Personen können jedoch ohne Probleme auch über längere Strecken komfortabel reisen. Das sportlich kleine Lenkrad liegt ausgezeichnet in der Hand und gibt die Lenkbefehle sehr direkt und leichtgängig an die Vorderräder weiter. Kleines Manko ist lediglich die abgeflachte Stelle an der Unterseite. Die Plastikabdeckung wirkt billig und lieblos und ist zudem beim Übergreifen sehr rutschig. Abhilfe würde das optional erhältliche und sehr griffige Lenkrad in Wildleder schaffen.
Hightech bei Highspeed
Ganz im Gegenteil zu manch puristischem Sportwagen bietet der RS4 jede Menge Technik. Das große Multifunktionsdisplay ist die Schaltzentrale des Autos. Leider empfängt der analoge TV-Tuner nur sehr selten ein einigermaßen akzeptables Bild, den Großteil der Zeit sendet der Fernseher nur Flimmern, da vielerorts nur noch digitales TV ausgestrahlt wird. Unverständlicherweise hat Audi zwar digitale TV-Tuner im Programm, für den RS4 ist aber nur ein Analoger lieferbar. Dafür funktioniert das restliche Entertainment-System tadellos. Die Steuerung des Navigationssystems und des Radios erfolgen intuitiv und bereiten in der Praxis keinerlei Probleme. Zum Telefonieren über die integrierte Freisprecheinrichtung kann das Handy getrost in der Jackentasche bleiben. Per Bluetooth können sämtliche Adressbucheinträge und Anruflisten über das Multifunktionsdisplay in der Mittelkonsole abgerufen werden. Der im Handschuhfach untergebrachte, sehr kompakte Wechsler für sechs CDs liefert in Kombination mit dem exzellenten Bose-Lautsprechersystem einen ähnlich unvergesslichen Sound wie der Motor des RS4.
Das Lämmchen und das Biest
Wie fährt sich ein 420 PS-Sportler im nahezu biederen Limousinen-Outfit? Antwort: erstaunlich einfach. Nach nur wenigen Kilometern fühlt man sich hinterm Steuer heimisch. Ein kurzer und beherzter Tritt auf das Gaspedal, und der Wagen beschleunigt in 4,8 Sekunden in den dreistelligen Tachobereich. Entlastet man den rechten Fuß nicht rechtzeitig, hört er damit auch erst bei Tempo 250 wieder auf. Unfreilwillig, doch die Quattro-Ingenieure haben hier den elektronischen Riegel vorgeschoben. Mit dem Potenzial des Motors würde man der 300er-Marke sicherlich ziemlich nahe kommen. Sein Metier ist aber nicht nur der Hochgeschwindigkeitsbereich, denn fährt man den Audi unter 3.000 Umdrehungen, kann er sanft wie ein Lämmchen sein. Aber wehe, man dreht den Motor höher. Denn dann beginnt das Konzert unter der Motorhaube und das Biest erwacht.
Komfortables Brett auf Rädern
Schnell gefahrene Kurven lassen den RS4 völlig kalt. Das sportlich straffe Fahrwerk bringt die Leistung tadellos auf die Straße, wirkt dabei aber nicht zu hart. Audis Dynamic Ride Control reduziert Wank- und Nickbewegungen auf ein Minimum. Da kommt Rennsport-Feeling auf. Durch die asymetrisch-dynamische Lastverteilung wird die Kraft je nach Bedarf auf Vorder- und Hinterachse geleitet und soll für bestmögliche Traktion sorgen. Im Normalfall ist die Vorne-Hinten-Verteilung 40 zu 60. Bei sich ändernden Straßenverhältnissen sind es bis zu 100 Prozent auf einer Achse. Auch im flotteren Alltagsgebrauch lässt sich der Audi in Kurven nicht quer stellen, geschweige denn, dass er ausbricht. Und das, ohne dabei an Sportlichkeit zu verlieren. So wird man auf engen Bergsträßchen öfters von der der eigenen Courage als vom Untersatz gebremst.
Der RS4 von der Tankstelle
Beim Verbrauch zeigt sich die Limousine ebenfalls von zwei Seiten. Bei konsequenter Spar-Fahrweise, sprich Autobahn und Tempomat auf 130, ließ sich der Durst des Fünftürers bis auf durchschnittlich 11,9 Liter Super zügeln. Aber mal ganz ehrlich, Spaß ist etwas anderes. Der Audi will sportlich bewegt werden und das fordert seinen Tribut spätestens an der nächsten Tankstelle: außerorts 17,5 nach oben sicherlich noch steigerungsfähige Liter. Apropos Tankstelle, bei 63 Liter Tankinhalt wird man diese mit einem RS4 wohl oder übel etwas öfters konsultieren müssen.
Ab 69.900 Euro
Die zahlreichen Tankstellenbesuche sollten bei einem Anschaffungspreis von 69.900 Euro allerdings nicht weiter ins Gewicht fallen. Den analogen TV-Tuner als Sonderausstattung kann man sich getrost sparen. Da ist das Geld mit dem Navigationssystem Plus, der Bluetooth-Freisprechfunktion und dem Komfortpaket inklusive Tempomat, Bose-Soundsystem und Sitzheizung vorne deutlich besser angelegt. Der RS4 kostet mit dieser Austattung 73.660 Euro.
|
|
|
Herausforderung Kundenservice: Beispiel Audi
Johannes Thammer, Audi AG, erklärt wie guter Kundenservice funktioniert |
|
Der neue Audi Q5
Der neue Audi Q5 |
|
Peking 2008: Audi Spezial
Die Highlights von Audi auf der Autochina in Peking 2008. |
| |
Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
|
Fotos, News, Tests, Videos und mehr zur Lieblingsmarke:
· Porsche · BMW · Volkswagen |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
|---|---|---|---|---|
| Durchschnittspreis | 1.396 | 1.495 | 1.495 | 1.583 |
| Günstigster Preis | 1.339 | 1.429 | 1.429 | 1.489 |