Genfer Automobilsalon: Von Stand zu Stand Teil 3

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Donnerstag Februar 21

Maserati

Der italienische Sportwagenhersteller Maserati zeigt mit dem GT S 4.7 eine neue Top-Version seines zweisitzigen Coupés. Daneben glänzt mit dem "Collezione Cento" ein auf 100 Exemplare limitiertes Sondermodell des Quattroporte, in das die Italiener alles gepackt haben, was derzeit machbar ist. Die sportliche Luxuslimousine steht auf 20-Zoll-Rädern, die auf polierte Alufelgen aufgezogen sind. Zudem ist das Fahrzeug an der erstmals aufgelegten Außenfarbe "Elfenbein" zu erkennen. Innen erwarten den Fahrer und die übrigen Insassen feinstes Leder und exklusives Wurzelholz. Angetrieben wird der Quattroporte "Collezione Cento" wie das Normalmodell vom bekannten 4,2-Liter-Achtzylindermotor mit einer Leistung von 294 kW/400 PS. Das ZF-Sechsgang-Automatikgetriebe gehört zur Serienausstattung. Für den Preis von 137 600 Euro sind drei der 100 Modelle für den deutschen Markt vorgesehen.

Maybach

Die lange vergessene Karosserieform Landaulet nimmt Maybach nun in einem Luxusfahrzeug wieder auf. In dem 6,20 Meter langen Viertürer auf Basis des Maybach 62 S sitzen nur die Fondpassagiere unter freiem Himmel, während der Chauffeur in einem geschlossenen Fahrerhaus Platz nimmt. Angetrieben wird das Konzeptfahrzeug von dem aus der Limousine bekannten V-12-Ottomotor mit 450 kW/612 PS. Der Preis für das in kleiner Stückzahl gebaute Fahrzeug dürfte deutlich über eine Million Euro liegen.

Mazda

Erstmals als dreitürige Einstiegsvariante zeigt sich der Cityflitzer Mazda2. Trotz unverändertem Radstand und Platzangebot bringt der Neue nochmals ein paar Kilo weniger auf die Waage als sein fünftüriger Modellbruder. Dies kommt vor allem dem Kraftstoffverbrauch zugute. Die Preise für den im Sommer auf den Markt rollenden Kleinwagen dürften bei rund 11 500 Euro für das Basismodell mit einem 55 kW/75 PS starken Benziner beginnen.

Neben dem City-Floh zeigt Mazda die Studie Taiki, deren Name so viel bedeutet wie "Erdatmosphäre". Die Karosserie mit sich wiederholenden Wellenformen soll die Strömung der Luft verkörpern. Angetrieben wird der Japaner von der neuesten Generation des Mazda-typischen Kreiskolbenmotors. Des Weiteren ist auf dem Messestand die Studie Mazda5 Hydrogen RE Hybrid mit Wasserstoff-Hybrid-Antrieb zu betrachten.

Erstmals als Kombi zu sehen ist der frisch auf den Markt gekommene Mittelklässler Mazda6. Genau wie die Limousine ist auch der Lademeister im Vergleich zum Vorgänger in seinen Außenmaßen gewachsen. Plus 7,5 Zentimeter in der Länge bringen über 100 Liter zusätzlichen Stauraum und zwei Zentimeter mehr Beinfreiheit für die Mitfahrer im Fond. Allerdings geht das Größenwachstum bei Mazda nicht ins Gewicht. Wie schon beim Mazda2 fällt die neue Generation sogar etwas leichter aus, immerhin bis zu 35 Kilogramm. Der Kombi rollt im zweiten Quartal des Jahres zu Preisen ab 23 400 Euro auf den Markt.

Mercedes-Benz

Bei Mercedes-Benz sind alle Augen auf das neue Kompakt-SUV GLK gerichtet. Im Gegensatz zu seinen Wettbewerbern orientiert sich das Design des Stuttgarter Offroaders mit der wuchtigen Front, der aufrechten Windschutzscheibe, den kurzen Überhängen und der geraden Dachlinie an klassischen Geländewagen. Unter der Motorhaube des seriennahen Konzeptfahrzeugs ruht ein umweltfreundlicher Diesel-Hybrid-Antrieb, das fertige Modell wird jedoch zunächst über konventionelle Triebwerke verfügen. Der 4,52 Meter lange Fünfsitzer, der auf der Plattform der Mercedes C-Klasse steht, ist unterhalb der M-Klasse angesiedelt. Seine wichtigsten Wettbewerber sind der BMW X3 sowie der soeben auf den Markt gekommene VW Tiguan.

