Fusion von GM und Chrylser: Schneller Abschluss angestrebt
Montag Oktober 20
Die Übernahme von
Chrysler will General Motors (GM) noch vor der Präsidentschaftswahl in den USA am 4. November abgewickelt haben. Beide Hersteller versprechen sich nach einem Bericht von "USA Today" Zugeständnisse seitens der Politik. Bestätigt wurden die derzeit laufenden Verkaufsverhandlungen bereits von Cerberus, die rund 80 Prozent Anteil an Chrysler halten.
Die Fusion von GM und Chrysler wird von Experten allerdings kritisch gesehen, da beide Hersteller vor den gleichen Herausforderungen stehen: Ihre Fahrzeugpalette umfasst überwiegend große Fahrzeuge mit hohem Verbrauch, deren Absatz stetig sinkt. Hinzu kommen hohe Produktionskosten. GM verspricht sich von der Verbindung frisches Geld, unter anderem könne ein Großteil der bereits zugesagten Staatshilfen für notleidende Autobauer in Anspruch genommen werden. Die Regierung hat Betroffenen 25 Milliarden US-Dollar zugesichert.
Zudem können GM und Chrysler zusammen die notwendigen Sparmaßnahmen günstiger vornehmen als jeder für sich. Zu den Maßnahmen könnte der Abschied von in den USA traditionsreichen Marken wie Pontiac, Buick und Dodge gehören. Der französische Hersteller Renault und der japanische Allianzpartner Nissan haben bereits Interesse an Jeep angekündigt. Der Verkauf der Geländewagenmarke Hummer von GM ist beschlossene Sache, ein Käufer ist indes noch nicht in Sicht. Auch der Verkauf der Konzernmarke
Saab wird laut "Financial Times Deutschland" nicht ausgeschlossen. Die deutsche GM-Tochter Opel dürfte sich hingegen auf der sicheren Seite wähnen.