- modernes, kerniges Aggregat- guter Klang, ausreichender Durchzug |
- auffallend geringe Wankneigung |
- könnte als zu sportlich empfunden werden |
- gutes Platzangebot, schön variabel |
- sieht quasi aus wie das alte Modell |
- günstige Einstiegsvariante |
- Partikelfilter noch nicht für alle Diesel |
Stufen-Öffnung
Um den Transport sperriger Gegenstände zu erleichtern, lässt sich der Glasteil der Heckklappe optional separat öffnen. Ist der gläserne Deckel oben, bleibt der Rest des Heckdeckels verschlossen. Dieser öffnet in zwei Stufen. Die erste, etwas niedrigere, Stufe soll verhindern, dass die Klappe in flachen Parkhäusern an die Decke stößt. Ist der Kofferraum erstmal geöffnet, lässt sich sein Boden auf zwei Niveaus arretieren und mit bis zu 70 Kilogramm belasten.
Komfortables Schlüssel-Los
Sportliches Motor-Starten mit Startknopf gehört jetzt auch beim Scénic zum guten Ton. Für die renaulttypische Schlüssel-Karte gibt es zwar einen Einschub-Schlitz, dieser kann aber getrost leer bleiben. Das Auto fühlt, wenn der Schlüssel in der Nähe ist und gibt dann bereitwillig alle seine Funktionen frei. Als weitere technische Raffinesse gibt es die entwickelste Variante des Navigationssystems Carminat. Das Carminat 3 orientiert den Fahrer mit einer perspektivischen Darstellung. Außerdem bringt es ein MP3-fähiges Radio mit Sechsfach-CD-Wechsler und Bluetooth-Funktion mit. Der iPod-Anschluss befindet sich im Handschuhfach.
Schön straff
Beim Fahren über die leicht hügeligen Straßen im ländlichen Dunstkreis von Paris zeigt sich der Scénic sportlich straff. Schlaglöcher und Risse nimmt der Van ziemlich streng. Uns hat dies gefallen, manch einem könnte das etwas zu sportiv erscheinen. Der große Vorteil dieser Abstimmung: Die bei Vans nicht selten üppige Wankneigung fällt hier äußerst gering aus. Renault hat sich bei der Überarbeitung des Scénic beziehungsweise Grand Scénic diesem Problem besonders gewidmet. Mit spürbarem Erfolg. Das Fahren um die Kurven macht richtig Spaß. Schnelle Kehren nimmt der Scénic wie eine gut abgestimmte Limousine. Dabei lauern ABS, Bremsassistent und ESP serienmäßig darauf, brenzlige Situationen zu meistern.
Zweimal vier Triebwerke
Insgesamt acht Motoren buhlen um die Gunst, im Scénic ihr Werk verrichten zu dürfen. Vier Selbst- und ebenso viele Fremdzünder stehen zur Wahl. Die Benziner leisten von 98 bis 163 PS. Der kleinste Diesel, der 1.5 dCi, liefert 106 PS, die stärkste Variante, der 2.0 dCi bringt 150 PS mit. Dabei gestaltet sich die Ausrüstung der Selbstbrenner mit Rußpartikelfiltern zum Zeitpunkt recht kompliziert. Während der Einstiegs-Diesel laut Renault wahrscheinlich erst ab Anfang 2007 mit dem gesundheitsschützenden Filter ausgerüstet werden kann, ist er beim 1.9 dCi sympathischer Dauergast. In der Top-Variante 2.0 dCi gibt es den Partikel-Klärer nur in Kombination mit der Automatik. Für den manuell beschalteten Zwei-Liter-Motor soll im nächsten Jahr das Rußsieb zur Verfügung stehen. Wir waren mit dem neuen, in Zusammenarbeit mit Nissan entwickelten, 1,9-Liter-Diesel unterwegs.
Selbst ist der Zünder
Und dieses Aggregat ist ausgesprochen gut geeignet, den Scénic auf Reisen zu schicken. Die Beschleunigung presst die Insassen nicht gerade in die Sitze, aber dafür, dass ein recht großer Kompaktvan vom Motor über die Straße gezerrt wird, ist der Geschwindigkeitsanstieg ganz beachtlich. Jederzeit zugbereit und angenehm kernig verrichtet der Diesel seinen Job, ohne zu sehr Nägel in den Asphalt zu hämmern. 130 PS helfen hier beim Reisen. Von null auf 100 geht es so in beachtlichen 9,6 Sekunden. Verbrannt werden dabei 6,0 Liter auf 100 Kilometern. Sein schon erwähnter großer Vorteil: Ein serienmäßiger Rußpartikelfilter sorgt hier für ein gutes Gewissen. Beim 2.0 dCi mit Automatik mit 150 PS fiel uns die etwas weichere Federung auf, wobei Renault betont, dass es sich um identische Fahrwerke handelt. Der 2.0er geht noch etwas spritziger zu Werke, braucht aber von null auf 100 immer noch sehr gute 9,7 Sekunden. Bei uns übernahm die Automatik den Schalthebel der Maschine und hinterließ einen durchweg guten Eindruck. Genau 7,0 Liter Marschierflüssigkeit sind auf 100 Kilometer fällig.
Wann gehts los
Ab 16. September 2006 stehen die neuen Scénic-Modelle in den Läden. Das Benzin-Einstiegsmodell mit 1,4-Liter-Motor schlägt mit 17.500 Euro zu Buche. Mit dem kleinen 1,5-Liter-Diesel ist der Scénic für 21.350 Euro zu haben. Direkte Konkurrenten sind beispielsweise der Citroën Xsara Picasso für 18.450 Euro und der Ford Focus C-Max für 17.975 Euro. Dafür bekommt man beim Xsara 109 PS und 100 PS beim C-Max.
(gh)
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| Durchschnittspreis | 1.073 | 1.143 | 1.143 | 1.217 |
| Günstigster Preis | 1.033 | 1.105 | 1.105 | 1.161 |