Begleitet wird der GLK-Auftritt von den modellgepflegten Baureihen SLK, SL, CLS und CLC. Der Luxus-Roadster SL erscheint nach dem großen Facelift deutlich bulliger und sportlicher als sein fast schon feingliedriger Vorgänger. Als neuer Basismotor kommt erstmals der 170 kW/231 PS starke 3,0-Liter-V6-Ottomotor zum Einsatz, der den Zweisitzer in 7,8 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt. Ebenfalls mit einem neuen Basismotor und optischem Feinschliff zeigt sich das viertürige Coupé CLS. Äußerlich ist der modellgepflegte E-Klasse-Ableger unter anderem an einem neuen Kühlergrill zu erkennen, der nur noch zwei statt vier Lamellen trägt. Blinker und Heckleuchten erhalten LED-Technik. Gründlich überarbeitet wurde auch das zweisitzige Stahldachcabrio SLK. Neben den optischen Veränderungen gibt es einiges an neuer Technik und antriebsseitig einen 3,5-Liter-Benzinmotor mit deutlich mehr Leistung und weniger Verbrauch als beim Vorgänger.

Mini

Einen ordentlichen Leistungsschub gibt es für den Kleinwagen Mini. Der Mini John Cooper Works, kurz JCW, ist neues Topmodell der Baureihe und wird von einem 155 kW/211 PS starken Motor vorangetrieben. Daneben hat der kleine Brite noch optische Gimmicks wie vergrößerte Felgen und Rallye-Streifen erhalten. Bisheriges Spitzenmodell ist der Mini Cooper S mit 128 kW/175 PS starkem 1,6-Liter-Ottomotor.

Mitsubishi Ganz in Orange gehalten sticht der Messeauftritt von Mitsubishi ins Auge. Hauptdarsteller ist der "Prototype S" in orangefarbener Lackierung, der einen Vorgeschmack auf die im Herbst auf den Markt kommende fünftürige Fließhecklimousine Lancer Sportback gibt. Die weiterentwickelte IAA-Concept-Studie von 2005 wird von einem 2,0-Liter-Ottomotor mit 177 kW/240 PS und 343 Nm, Doppelkupplungsgetriebe und permanentem Allradantrieb vorangetrieben. Laut Mitsubishi sollen rund 70 Prozent des Verkaufsanteils des Lancer auf die Fließheck -Variante entfallen; der Rest wird als Stufenheck-Limousine vom Band rollen. Ebenfalls in Orange präsentiert sich das weiterentwickelte Minicar i-EV mit Elektroantrieb, das 2010 in Japan auf den Markt kommen soll. Hinzu gesellen sich die Hochleistungsvarianten "Evolution" der Modelle Pajero und Lancer.

Nissan

Gleich mit drei Europa-Premieren ist der japanische Automobilhersteller Nissan vertreten. Absoluter Hingucker ist dabei der Supersportwagen GT-R, der mit 353 kW/480 PS, Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe den Angriff auf den Porsche 911 wagt. Neben dem Sportler ist das modellgepflegte SUV Murano mit leicht verändertem Blechkleid, leistungsstärkerem Motor und überarbeitetem stufenlosen Automatik-Getriebe zu sehen. Als Studie stellen die Japaner das Elektroauto Pivo 2 vor, das über eine um 360 Grad drehbare Fahrerkabine verfügt.

Opel

Deutlich rundlicher als sein Vorgänger zeigt sich der neue Opel Agila. Zudem ist der Kleinwagen in der zweiten Generation ein gutes Stück länger und etwas niedriger geraten. Die dynamische Form geht dabei nur geringfügig auf Kosten des guten Platzangebots. Der Fünftürer überzeugt immer noch mit reichlich Raum für bis zu fünf Passagiere. Drei sparsame Motoren, zwei Benziner und ein Diesel mit Leistungswerten zwischen 48 kW/65 PS und 63 kW/86 PS, stehen als Antrieb zur Wahl. Die Preisliste startet bei 10 000 Euro.

Eine erstmals präsentierte Design-Studie verrät, wohin es mit der nächsten Generation des Mini-Van Opel Meriva gehen wird. Die Karosserie ist dynamisch geschwungen und hat eine markante seitliche Sicke hinter dem vorderen Kotflügel sowie einen Knick in der Fensterlinie. Damit nimmt die Studie Designelemente der im vergangenen Jahr gezeigten Konzeptfahrzeuge Opel Flextreme und CTC Coupé auf. Besonderer Gag der Studie sind die gegenläufig öffnenden Hecktüren, die wohl auch in die Serienversion Einzug erhalten werden.

Begleitet wird der Auftritt von dem Van Zafira, der eine Modellpflege mit dezenten Retuschen an Front und Heck erhalten hat. Zudem wurde der Familienwagen mit drei neuen Motoren versehen, die trotz geschrumpftem Hubraum über mehr Leistung verfügen. Der kompakte Siebensitzer wird jetzt mit den neuen 1,7-Liter-Dieselmotoren angeboten, die im vergangenen Jahr ihre Premiere im kompakten Astra feierten. Die 81 kW/ 110 PS und 92 kW /125 PS-Triebwerke ersetzen den bislang verwendeten Einstiegsdiesel. Bei den Benzinern ist der 1,6-Ecotec-Motor mit 85 kW /115 PS das neue Basistriebwerk. Der Van ist zu Preisen ab 21 210 Euro für den günstigsten Benziner und ab 23 720 Euro für den kleinsten Diesel zu haben.

Peugeot

Deutlich größer und variabler als die Limousine kommt die Kombi-Variante Peugeot 308 SW daher. Der Fünftürer ist 4,50 Meter lang und bietet mit einem Radstand von 2,71 Metern sowie einer optionalen dritten Sitzreihe viel Raum für bis zu sieben Passagiere. Der Kofferraum des Lademeisters fasst Gegenstände bis zu 3,10 Metern Länge oder 1 736 Liter Gepäck. Die Limousine trumpft dagegen mit zwei neuen Sechsgang-Getrieben auf, die in Kombination mit dem 1,6-Liter-Dieselmotor mit einer Leistung von 80 kW/109 PS zu haben sind. Die Transporter Bipper und Partner zeigen sich als Pkw-Varianten Tepee von ihrer alltagstauglichen Seite. Im Gegensatz zu dem großen Bruder Partner wird der kompakte Bipper in Deutschland nicht als Pkw angeboten.

PGO

Die seriennahe Studie eines Roadsters mit Erdgas-Turbomotor stellt der französische Kleinserienhersteller PGO vor. Das Stoffdach-Cabrio verfügt über einen 1,6-Liter-Turbomotor mit 110 kW/150 PS Leistung und beschleunigt in 6,5 Sekunden auf Tempo 100. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 4,6 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometern an; das entspricht einem CO2-Ausstoß von 118 Gramm pro Kilometer. Alternativ lässt sich der nur 980 Kilogramm schwere Fiberglas-Flitzer auch mit Biogas als Kraftstoff vollkommen CO2-neutral betreiben. Der gemeinsam mit dem Schweinfurter Unternehmen BRA entwickelte Zweisitzer im Retro-Stil soll demnächst zu Preisen unter 50 000 Euro auf den Markt kommen. Vorbestellungen sind bereits möglich.

Porsche

In Anlehnung an einen Rennwagen-Klassiker der 60er Jahre hat sich das Sondermodell Porsche Boxster RS 60 Spyder ein Retro-Blechkleid angezogen. Vorbild ist der 718 RS 60 Spyder, mit dem die Stuttgarter große Erfolge bei Langstreckenrennen eingefahren haben. Als moderne Basis dient der aktuelle Boxster S. Eine Sportabgasanlage kitzelt acht Extra-PS aus dem 3,4-Liter-Boxermotor des dann 223 kW/303 PS starken offenen Zweisitzers. Die neue Front, Silbermetallic-Lack, ein schwarzer Windschutzscheibenrahmen und rote Lederausstattung unterscheiden ihn vom Serienmodell. Am Tacho fehlt die beschirmende Hutze, was für puristische Rennsportatmosphäre im Cockpit sorgen soll. Die Preisliste beginnt bei rund 63 900 Euro. Das Sondermodell ist auf 1 960 Einheiten limitiert.

Als besonders sportliche Variante der Geländewagenbaureihe firmiert der Porsche Cayenne GTS, der aus acht Zylindern mehr als 500 PS leistet. Gegenüber der Standardversion ist das Fahrwerk abgesenkt, neue Lufteinlässe und Spoiler zeigen die Höchstleistung auch nach außen. Ebenfalls ausgestellt sind zwei seit einigen Monaten erhältliche Versionen der Sportwagenreihe 911. Der 190 000 Euro teure Porsche GT2 ist die gewichtsreduzierte Version des 911 Turbo, bringt 1 440 Kilogramm auf die Waage und leistet 390 kW/530 PS. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 gelingt so in 3,7 Sekunden. Mit 4,3 Sekunden fast genauso schnell, aber offen ist das Porsche 911 Turbo Cabrio mit 309 kW/420 PS. Der Grundpreis liegt bei rund 139 000 Euro. Sabine Schwarz/mid

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